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Safer Surfen

Pressemitteilung vom 01.03.2012

Safer Internet Day in Reinickendorf

Zahlreiche Lehrkräfte und Elternvertreter der Reinickendorfer Schulen waren in das Fontane-Haus gekommen, um sich bei einer Veranstaltung des Online-Magazins DIGITAL LERNEN im Rahmen des Safer Internet Day über Gefahren und Herausforderungen im Internet und über mögliche Handlungsstrategien zu informieren. Die Schirmherrin der Veranstaltung und Schulstadträtin von Reinickendorf, Katrin Schultze-Berndt (CDU), freute sich über die rege Teilnahme: „Mit dieser Informationsveranstaltung ist Reinickendorf am Puls der Zeit. Die Schülerinnen und Schüler müssen über die aktuellen Gefahren wie Cybermobbing, Datenmissbrauch in Sozialen Netzwerken und gefährliche Inhalte aufgeklärt werden. Diese Aufgabe hat sowohl das Elternhaus, als auch die Schule.“ Gleichzeitig warnte sie aber auch davor, beim Umgang mit dem Internet eine Barriere zwischen Eltern und Kindern aufzubauen: „In der digitalen Welt sitzen wir alle in einem Boot. Wenn es gelingt, gemeinsam mit unseren Kindern die Vorteile der digitalen Welt zu nutzen und sich dabei der Risiken bewusst zu sein, werden alle hiervon profitieren“. In diesem Zusammenhang verwies sie auch auf das internationale Motto des diesjährigen Safer Internets Days: „Connectin Generations and educating each other“ – „Generationen verbinden und voneinander lernen“.

Mittlerweile nutzen acht Prozent der Sechsjährigen den Computer jeden Tag. Jeder vierte Sechsjährige ist zumindest selten im Internet. Bei den 18-Jährigen haben bereits 48 Prozent den Internetzugang im eigenen Zimmer. Im Vordergrund steht bei Kindern und Jugendlichen zunehmend die Kommunikation über Soziale Netzwerke. 39 Prozent der Kinder sind bereits Mitglied eines Sozialen Netzwerks, 85 Prozent der 18-Jährigen sind täglich in Sozialen Netzwerken aktiv. 26 Prozent der Jugendlichen geben an, dass sie wegen Einträgen im Internet bereits Ärger im Freundeskreis hatten. 18 Prozent der jugendlichen Surfer wurden schon einmal beleidigt oder belästigt. 14 Prozent der 9- bis 16-Jährigen geben an, in den letzten zwölf Monaten Bilder mit offensichtlich sexuellem Inhalt gesehen zu haben.

Der Chefredakteur des Online-Magazins DIGITAL LERNEN, Sascha Steuer, informierte über die Gefahren bei Facebook und Co. Er warnte davor, zu viele Daten online zu stellen und damit auch auf die Rechte an den Daten zu verzichten. Eltern sollten Profile in Sozialen Netzwerken gemeinsam mit ihren Kindern anlegen und so die Privatsphäre-Einstellungen richtig einstellen, schlug er vor. Medienkompetenzvermittlung bedeute nicht nur IT-Bedienkompetenz, sondern die Vermittlung von richtigem Verhalten im Netz.

Conrad Ehrlich, Referent der Techniker Krankenkasse Berlin stelle das Projekt „Anti-Mobbing-Koffer“ vor, den die Techniker Krankenkasse gemeinsam mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg entwickelt hat. Der “Anti-Mobbing-Koffer” hält Hintergrundinformationen sowie pädagogisch konzipierte Materialien bereit, die Anregungen zu Übungen, Rollenspielen und Gesprächen im Rahmen einer schulischen Projektwoche geben.

Johannes Karl von der gemeinnützigen TIME for kids Foundation warnte davor, die Kinder unbeaufsichtigt und ohne wirksamen Filter im Internet surfen zu lassen und dabei in Kauf zu nehmen, dass sie die zahlreichen offenen Pornowebsites anschauen. Gerade die Schule habe die Pflicht die Jugendschutzgesetze einzuhalten und den Zugang zu jugendgefährdenden Websites zu sperren. Er wies auf Schulfilter auf dem Stand der Technik hin, mit denen unterrichtsrelevante Inhalte zugelassen und unerwünschte Inhalte gezielt gesperrt werden können.