Genehmigung von Steganlagen erteilt

Pressemitteilung vom 17.11.2017

Teilweise wurden über viele Jahre die Genehmigungen von Steganlagen durch die Nutzer nicht beantragt. Nun wurden, zunächst für den SEGLER-CLUB OBERSPREE e.V. und den
SPANDAUER YACHT CLUB, entsprechende Genehmigungen erteilt. So beinhalten diese auch die Erlaubnis zur Installation von Lichtanlagen, welche sowohl den Bedürfnissen der Segel-Clubs als auch den strengen gesetzlichen Vorschriften entgegenkommen. Die Lichtanlagen müssen nun mit LED-Leuchten mit warmweißem Licht ausgestattet sein, müssen am Boden des Steges installiert sein und haben die funktionale Eigenschaft, nur die Steganlage zu beleuchten. Die Ziele des Umwelt- und Naturschutzes, konkret: die Bekämpfung von Lichtverschmutzung und deren negative Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt, spielten bei der Entscheidung eine große Rolle. Auch wurde von einer liegefreien Zeit in den Wintermonaten abgesehen, was nicht bedeutet, dass Eisfreihalteanlagen für die Boote nun erlaubt wären. Diese Art von Anlagen war auch zuvor nicht genehmigungsfähig. Das ganze Genehmigungsverfahren wurde, nach Eingang der umfangreichen Stellungnahmen anderer Behörden und Dienststellen, durch das Umwelt- und Naturschutzamt angeschoben. Jede Genehmigung verlangt nach einer vollkommen individuellen Bearbeitung. Pauschale Genehmigungen sind, trotz großer Begehrlichkeiten, bereits aus rechtlichen Gründen nicht zulässig. Dass die Entscheidung getroffen wurde, die beiden Steganlagen für den Wassersport zum Liegen von Hausbooten nicht zuzulassen, war zu erwarten.

Bezirksstadtrat Otti führt hierzu aus:
“Die Belange des Umwelt- und Naturschutzes spielen, gerade vor dem Hintergrund der immer sichtbarer werdenden irreversiblen Schäden der Natur, eine große Rolle. Deshalb habe ich es mir auch nicht nehmen lassen, die Steganlagen persönlich eingehend zu besichtigen und mit den Betreibern ins Gespräch zu kommen. Die Lage ist dramatisch: die zunehmende Lichtverschmutzung hat nicht zuletzt auch dazu geführt, dass der Bestand an Insekten, welcher für das sichere Funktionieren der Natur fundamentale Bedeutung hat, dramatisch abgenommen hat. Verantwortungsvolle Natursportler haben den Umgang mit Licht längst den Erfordernissen angepasst. Auch wollen wir keine „Hausboot-Häfen“ fördern, welche auch dem Sinn von Steganlagen zu Sportzwecken entgegenstehen. Den Naturschutz im Bezirk zu stärken ist Pflicht. Mut zur Pflicht ist, die notwendigen gesetzlichen Normen anzuerkennen und einzuhalten.”