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Fluchtziel Reinickendorf

Pressemitteilung vom 26.06.2009

Am Freitag, dem 3.Juli 2008 um 18.00 Uhr eröffnet die Bezirksstadträtin für Schule, Bildung und Kultur, Katrin Schultze-Berndt (CDU) die Jahresausstellung des Heimatmuseums in Alt Hermsdorf. Unter dem Titel Fluchtziel: Berlin-Reinickendorf befasst sich die Ausstellung zum zwanzigsten Jahrestag des Mauerfalls mit den Auswirkungen, die die Geschichte der Teilung Berlins in der Zeit des Kalten Krieges auf den Bezirk Reinickendorf hatte. Zu sehen ist sie bis 31. Januar 2010 montags von 9.00 bis 13.30 Uhr, dienstags – freitags und sonntags von 9.00 bis 16.00 Uhr.
In der Nacht zum 13. August 1961 errichteten DDR-Grenzpolizisten und Mitglieder der Kampfgruppen der Arbeiterklasse die Berliner Mauer. Fortan versperrte über 28 Jahre ein ständig perfektioniertes Grenzsystem die Wege von und nach Berlin. Auch im Berliner Norden trennte die Mauer Familien, Freunde, Arbeitskollegen und Nachbarn. Immer wieder versuchten Menschen, über die DDR-Grenzanlagen in den Bezirk Reinickendorf zu gelangen. Zahlreiche Fluchtversuche waren erfolgreich, viele scheiterten, manche endeten tödlich.
Das Heimatmuseum Reinickendorf widmet sich in seiner Ausstellung anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls drei Schwerpunkten:

Ein allgemeiner Teil stellt den historischen Kontext zum Bau der Mauer her. Der zweite Teil der Ausstellung beleuchtet die fünf Fluchttunnel zwischen Reinickendorf und Pankow bzw. dem angrenzenden brandenburgischen Umland, durch die ca. 80 Menschen die Flucht in die Freiheit gelang. Der dritte Schwerpunkt bezieht sich auf die Biografien der Menschen, die an der Mauer ums Leben kamen.

„Insbesondere über die große Beteiligung von Reinickendorfer Schülerinnen und Schülern an der kreativen Auseinandersetzung mit der jüngsten Vergangenheit freue ich mich sehr“, erklärt Stadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU). In der Ausstellung werden neben authentischem Material wie Fotos, Dokumenten und Objekten auch die Arbeiten von Schülern der Carl-Benz-Oberschule, der Friedrich-Engels-Oberschule, der Katholischen Schule Salvator, der Kolumbus-Grundschule und der Thomas-Mann-Oberschule präsentiert, die im Rahmen des Projekts Fall: Mauer in Reinickendorf – ungelöst in Zusammenarbeit mit den Künstlern Kurt Buchwald, Marina Landia und Sibylle Zeh entstanden sind.

Führungen durch die Ausstellung finden nach Voranmeldung unter der Rufnummer 030 – 404 40 62 statt. Unter der gleichen Nummer kann man sich für die Mauerspaziergänge anmelden die bis zum 15. Juli an den Wochentagen stattfinden. Geleitet werden die Spaziergänge von Sabine Hillebrecht, Themen sind unter anderem die Aspekte „Grenzanlagen“ und „Flucht“, der Preis beträgt 1,00 e pro Person. Die Termine für weitere Führungen, Vorträge, Spaziergänge, Fahrradtouren und Lesungen finden sich im Internet unter www.heimatmuseum-reinickendorf.de zu finden sind. Übrigens erscheint anlässlich der Ausstellung eine 80seitige Publikation mit ca. 50 Abbildungen, die im Heimamtmuseum erhältlich ist.

(Weitere Informationen erhalten Sie über das Heimatmuseum Reinickendorf unter
Tel.: 404 40 62, email: info@heimatmuseum-reinickendorf.de oder
www.heimatmuseum-reinickendorf.de)