Reinickendorfer Register für rechtsextrem motivierte und diskriminierende Vorfälle in Reinickendorf

Pressemitteilung vom 26.11.2015

Das Bezirksamt Reinickendorf hat die ver.di Jugendbildungsstätte Berlin-Konradshöhe e.V. damit betraut, das Register für rechtsextrem motivierte und diskriminierende Vorfälle für den Bezirk aufzubauen und zu betreuen. Die Arbeit des Registers ist am 24. November 2015 auf einer Informationsveranstaltung im Haus am See von Stadtrat Uwe Brockhausen (SPD) und Vertreterinnen des Berliner Registers sowie der ver.di Jugendbildungsstätte vorgestellt worden.

Das Register erfasst rechtsextrem motivierte und diskriminierende Vorfälle im Bezirk. Dazu wird ein Netzwerk von Anlaufstellen aufgebaut, die Vorfälle aufnehmen und an die Registerstelle weiterleiten. Diese dokumentiert die Vorfälle öffentlich und wertet sie aus.

Durch die Arbeit des Registers sollen Alltagsrassismus und -diskriminierung stärker sichtbar gemacht werden, Betroffene Gehör finden und Menschen im Bezirk für Diskriminierung sensibilisiert werden. Die inhaltliche Auswertung der Daten liefert zudem Handlungsimpulse für die politische Arbeit gegen Rechtsextremismus und Rassismus im Bezirk.

Stadtrat Uwe Brockhausen (SPD) ist von der wichtigen Arbeit des neuen Registers in Reinickendorf überzeugt: „Das Register kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Respekt und gegenseitige Unterstützung im Alltag zu stärken. Wir müssen jede Form von Diskriminierung ernst nehmen, um Vielfalt und friedliches Zusammenleben zu ermöglichen.“

Seit Start des Registers im Juli 2015 sind 21 Vorfälle in Reinickendorf erfasst worden. Das Projekt lebt vom Engagement der Bürger und Bürgerinnen: Unter www.berliner-register.de und www.verdi-jbs.de finden Sie weitere Informationen, können sich mit Ihrer Institution als Anlaufstelle registrieren lassen oder Vorfälle melden.