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Projekte der Partnerschaft in Pankow Süd 2018

13.11.2018

Folgende Projekte werden 2018 umgesetzt:

    • Alltagsheldinnen gegen Rassismus sichtbar machen – Wie erreichen wir mit unserem Engagement und unserern Ideen mehr die Nachbarschaft?

    Das gemeinsame Dach: Freiwillige und hauptamtlich tätige Menschen, die mit Geflüchteten und Nachbarschaft arbeiten, haben sich in diesem Projekt zusammengefunden um gemeinsam gegen Alltagsrassismus aktiv zu werden und ihr Engagement auch sichtbar werden zu lassen. Aus dem gemeinsamen Beratungsprozess ergab sich die Einschätzung, dass zum einen Angebote für Nachbarschaft und Geflüchtete an bereits existierenden Orten der Begegnung (Begegnungsort des UK Strassburger Str. und Freizeithaus Weißensee) stattfinden sollten, zum anderen aber auch Aktivitäten raus auf die Straße getragen werden sollten.
    Daraus ergeben sich folglich zwei Projekte:

    a) Angebote an Orten – die Angebote werden gemeinsam von Beheimateten und Geflüchteten gestaltet. Es werden Nachbar*innen eingeladen mitzugestalten. Die Ergebnisse werden dann allen präsentiert, gemeinsam erlebt: Folgende Veranstaltungsformate werden über das Jahr verteilt regelmäßig angeboten: „Filmclub International“, „Musikaustausch“ sowie vier Veranstaltungen zum Thema „Stereotype & Klischees“. Ziel dieser Veranstaltungen ist ein Austausch zwischen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung im Sozialraum.

    b) Politisch wirksam werden mit ungewöhnlichen Formaten nach Außen, um dadurch Rassismus entgegenzuwirken und aufzuklären. Bei diesem Projekt soll in Aktion geschritten werden. So ist ein Flashmob geplant und es werden Bierdeckel produziert, die sich gegen Ausgrenzung und Rassismus positionieren. Hintergrund des Flashmobs ist, dass Negativnachrichten sich auf die kognitive Seite des Gehirns bei Menschen auswirken und Ängste auslösen und falsche Wertungen zulassen. Mit dieser Aktion soll vor Augen geführt werden, wie Nachrichten wirken. Es wird eine spezifische Zeitung produziert, in der positive Nachrichten wirken sollen.

    Kontakt: kontakt@strassburger.berlin

    Träger: Unterstützungskreis Strassburger Straße, Freizeithaus e.V., Verein Syrienhilfe

    Kooperationspartner: Verein Syrienhilfe, Gemeinschaftsunterkunft Strassburger Straße, Bühringstraße

    Förderung: 11.000€

    • Vorurteile abbauen durch Kontakt und Empathie: Eine Kooperation der
      Begegnungsprojekte im Prenzlauer Berg

    Das gemeinsame Dach: Die Begegnungsprojekte im Prenzlauer Berg bestehen bereits seit geraumer Zeit (FreiRaum über 2 Jahre, Meet ‘n Eat fast 2 Jahre, KulturMarktHalle Begegnungscafé ist im Aufbau) und haben in dieser Zeit viele Erfahrungen gesammelt, wie interkulturelle Begegnungen offen und positiv verlaufen können. Diese Arbeit wird auch in 2018 fortgeführt. Ziel ist es, Vorurteile abzubauen und Diskriminierungen, besonders rassistischer Art, entgegenzuwirken. Des Weiteren ist es ein zentrales Anliegen, die bereits entstandenen Communities miteinander zu verbinden, um den weiteren Austausch untereinander zu fördern und die gewachsenen Netzwerke zu erweitern. Hierfür ist für 2018 ein gemeinsames Sommerfest geplant. Ferner wollen alle drei beteiligten Projekte sich besser aufeinander beziehen und sich gemeinsam mit ihren Besucher*innen gegenseitig besuchen. Dadurch erhoffen sich die beteiligten Akteure auch eine gesteigerte Sichtbarkeit, so dass noch mehr Nachbar*innen die Möglichkeit nutzen können, sich in den Projekten zu engagieren und sich für ihre Nachbarschaft einzusetzen.

    a. Begegnungscafé FreiRaum: Regelmäßig finden hier offene Angebote für Menschen mit und ohne Fluchterfahrungen statt.

    b. Kulturmarkthalle: Gemeinsam mit dem Begegnungsevent Meet n Eat werden öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen stattfinden, um die Idee der aktiven Beteiligung von Geflüchteten am öffentlichen und ökonomischen Leben deutlich zu machen und darüber Vorurteile abzubauen.

