Der Unkenpfuhl wird wieder lebendig

Pressemitteilung vom 04.12.2017
Bildvergrößerung: Moorfrosch im Wasser
Bild: Bezirksamt Spandau

Aktuelles Konzept und neue Pflege

Für den Unkenpfuhl in Kladow, nahe dem Ritterfelddamm, wird derzeit ein neuer Pflegeplan erarbeitet. Das bisherige Konzept ist in die Jahre gekommen und die Natur hat sich in diesen Jahren weiter entwickelt. Die umliegenden Bereiche des Pfuhls sind Teil des großen Landschaftsschutzgebiets „Gatow, Kladow und Großglienicke“ die erhalten und verbessert werden sollen.

Selten, seltener, seltenste
Im Rahmen dieses Pflegeplanes wurden und werden in den kommenden Tagen umfangreiche Gehölzarbeiten im Bereich des Unkenpfuhls stattfinden. Ziel ist es, insbesondere den seltenen Amphibienarten wie Kammmolch, Moorfrosch und Knoblauchkröte dauerhaft einen entsprechenden Lebensraum mit großer Wasserfläche und offenen Landbereichen sowie Versteckmöglichkeiten zu bieten. Von diesen Maßnahmen profitieren aber auch weitere gefährdete Arten, wie beispielsweise der Quirl-Tännel, eine sehr seltene Pflanze, dessen Vorkommen in ganz Berlin sich ausschließlich auf den Unkenpfuhl beschränkt. Natürlich werden auch die Ansprüche von Vogelarten wie Gartenrotschwanz, Teichrohrsänger, Fitis und Co. berücksichtigt.

Die finanziellen Mittel für die Maßnahme stammen von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz aus dem „Amphibienhilfsprogramm Berlin 2017“. Damit wird das Umwelt- und Naturschutzamt Spandau in die Lage versetzt einen Pflege- und Entwicklungsplan zu erstellen und im Jahr 2018 den Erfolg der Maßnahmen zu dokumentieren.

Ab Frühjahr 2018 wird die Beweidung auf der Fläche dann durch den Landschaftspflegeverband Spandau e.V. wieder fortgeführt, wobei die Ansprüche dieser seltenen Tier- und Pflanzenarten selbstverständlich berücksichtigt werden.