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Menschenschicksale - Die deutsche Staatsangehörigkeit im Dritten Reich Eine Ausstellung im Heimatmuseum

Pressemitteilung vom 18.10.2012

Ab dem 1. November 2012 zeigt das Heimatmuseum eine 40 Schautafeln umfassende Ausstellung, in der Zwangsausbürgerungen, Missbrauch und Instrumentalisierung von Verwaltung und Recht durch die Nationalsozialisten im Mittelpunkt stehen. Hierzu hat das heute für die Wiedereinbürgerung zuständige Bundesverwaltungsamt (BVA) zahlreiche Originaldokumente zusammengestellt. Die zu Grunde gelegten Unterlagen stammen größtenteils aus Aktenbeständen, die die Alliierten beschlagnahmt hatten.

Die in der Ausstellung auszugsweise dargestellten Einzelschicksale zeigen eindringlich den nationalsozialistischen Rassenwahn und die staatliche Willkür. Unter den von den Nationalsozialisten Verfolgten befinden sich auch viele Prominente wie Albert Einstein, Thomas Mann und Kurt Tucholsky, die aufgrund ihrer kritischen Einstellung zum Regime, ihres Glaubens oder ihrer Religion ausgebürgert wurden. Die Ausstellung zeigt unter anderem “erbbiologische Rassengutachten” und schriftlich bekundete Willensäußerungen Hitlers.

„Diese Ausstellung ist der erste Baustein im Zusammenhang mit den im kommenden Jahr stattfinden Projekten und Veranstaltungen zum „Themenjahr 2013 – Zerstörte Vielfalt“, begrüßt Katrin Schultze-Berndt, Bezirksstadträtin für Schule, Bildung und Kultur (CDU) die Ausstellung.

Die Dokumentation „Menschenschicksale“ ist bis zum 23. Dezember 2012 im Heimatmuseum zu sehen.

Heimatmuseum Reinickendorf, Alt-Hermsdorf 35, 13467 Berlin
Ausstellungsdauer: 1. November bis 23. Dezember 2012
Öffnungszeiten: Mo 9-13.30 Uhr, Di-Fr, So 9-16 Uhr