„Die besten drei Euro, die ich je angelegt habe“

Pressemitteilung vom 24.11.2017

JugendFilmTage Spandau vom 21.11. – 22.11.2017 – Ein voller Erfolg

Über 200 Teilnehmerinnen aus unterschiedlichen Schulen, Schulformen und auch Teil-nehmerinnen aus dem Berufsbildungswerk des Rotkreuz-Instituts in Kladow haben an den JugendFilmTagen in Spandau teilgenommen. Dabei wurden attraktive Filme und Mitmach-Aktionen angeboten.

Der Bezirk Spandau bedankte sich im Pressegespräch für die Unterstützung durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Dirk Welzel, zuständiger Mitarbeiter des Bezirksstadtrates für Gesundheit, Frank Bewig, führte aus, dass die JugendFilmTage Spandau ab sofort jedes Jahr stattfinden werden. Mit dieser interessanten Mischung aus attraktiven Filmen und Mitmach-Aktionen gelingt es, Jugendliche direkt anzusprechen und diese dabei zu unterstützen eine kritische Haltung im Umgang mit Alkohol, Zigaretten und anderen Suchtmitteln zu entwickeln.
Die Schüler*innen zeigten sich begeistert. Thomas Müller*, Schüler der achten Klasse (Name von der Redaktion geändert) zeigte sich begeistert und erklärte, dass die drei Euro, die für den Kinofilm aufgewendet werden mussten, die besten drei Euro waren, die er je angelegt habe.

Überhaupt entsteht hier der Eindruck, dass Schüler*innen großen Spaß haben und das Ihnen mit dieser innovativen Jugendaktion zur Suchtprävention auf Augenhöhe begegnet wird. Die themenbezogenen Spielfilme, die interessanten Mitmach-Aktionen und die jugendgerechten Medien machen die JugendFilmTage Spandau zu einem interessanten Kinoerlebnis.

Viele Schüler*innen waren überrascht, dass Zigarettenrauch neben Teer und Nikotin viele weitere Gifte enthält, die man eher bei Mottengift (Naphthalin), Nagellackentferner (N-Nitrosamine), oder Rattengift (Arsen und Blausäure) vermutet.
Der Bezirk Spandau ist bei Prävention und Gesundheitsförderung ganz weit vorn in Berlin. Erst kürzlich wurde eine Gesundheitspartnerschaft mit der AOK Nordost abgeschlossen. Gleichzeitig ist Spandau der erste Berliner Bezirk, der die JugendFilmTage regelmäßig anbieten wird und damit alle Schüler*innen und Auszubildenden die Gelegenheit gibt davon zu profitieren.

Armut und Gesundheit stehen immer noch in einem unguten Verhältnis zu einander. Bezirksstadtrat Frank Bewig geht es vor allem darum Armut zu bekämpfen und sozial bedingte Ungleichheiten bei den Gesundheitschancen nach und nach abzubauen. Dies gelingt sehr anschaulich dort, wo Jugendliche in ihrem Lebensumfeld, in Schule und Ausbildung, angesprochen werden. Mit starken Partnern auf kommunaler Ebene, wie der Fachstelle für Suchtprävention, der Caritas – Jugend und Suchtberatung, der vista – Alkohol und Medikamentenberatung konnte hier ein funktionierender Mechanismus zur Prävention und Gesundheitsförderung installiert werden.
Durch die direkte Zusammenarbeit mit den Schulen, hier in Gestalt der engagierten Mitarbeiterin für schulische Prävention, Birgit Olsok, gelingt es gesundheitsförderliche Themen im Unterricht zu verankern und die Lehrerinnen und Lehrer bei ihrer Tätigkeit direkt zu unterstützen.

Besonderer Dank des Bezirksamtes geht an die vier Teilnehmerinnen der Integrations-maßnahme der BGI – Berliner Gesellschaft für Integration mbh, die die JugendFilmTage aktiv unterstützt haben.