    Kontakt: mehralswillkommen@pfefferwerk.de

    Träger: FreiRaum, KulturMarktHalle

    Kooperationspartner: Meet ‘n Eat, GU Strassburger Straße, Nachbarschaftshaus am Teutoburger Platz

    Förderung: 16.700€

    • Empowerment und Skillsharing von, mit und für geflüchtete Frauen

    Das gemeinsame Dach: Der Unterstützungskreis der GU Strassburger Straße, Ladies Meet und LadiesMeetDancing haben sich zusammengeschlossen, weil sie in der (freiwilligen) Arbeit mit und für geflüchtete Frauen in den letzten Monaten sehr ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Alle drei Initiativen haben Kontakte mit Frauen mit Fluchterfahrungen aufbauen können, haben Vertrauen gewonnen und die Frauen gemeinschaftlich organisiert. Jetzt möchten sie, dass die in den Projekten beteiligten Frauen noch mehr selber aktiv werden und Aktivitäten
    stärker selber organisieren. Außerdem möchten die Initiativen mehr miteinander machen und die jeweils eingebundenen geflüchteten Frauen miteinander in Kontakt bringen. Die beteiligten Akteure erhoffen sich einen Mehrwert für die Teilnehmerinnen des Projektes, denn durch gemeinsame
    Veranstaltungen können die Frauen sowohl ihr Netzwerk erweitern als auch gemeinsam neue Dinge lernen und ihre Fähigkeiten mit anderen Frauen teilen. Gemeinsam wollen die beteiligten Projekte ein großes Vernetzungstreffen im Sommer organisieren.
    Folgende Einzelprojekte gibt es:

    a) Ladies Meet: Das Fundament für Integration, Empowerment und mündige Teilhabe ist Vertrauen. Mit Ladies Meet soll ein regelmäßig stattfindender Raum geöffnet nur für Frauen geöffnet werden. Frauen mit unterschiedlichem Hintergrund und mit verschiedenen Religionen – mit und ohne Migrationshintergrund – werden zusammen kochen und tanzen und begegnen sich auf Augenhöhe und unterstützen sich gegenseitig. Als inhaltliche Unterfütterung sind Themenveranstaltungen rund um die Themen Frauenund Kinderrechte wie aber auch berufliche (Weiter-)Bildung in Deutschland Familie und Gesundheit geplant.

    b) Ladies Meet Dance: Ein Tanzprojekt, in dem sich geflüchtete Frauen/Mädchen und Nachbarinnen über Bewegung begegnen. Wöchentlich kommen geflüchtete Frauen/Mädchen zusammen um gemeinsam zu tanzen, sich gegenseitig Schrittmaterial zu zeigen und kulturelle Hintergründe vorzustellen. Dabei soll das positive Körpererlebnis und Empowerment der Geflüchteten im Vordergrund stehen. Geplant sind weiterhin gemeinsame Tanztreffs am Wochenende im Wechsel mit dem Ladies Meet. Die geflüchteten Frauen gestalten aktiv mit, haben Raum sich mit anderen Frauen auszutauschen und Deutsch zu sprechen.

    c) UK Strassburger Straße: Wir haben erfolgreich eine solidarische Gruppe zusammengesetzt aus Frauen* verschiedenen Alters, Herkunft und Lebenssituationen aufgebaut und im geschützten physischen wie virtuellen Raum dieser Gruppe und mit Hilfe der deutschen Sprache als gemeinsame Kommunikationsgrundlage den deutschen Alltag erkundet. Im kommenden Jahr möchten wir das so entstandene neue Selbstbewusstsein und Vertrauen
    nutzen, um den Wunsch nach mehr Selbstständigkeit in die Praxis umzusetzen. Dabei sollen Expertinnen für das initiale Skillbuilding herangezogen werden, teilweise soll durch das Teilen von Fähigkeiten und Wissen Potential freigesetzt werden. Weiterhin ist die Ausbildung von geflüchteten Frauen zu Expertinnen für Alltagsbewältigung in verschiedenen Bereichen geplant. Ziele sind: Befähigung zur Selbsthilfe und Selbstständigkeit/ Freiheiten und Chancen wahrnehmen und nutzen/ Die Unterscheidung in Unterstützer*innen und Geflüchtete, Hilfesuchende und Helfende soll weiter aufgebrochen werden.

    Kontakt: mail@xochicuicatl.de

    Träger: Xochicuicatl e.V., Ladies Meet Dance, Uk Strassburger Str.

    Kooperationspartner: Meet‘n Eat Pankow, GU Strassburger, GU Treskowstraße, GU Storkower Str., Nachbarschaftshaus am Teutoburger Platz

    Förderung: 17.000€