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Seelische Gesundheit im Betrieb - Was hilft, wenn Mitarbeiter psychische Probleme haben?

Pressemitteilung vom 08.10.2010

Unter dieser Fragestellung stand am Abend des 6. Oktober 2010 eine Veranstaltung des Gemeindepsychiatrischen Verbundes Berlin-Reinickendorf e.V. im Rahmen der 4. Berliner Aktionswoche für Seelische Gesundheit. Gastgeber war die Firma Motorola Deutschland, die ihre Kantine auf dem Gelände der Borsigwerke für ein Treffen von Reinickendorfer Unternehmen zur Verfügung stellte.
In der Begrüßung machte Gesundheitsstadtrat Andreas Höhne deutlich, dass der psychischen Gesundheit in Reinickendorf ein hoher Stellenwert beigemessen wird. Neben den vielfältigen Angeboten an Hilfen für die Bürger ist es erforderlich, auch den Betrieben rechtzeitig die Unterstützung zur Verfügung zu stellen, die gebraucht wird, um die Gesundheit und Arbeitskraft von Mitarbeitern zu erhalten.
Die Vorsitzende der Initiative Reinickendorf, Marlies Wanjura, ermutigte als Unterstützerin der Veranstaltung die Betriebe, psychische Erkrankungen nicht mehr als Tabu zu betrachten.
Welche Dimension psychische Erkrankungen in der Zahl der Arbeitsunfähigkeitsstatistik haben, verdeutlichte Dietmar Jessulat von der Techniker Krankenkasse: Sowohl in der Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage wie auch beim Krankengeldbezug rangieren psychische Erkrankungen an dritter Stelle.

Der Redebeitrag einer Beschäftigten, die die notwendige Unterstützung rechtzeitig erhielt, sowie die Ausführungen zweier Arbeitgeber verdeutlichten, dass Aufmerksamkeit füreinander im Betrieb die Grundbasis für seelische Gesundheit ist und letztlich auch dem Unternehmen zu Gute kommt.

Winfried Detmar vom Integrationsfachdienst Nord stellte das Angebot für Arbeitgeber in Reinickendorf vor. An den Integrationsfachdienst können sich Arbeitgeber, aber auch die Beschäftigten selbst und die Betriebsräte jederzeit wenden und sich fachkundigen Rat einholen, wenn sie die Vermutung haben, dass ein psychisches Problem einen Mitarbeiter belastet (www.lebenswelten.de). Die Beratung ist kostenfrei und kann auch die Vermittlung weiterführender Hilfen für Mitarbeiter und Arbeitgeber beinhalten.

Andreas Höhne
Bezirksstadtrat für
Gesundheit und Soziales