Irreführende Information des Kaisers Verbrauchermarktes

Pressemitteilung vom 08.12.2009

Seit vielen Jahren sind die Kunden des Kaisers Verbrauchermarkts in der Hermsdorfer Hohefeldstraße einen besonderen Service gewohnt, der nach der Schließung des BSR-Recyclinghofes in der Burgfrauenstraße im Jahre 2001 noch weiter an Bedeutung gewonnen hatte: Neben den üblichen Altkleidercontainern konnten die Anlieger hier Altpapier, Altglas sowie Gelber-Punkt-Verpackungen ortsnah entsorgen und mussten nicht den weiten Weg in die Lengeder Straße zum nächsten BSR-Stützpunkt auf sich nehmen.
Dieses Angebot hat Kaisers nun nach den umfangreichen Umbau- und Verschönerungsarbeiten des Marktes und des Außengeländes eingestellt. Ein auf dem Gelände aufgestelltes Schild informiert die Kundschaft über den angeblichen Hintergrund: „Aufgrund behördlicher Entscheidungen“ könnten die Sammelcontainer nicht mehr aufgestellt werden.
„Eine gezielte Fehlinformation“, stellt Thomas Ruschin, Bezirksstadtrat für Bürgerdienste und Ordnungsangelegenheiten, klar. „Eine solche Entscheidung hat es zu keinem Zeitpunkt gegeben.“ Richtig sei, dass aufgrund eines jahrelangen Nachbartschaftsstrei-tes mit gegenüber des Marktes wohnhaften Anliegern der Fachbereich Umwelt des Ordnungsamt mehrfach Überprüfungen der Sauberkeit des Geländes vor Ort durchführen musste und zweimal, im Juni 2007 und im Juni 2009, die Marktleitung schriftlich informiert hat, dass hinsichtlich des Gelber-Punkt-Mülls, der von rücksichtslosen Mitmenschen leider immer wieder außerhalb der Container abgeworfen wurde, auf ausreichenden Abtransport des Abfalls Sorge getragen werden müsse. Lediglich für den Fall, dass keine Möglichkeit bestünde, die Sauberkeit des Platzes zu gewährleisten, so der Hinweis des Ordnungsamtes, bliebe dann in letzter Konsequenz nur die Standortschließung. Im Juli 2009 teilte Kaisers daraufhin mit, die tägliche – und für Kaisers kostenlose – Abfuhr durch den Entsorger Alba von Montag bis Samstag sei nunmehr sichergestellt.
„Überrascht mussten wir nach Wiedereröffnung des Marktes im November feststellen, dass die Sammelbehälter trotz dieser Zusage nicht wieder aufgestellt wurden. Stattdessen fanden wir die Tafel mit der unrichtigen Behauptung vor“, äußert sich Thomas Ruschin verärgert. „Vermutlich war die Firmenleitung die ewigen Querelen mit der beschwerdeführenden Familie und die Verschmutzung des Parkplatzes durch uneinsichtige Bürger leid und versucht nun auf diesem Wege den Nachfragen der enttäuschten Kunden auszuweichen.“ Mehrere Gespräche zwischen Bezirksamt und Kaisers mit dem Ziel, das Schild mit der unkorrekten Schuldzuweisung entfernen zu lassen und wenigstens wieder die Altpapier- und Altglas-Container aufzustellen, blieben erfolglos. „Wir haben ein hohes Interesse an diesem Angebot“, betont Ruschin, „leider fanden wir bei Kaisers kein Entgegenkommen.“

Thomas Ruschin
Bezirksstadtrat für
Bürgerdienste und
Ordnungsangelegenheiten
Tel. 90294-2240/Fax:90294-516