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Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU): Tag des offenen Denkmals 2013

Pressemitteilung vom 29.08.2013

Führungen durch die Kellerräume der ehemaligen Stätischen Nervenklinik für Kinder

Die zwei „Kolonistenhäuser“ am Eichborndamm 238/240 gehören zur ehemaligen städtischen Irrenanstalt Dalldorf, die 1887 errichtet wurde. Damals wurden die Häuser als Unterkünfte für nervenkranke Männer genutzt, die auf dem Gut Dalldorf tätig waren. Ab 1941 waren in den Gebäuden die psychiatrischen Stationen II und III der Städtischen Nervenklinik für Kinder untergebracht. In die sogenannte Kinderfachabteilung wurden Kinder aus ganz Berlin und der Umgebung eingewiesen. Ihre Krankenakten enthielten vielfach den Vermerk „R.A.“. Dieser besagt, dass der „Reichsausschuss zur wissenschaftlichen Erfassung von erb- und anlagebedingten schweren Leiden“ die Kinder als lebensunwert eingestuft hatte. Viele dieser Kinder starben an den Folgen von medizinischen Versuchen oder riskanten Untersuchungen, aufgrund von fehlender ärztlicher Hilfe oder mangelnder Ernährung.

Im Rahmen des Tags des offenen Denkmals 2013 finden am 8. September um 14, 15 und 16 Uhr Führungen durch die Kellerräume des Gebäudes am Eichborndamm 238 statt, in denen sich unter anderem das Labor und der Sektionsraum der ehemaligen Städtischen Nervenklinik für Kinder befanden.

Zu diesem Thema zeigt das Heimatmuseum Reinickendorf, Alt-Hermsdorf 35, 13467 Berlin, bis zum 31. Januar 2014 die Ausstellung „Auf freundlichen Zuspruch lächelt das Kind – die medizinischen Verbrechen der Städtischen Nervenklinik für Kinder 1941-1945“. Öffnungszeiten: Mo bis Fr und So 9-17 Uhr, Eintritt frei