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Reinickendorf eröffnet erste kreidefreie Schule Carl-Bosch-Oberschule erhält interaktive Whiteboards

Pressemitteilung vom 14.09.2010
Katrin Schultze-Berndt und Frank Balzer vor dem Whiteboard
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Die Carl-Bosch-Oberschule an der Frohnauer Straße in Hermsdorf wurde in den vergangenen Wochen komplett mit interaktiven Whiteboards ausgestattet. Sie ist damit die erste Schule im Bezirk, an der herkömmliche, mit Kreide beschreibbare Tafeln ausgedient haben. Die interaktiven Whiteboards sind speziell für den Einsatz in Schulen entwickelt und ersetzen nicht nur die bisherigen Kreidetafeln als Schreibmedium, sondern fassen sämtliche audiovisuelle Angebote, wie Texte, Graphiken, Bilder, Filme oder auch Töne zusammen.

Insgesamt sind 22 der neuen Tafeln installiert worden. 19 davon wurden aus Mitteln der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung und des Bezirks Reinickendorf finanziert, zwei weitere steuerte die Schule aus ihren eigenen Mitteln bei, eine wurde gespendet.

„37.000,00 € hat der Bezirk hierfür aufgewandt und mit weiteren 225.000,00 € wurden insgesamt 104 interaktive Tafeln für andere Reinickendorfer Schulen angeschafft“, erläutert der auch für die Finanzen zuständige Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) und ergänzt: „Der Bezirk setzt damit einen Schwerpunkt in der zügigen, flächendeckenden Ausstattung aller Schulen mit elektronischen Tafeln.“

Die sukzessive Ausstattung der Berliner Schulen mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik folgt dem für Berlin entwickelten „eEducation Masterplan“. Das neue „kreidefreie“ Zeitalter in der Carl-Bosch-Oberschule wurde am Montag, dem 13. September von der Staatssekretärin für Bildung, Familie und Jugend Claudia Zinke, Bezirksbürgermeister Frank Balzer und der für Schule, Bildung und Kultur zuständigen Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt eingeläutet.

Schulleiter Dietmar Weißleder begrüßte die Gäste und Schülerinnen und Schüler gaben den Anwesenden einen kleinen Einblick in die beinahe unbegrenzten Möglichkeiten dieses neuen Mediums. Neben dem reinen Schreiben mit einem speziellen Stift, der wie eine Computermaus funktioniert, wird es durch die Verknüpfung mit dem Internet möglich, sich Wissen nahezu gleichzeitig aus unterschiedlichen Quellen zu erarbeiten. Ebenso können beispielsweise Bilder und Notizen aus dem Unterricht gespeichert und als E-Mail an erkrankte Schüler nach Hause geschickt werden.

Reinickendorfs Schulstadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) kommentiert erfreut: „Nach der Eröffnung des Bildungsberatungszentrums im Tegel-Center im letzten Jahr ist die erste kreidefreie Schule und die Ausstattung anderer Schulen mit digitaler Lerntechnik ein weiterer Schritt für das wichtigste Anliegen der Reinickendorfer Bildungspolitik: Die Schülerinnen und Schüler in all ihren Interessen und Fähigkeiten zu fordern und zu fördern.“ Dies betonte die Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt in ihrer Rede und mahnte gleichzeitig bei der Senatsverwaltung eine umfassende Aus- und Fortbildung der derzeitigen und zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer im Umgang mit den neuen Medien an.

Zugleich wies Katrin Schultze-Berndt auch auf die Gefahr hin, dass die bei vielen Schülerinnen und Schülern schon jetzt vorhandene Tendenz, ihre Umwelt nur noch „elektronisch“ wahr zu nehmen, verstärkt werden könnte: „Die neue Technik schafft auch neue Möglichkeiten der Kommunikation, per Internet mit anderen Schulen oder mit anderen Klassen in der eigenen Schule. Das persönliche Gespräch darf dabei aber nicht auf der Strecke bleiben, der virtuelle Museumsbesuch den realen nicht ersetzen und das Betrachten der Welt in Google Earth nicht das Erleben der Natur, das Riechen von Tieren und Pflanzen!“ unterstreicht Katrin Schultze-Berndt.

Katrin Schultze-Berndt
Bezirksstadträtin für
Schule, Bildung und Kultur
Tel.-Nr.: 90 294 2290