„Affront gegen zweitgrößten Spandauer Ortsteil“ - Bezirksbürgermeister Birkholz protestiert gegen Schließung der Postfiliale in der Wilhelmstadt

Pressemitteilung vom 15.04.2010

Mit großem Entsetzen hat Spandaus Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz die Mitteilung der Deutschen Post AG vernommen, wonach die Filiale in der Adamstraße zum Herbst diesen Jahres aufgegeben und die Leistungen der Postbank nunmehr nur noch in der Filiale Obstallee angeboten werden sollen.

In einem Protestschreiben an die Regionalbeauftragte der Deutschen Post AG in Berlin wies Konrad Birkholz auf die entstehende, unzumutbare Situation insbesondere für ältere Postbankkundinnen und -kunden hin, welche in dem betroffenen Einzugsgebiet in der Mehrzahl sein dürften. Das von der Post dargelegte „Ausgleichsangebot“ in der Obstallee sei für diesen Personenkreis schlichtweg eine „Zumutung“.

Der Bezirksbürgermeister führte in seinem Schreiben weiter aus, dass „das von Ihnen nach der Aufgabe des jetzigen Standortes auf die reinen Postleistungen reduzierte Angebot in Richtung Pichelsdorfer Straße eine eklatante Verschlechterung des Angebotes für die Menschen in der Wilhelmstadt darstellt und weder von den Spandauerinnen und Spandauern noch von den Spandauer Verantwortlichen akzeptiert werden kann“.

Er ergänzte, dass die Deutsche Post mit ihrer Entscheidung insbesondere die bezirklichen Bemühungen um eine verbesserte soziale Infrastruktur in dem Ortsteil, der im Mai zum städtebaulichen Sanierungsgebiet festgesetzt werden soll, konterkariert. Nach seiner Einschätzung sei zu befürchten, dass „diese Entscheidung unweigerlich zu einer Abwärtsspirale mit dem Wegzug noch solventer Anwohnerinnen und Anwohner und somit letztendlich zu einer Verwahrlosung des Kiezes führen werde“.

Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz äußerte seine Erwartung, dass „die Deutsche Post ihr bisheriges Angebot inklusive der Postbankdienstleistungen nicht einschränken, weiterhin als eigenständiger Dienstleister vor Ort in der Wilhelmstadt präsent bleiben und ihre Entscheidung im Sinne der Menschen in der Wilhelmstadt korrigieren werde“.