Reinickendorfer Heimatmuseum – Preisträger 2010 der Ferdinand-von-Quast-Medaille

Pressemitteilung vom 06.12.2010
Schüler der damals (2008) 7. Klasse der Carl-Benz-Oberschule bei der Restaurierung der verwitterten Inschrift mit den Namen der Gefallenen des 1. Weltkrieges am Kriegerdenkmal in der Wiltinger Str.
Schüler der damals (2008) 7. Klasse der Carl-Benz-Oberschule bei der Restaurierung der verwitterten Inschrift mit den Namen der Gefallenen des 1. Weltkrieges am Kriegerdenkmal in der Wiltinger Str.
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„In Reinickendorf wird Denkmalpflege ernst genommen. Um ein Bewusstsein für den Wert und die Bedeutung der Denkmale bei unseren Jugendlichen zu wecken, führt das Heimatmuseum immer wieder gemeinsame Projekte mit Schulen durch. Umso mehr freut es mich, dass unsere Schülerprojekte, die vom Heimatmuseum im Rahmen des „Tages des offenen Denkmals“ stattfanden, nun solch eine Würdigung erfahren.“, kommentierte Frau Schultze-Berndt (CDU) die Verleihung der Ferdinand-von-Quast-Medaille des Landesdenkmalamtes an den Arbeitskreis Berliner Regionalmuseen am 24. November 2010.
Die Medaille wurde von Prof. Dr. Jörg Haspel, dem Leiter des Landesdenkmalamtes Berlin für das Jugendprojekt der Regionalmuseen überreicht und ist der höchste Denkmalpreis, den das Landesdenkmalamt vergibt.

Seit 2005 beteiligt sich das Heimatmuseum Reinickendorf im Verbund mit den anderen Regional- und Heimatmuseum und unterstützt von „Denk mal an Berlin e.V.“ mit einem Jugendprojekt am „Tag des offenen Denkmals“. „Tanze Bunker“ war das erste Projekt, das mit Schülern der Fließtalschule im Hochbunker Wittenauer Str. 76-80 unter der Anleitung einer Künstlerin und einer Filmemacherin stattgefunden hat. Es folgten – immer unter Mitwirkung von Künstlern und Lehrern – 2006 das Projekt „Mein Garten in der Ewigkeit“ auf dem Hermsdorfer Friedhof an der Frohnauer Straße mit Schülern der Schule am Vierrutenberg, 2007 „Kolumbus entdecken“ in der Kolumbus-Grundschule, 2008 „Vergangenheit aufgedeckt – Archäologie und Bauforschung“ am Denkmal für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges in Frohnau mit Schülern der Carl-Benz-Oberschule, 2009 „Landpartie und Sommerfrische“ mit der Grundschule am Vierrutenberg und 2010 „Parzellenfieber in Frohnau“ mit der Victor-Gollancz-Grundschule.

In einwöchigen Workshops wurden die Schülerinnen und Schüler vor Ort mit den Denkmalen vertraut gemacht. Im Fokus standen die Geschichte zum Denkmal, der ethische Wert eines Denkmals und die Frage, wie man mit Denkmalen umgeht. Mit künstlerischen Mitteln haben sich die Schülerinnen und Schüler mit den Bauwerken auseinandergesetzt. Es entstanden Fotos, Zeichnungen, Objekte und Filme, die jeweils in einer Präsentation zum Tag des offenen Denkmals gezeigt wurden.

Katrin Schultze-Berndt
Bezirksstadträtin für
Schule, Bildung und Kultur
Tel.-Nr.: 90 294 2290