„Auf Olympia können wir nicht warten“ - Sportstadtrat Hanke fordert Erhöhung des Sportanlagensanierungsprogramms

Pressemitteilung vom 02.07.2015

In einem Schreiben an die Spandauer Abgeordneten des Abgeordnetenhauses hat Spandaus Sportstadtrat Gerhard Hanke im Vorfeld der in Kürze beginnenden Haushaltsberatungen zum Doppelhaushalt 2016/2017 des Landes Berlin um Unterstützung seiner Forderung nach Verdoppelung des Ansatzes der Mittel aus dem Sportanlagensanierungsprogramm (SSSP) gebeten. Er führt darin aus, dass „die meisten Sportvereine auf die Nutzung der öffentlichen Sportanlagen angewiesen sind. Viele Anlagen sind marode, besonders die sanitären Anlagen oft eine Zumutung. Selbst der Landessportbund Berlin hat in den Zusammenhang darauf hingewiesen, dass die sportliche Betreuung auf Dauer nur in intakten Anlagen erfolgreich sein könne.“
Während für das Schulanlagensanierungsprogramm eine Verdoppelung der Mittel bereits erfolgt ist und zudem zusätzlich durch das „Schultoilettenprogramm“ und die SIWA-Gelder mit dem Schwerpunkt Bildung zu 70% erfreulicherweise dringend notwendige Maßnahmen eingeleitet bzw. durchgeführt werden können, werden sowohl für die zentralen als auch die bezirklichen Sportanlagen in Berlin die seit Jahren festgeschriebenen Mittel bereitgestellt.
Der geschätzte Sanierungsbedarf der öffentlichen Sportanlagen beträgt bei jährlich steigendem Investitionsbedarf bis 2018 ca. 150 Mio €, die jährliche Zuweisungssumme liegt hingegen nur bei 9 Mio €. Der Sanierungsbedarf der Spandauer Sportanlagen (ohne Schulsporthallen und Neubauten) liegt bei ca. 12 Mio €.

Bezirksstadtrat Hanke ergänzt in seinem Schreiben:
„Der Bezirk Spandau erhält seit Jahren jährlich rd. 600 T € aus dem Sanierungsprogramm. Das bedeutet, dass für Sanierungsmaßnahmen, z.B. in Sanitärbereichen der Umkleidegebäude, mehrere Jahre ins Land gehen und diese Beeinträchtigungen organisatorisch kaum umsetzbar geschweige denn sinnvoll sind. Der Sanierungsrückstau wird immer prekärer und Anlagenschließungen wegen schlechter Rasenbeläge oder unzumutbarer Sanitärzustände immer wahrscheinlicher.
Ich habe die Spandauer Abgeordneten auch im Namen der vielen betroffenen Spandauer Sportvereine gebeten, sich im Rahmen ihrer parlamentarischen Möglichkeiten dafür einzusetzen, eine Verdoppelung der Mittel aus dem SSSP von derzeit 9 auf 18 Mio € zu unterstützen. Hätte die Stadt Berlin sich bei der Olympiabewerbung durchgesetzt, wäre die Verdoppelung in jedem Fall geschehen. Dieses kann aber angesichts des gleich gebliebenen Zustands der Anlagen nicht bedeuten, dass „ohne Olympia“ der Sanierungsbedarf geringer eingeschätzt oder als nicht so wichtig angesehen wird. Unser Bezirk Spandau, aber auch unsere Stadt Berlin muss in der Lage bleiben, eine bewegte Stadt zu sein. Sport erleichtert das Zusammenleben und sorgt in allen Organisationsformen und Bereichen für positive Signale und eine Bereicherung unseres Lebens.“