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25. Konzert für Reinickendorf - Ehrung für Dirigenten im ausverkauften Ernst-Reuter-Saal

Pressemitteilung vom 09.01.2012

Dr. Dariusz Mikulski, Dirigent aus unserem Nachbarland Polen, gab am Silvestertag 2011 sein 25. Konzert in Reinickendorf. Aus diesem Anlass trug er sich vor ausverkauftem Haus in das goldene Gästebuch des Bezirks Reinickendorf ein und wurde von Katrin Schultze-Berndt (CDU), der Bezirksstadträtin für Schule, Bildung und Kultur mit der silbernen Reinickendorf-Medaille ausgezeichnet.

Kulturstadträtin Schultze-Berndt (CDU) würdigte ihn dabei als einen Musiker, der vielen Reinickendorferinnen und Reinickendorfern bei seinen Konzerten die klassische Musik näher gebracht und ihren Horizont dafür erweitert hat. Ergänzend fügte sie hinzu: „Durch seine Kreativität und seinen hohen künstlerischen Anspruch, aber auch durch seine stets ebenso fachkundigen wie unterhaltsamen Moderationen hat sich Dariusz Mikulski in den letzten 10 Jahren einen großen Publikumsstamm erspielt und zur Kontinuität und zum Erfolg unser Konzertreihe „Reinickendorf Classics“ beigetragen.“

Am 30. November 2002 gab Dariusz Mikulski im Ernst-Reuter-Saal sein erstes Konzert und im gleichen Jahr leitete er auch erstmals das traditionelle Silvesterkonzert in Reinickendorf. Seitdem hat er in Reinickendorf 25 Konzerte mit sieben verschiedenen Orchestern als Dirigent bestritten, davon drei auch als Horn-Solist. Es waren sieben Weihnachtskonzerte und acht Silvesterkonzerte dabei. Bemerkenswert war auch die Arbeit mit Soloinstrumenten, die allesamt eher selten als solche in den Konzertsälen zu hören sind, wie z.B. Marimba, Percussion, Fagott und Horn. Dokumentiert ist seine künstlerische Arbeit in Reinickendorf auf einer CD mit dem Geiger Valery Oistrakh. Das bei einem Konzert 2003 im Ernst-Reuter-Saal aufgenommene Violinenkonzert von Brahms gehört heute zu den Klassikern unter den „Brahms-Aufnahmen“.

Sein 25. Konzert am Silvesternachmittag begann mit einem Paukenschlag: Um den Besucherinnen und Besuchern die Qual der Wahl zwischen dem Hören der letzten Zugabe und dem Erreichen der U-Bahn nach dem Konzert zu ersparen, startete Mikulski augenzwinkernd sein Konzert mit Paul Linkes „Berliner Luft“, der bisher traditionell letzten Zugabe des Silvesterkonzertes. Anschließend nahm er das Publikum mit auf eine abwechslungsreiche musikalische Reise durch die Konzertsäle der Welt. Er startete mit der Ouvertüre des „Barbier von Sevilla“, tanzte mit dem Orchester durch „Schwanensee“, wanderte durch die skandinavi-che Morgenstimmung von Griegs „Peer Gynt“ und landete nach Brahms „Ungarischen Tänzen“ in Mendelssohn-Bartholdys „Sommernachtstraum“. Nach der Pause besuchte er „Carmen“ in Sp-nien, begeisterte mit Dvoráks „Slawischen Tänzen“, fuhr ein Stück auf Smetanas „Moldau“ und wanderte schließlich zu Ennio Morricones Filmmusik „Once upon a time“ auf Meryll Streeps Spuren durch Amerika. Zum Abschluss versetzte er das Publikum mit Elgars „Pomp and Circumstance“ zur „Last Night of the Proms“ in die Londoner „Royal Albert Hall“.

Zwischendurch gewährte Dariusz Mikulski dem Publikum immer wieder einen heiteren Einblick in das Seelenleben eines Dirigenten: den ständigen Kampf mit dem Notenblättern auf dem Pult, den Problemen mit einem Konzertmeister, der seine Lesebrille vergessen hat, und dem Streit eines Geigers und einer Percussionistin des Orchesters über die unterschiedliche Anzahl von zu spielenden Noten bei gleichem Honorar. Alles in allem ein höchst unterhaltsames und abwechslungsreiches Konzert, das sich wohltuend von den vielen anderen Silvesterkonzerten der Stadt abhebt und gleichzeitig aber auch den Vergleich damit nicht zu scheuen braucht. Mit den besten Wünschen für das neue Jahr und der Schlussmusik der Wiener Neujahrskonzerte, Strauß’ „Radetzky Marsch“, entließ Dariusz Mikulski ein begeistertes Publikum zum traditionellen Turmblasen vor dem Rathaus Reinickendorf.

(Weitere Informationen: 90294 4731)