Das Private ist betrieblich II - Unternehmen sagen NEIN zu Häuslicher Gewalt am 23.11.2009 um 9:30 Uhr in der Auferstehungskirche, Pufendorfstr. 11, 10249 Berlin

Pressemitteilung vom 20.11.2009

„Die Leute vergessen ihre privaten Probleme nicht am Werkstor.“
Die häufigste Form von Gewalt erleben Frauen noch immer in ihrem Zuhause durch den eigenen Partner oder den Ehemann. Die Folgen dieser Gewalt sind für die Betroffenen gravierend und auch im Arbeitsleben für die Unternehmen spürbar z.B. in Form von Arbeitsausfällen der Arbeitnehmerinnen oder auch Drohanrufen bis hin tätlichen Übergriffen seitens des Täters.
Das Konzept der Workplace Policy ermöglicht es Unternehmen und Institutionen, Verantwortung zu übernehmen. Sie werden ihrer Fürsorgepflicht gegenüber Arbeitnehmerinnen gerecht und tragen so zu ihrem gesundheitlichen Schutz und der Vermeidung von Häuslicher Gewalt bei. Dadurch wird gleichzeitig hohen wirtschaftlichen Kosten entgegengewirkt.

Nach erfolgreicher Vorstellung des innovativen Konzeptes auf der 1. Fachtagung steht es auch auf der diesjährigen Veranstaltung wieder im Mittelpunkt. Ziel ist es, Erfahrungen bereits beteiligter Unternehmen und Institutionen weiterzugeben, um so die Etablierung der Workplace Policy in Deutschland weiterhin effizient voranzubringen. Im Rahmen von vier Workshops werden deshalb erste Erfahrungsberichte über die Umsetzung der Workplace Policy von Berliner Unternehmen und Verwaltungen präsentiert, über arbeitsrechtliche Aspekte informiert und alle wichtigen Informationen für einen „Neueinstieg“ angeboten. Mitarbeiterinnen von Antigewaltprojekten werden abschließend das Berliner Beratungs- und Hilfesystem vorstellen.

Berliner Unternehmen setzen ein Zeichen anlässlich des Internationalen Aktionstages
„Nein zu Gewalt an Frauen“.
Die Fachtagung wird mit einer Pressekonferenz durch den Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Harald Wolf, eröffnet. Unternehmen, wie z.B. Kaiser´s Tengelmann, Berliner Stadtreinigung und Berliner Fenster u.a. präsentieren hier ihre diesjährigen Werbeträger der Kampagnen „Für ein Zuhause ohne Gewalt“ und „Gewalt kommt nicht in die Tüte“. Durch ihr Engagement wird verstärkt auf das Problem der Häuslichen Gewalt aufmerksam gemacht und zur Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger beigetragen.

Die Initiatorinnen der Fachtagung und der Öffentlichkeitskampagne sind die Landesarbeitsgemeinschaft der bezirklichen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen, die Hotline der Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen und TERRE DES FEMMES e.V.

Weitere Informationen finden Sie unter www.big-hotline.de Pressekontakt: Serap Altinisik

TERRE DES FEMMES e.V.,
Referat „Häusliche Gewalt“
Tel: 030/40504699-1, Fax: -9
e-Mail: gewaltschutz@frauenrechte.de