Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke!

Pressemitteilung vom 15.12.2017

Das Weihnachtsfest steht kurz bevor. Daher appelliert wiederum der Bezirksstadtrat für Bürgerdienste, Ordnung und Jugend, Stephan Machulik, an die Spandauerinnen und Spandauer, bei der Bescherung am Heiligabend auf Tiere als Weihnachtsgeschenke zu verzichten. Der Stadtrat führt dazu aus:

„Eine Entscheidung für ein Tier sollte immer wohlüberlegt, vorbereitet und langfristig getroffen werden, nur so werden alle glücklich werden. In Anbetracht des nahen Weihnachtsfestes glauben viele, dass ein Hund, eine Katze oder ein anderes Haustier ein perfektes Geschenk ist. Die Kinderaugen werden bei der Bescherung groß und alle sind in dem Moment froh und glücklich. Dabei stellt sich jedoch immer wieder heraus, dass Tiere als Spontangeschenk völlig ungeeignet sind. Wenn die erste Freude verflogen ist, stellen viele fest, dass der kleine Zuwachs auch viel Zuwendung und Pflege benötigt.

Tiere benötigen geeigneten Platz und kontinuierliche Versorgung. Beides ist in der Regel kaum vorhanden, und so wird auf einmal das Haustier zu einer Belastung. Eine artgerechte Haltung braucht mehr Zeit als gedacht, ist von den Kindern allein meist eh nicht zu gewährleisten. Dazu kommen Tierarzt- und Futterkosten, die das Budget übersteigen. Mitunter wird erkannt, das Tier und Besitzer nicht zueinander passen. Tiere sind kein Spielzeug, die man dann einfach umtauschen oder wegwerfen kann. Um so erschreckender ist es, dass wie jedes Jahr viele gut gemeinte „Geschenke“ ausgesetzt auf der Straße oder abgegeben im bis an seine Kapazitätsgrenzen belegten Tierheim Berlin enden.

Bevor Sie Tiere verschenken, überlegen Sie sorgfältig, ob ein Tier auch noch in vielen Jahren den Beschenkten Freude bringt und zu Ihrer Familiensituation passt. Wenn Sie zweifeln, dann empfehlen wir Ihnen vor dem Kauf einen Besuch im Tierheim Berlin. Dort wird eine gründliche Vorbereitung auf den tierischen Zuwachs angeboten, bei der Interessierte Tiere und deren Haltung kennen lernen können und intensiv von Tierpflegern beraten werden.“