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Projekte der Partnerschaft in Pankow Süd 2017

Pankow ist Europa
Bild: BA Pankow

Folgende Projekte wurden 2017 umgesetzt:

  • “Exkursionen durch den Alltag” – Deutsch erleben als Schlüssel zu Alltag und Kultur

    Viele Vorgänge und soziale Interaktionen sind in Berlin anders, als sie in Aleppo, Damaskus, Kabul, Kunduz oder Kirkuk. Viele Geflüchtete äußern ihre Unsicherheit im Umgang mit bestimmten Situationen. „Was ist „normal“, was wird toleriert? Darf man dies oder das als Frau überhaupt tun…? Aus diesem Grund hat der Unterstützungskreis Straßburger Straße gemeinsam mit Geflüchteten aus der GU Straßburger Straße ein Konzept entwickelt, das helfen soll, diese Unsicherheiten abzubauen. Ein Ziel ist das „Empowerment durch aktives Erleben“. Das Projekt baut auf Erfahrungen gemeinsam erlebter „Exkursionen“ auf, wie beispielsweise gemeinsames Einkaufengehen, einen Besuch des Reichstages, von Museen und die Fahrt an die Ostsee. Diese gemeinsamen Erlebnisse öffnen Türen. Die Exkursionen bauen Ängste ab durch gemeinsames Erleben von neuen Situationen. Jede Exkursion führt zu mehr Sicherheit, mehr Wissen; die Erfahrung der gemeinsamen Unternehmung macht Mut, neue Herausforderungen anzugehen und diese zu artikulieren.

    Kontakt: Unterstützungskreis Strassburger Straße
    Kooperationspartner: Gemeinschaftsunterkunft Strassburger Straße

    Förderung: 4.500 €

  • ** MigrArte – Migration und Integration durch Kunst

    MigrArte ist ein künstlerisches Projekt von Frauen* mit Migrationserfahrung für Geflüchtete Frauen*. MigrArte arbeitet in einem internationalen Team mit Mitarbeiter*innen aus Perú, Griechenland, Mexico, Rumänien, dem Irak, der Türkei und dem Libanon. Darunter befinden sich Künstler*innen, Kinderbetreuer*innen, Übersetzer*innen und Assistent*innen. Das Projekt verfolgt das Ziel, Frauen* aus transkulturellen Zusammenhängen zusammen zu bringen und gemeinsam durch die Kunst neue Dimensionen von Freundschaften und Kameradschaft zu schaffen und zusammen eine Strecke des Ankommens zu gehen. Die Projekt-Beteiligten teilen miteinander Zeit, Geschichte und Migrationserfahrung. Das Projekt gibt diesen Frauen* die Möglichkeit eines ersten Sozialkontakts mit anderen Frauen* und ihren Geschichten. Alle Beteiligten sind Migrant*innen, „Ausländer*innen“ aus der Perspektive der „anderen“. Alle mussten die Sprache, die Institutionen und die Kultur kennenlernen – Was gibt es besseres als geteilte Erfahrung, damit auch die Neuberliner*innen Mut finden, in diesem neuen Umfeld leben zu können?

    Kontakt: Frauenkreise / Lila Offensive e.V.
    Kooperationspartner: Mamis en Movimiento

    Förderung: 6.000 €

  • ** Ladies Meet

    Das Fundament für Integration, Empowerment und mündige Teilhabe ist Vertrauen. Mit Ladies Meet soll ein regelmäßig stattfindender Raum geöffnet nur für Frauen geöffnet werden. Frauen mit unterschiedlichem Hintergrund und mit verschiedenen Religionen – mit und ohne Migrationshintergrund – werden zusammen kochen und tanzen und begegnen sich auf Augenhöhe und unterstützen sich gegenseitig. Als inhaltliche Unterfütterung sind Themenveranstaltungen rund um die Themen Frauen- und Kinderrechte wie aber auch berufliche (Weiter-)Bildung in Deutschland Familie und Gesundheit geplant.

    Kontakt: Xochicuicatl e.V.
    Kooperationspartner: Meet‘n Eat Pankow

    Förderung: 3.400 €

  • ** Dialogforum von und mit geflüchteten Frauen

    Die Belange speziell weiblicher Geflüchteter sind noch recht unsichtbar. Ihre Gründe, ihr Land zu verlassen und ihre Möglichkeiten der Flucht blieben weitestgehend im Verborgenen. Das wollte Total Plural e.V. mit dem Kooperationsprojekt mit Trixiewiz e.V. “Female Refugees SpeakerboXX” ändern. In einem multi-ethnischen Team, bestehend aus Schauspielerinnen, Übersetzerinnen, Sozialpädagoginnen und Soziologinnen, wurde im Juli 2016 begonnen, Berliner* zu weiblichen Fluchtursachen via Straßeninterviews zu befragen. Ab September wurden Frauen in einer Weißenseer Unterkunft besucht und eine Gruppe aufgebaut, damit die geflüchteten Frauen für sich selbst und ihre Belange sprechen können und eine gewisse Isolation überwinden. Es wollten genderspezifische Fluchtursachen ausfindig und für eine interessierte Öffentlichkeit sichtbar und zugänglich gemacht werden. Am 26.3.2017 von 15.00 bis 18.00 Uhr fand durch die Unterstützung des PfD-Aktionsfonds ein Dialog-Forum statt, bei dem Frauen selbst zu Wort kommen.

    Kontakt: Total Plural e.V.
    Kooperationspartner: Trixiewiz e.V.

    Förderung: 2.100 €

  • ** Nachbarschaftsprojekte im Mensch Meier

    Im Konzert- und Party-Club Mensch Meier, der in unmittelbarer Nähe zu verschiedenen Prenzlauer Berger Gemeinschafts- und Notunterkünften liegt, soll ein Ort der Begegnung etabliert werden. Besonders jungen Geflüchteten soll dieser Ort als Anlaufpunkt für Freundschaften, Musik-Kooperationen und Projekte dienen. Film, Theater, Kunst gehören zum Angebot, um den Austausch lebendig zu gestalten.

    Kontakt: Kulturpumpe e.V.
    Kooperationspartner: Gemeinschaftsunterkünfte Storkower Str.

    Förderung: 2.200 €

  • ** Meet‘n Eat Sparks

    Menschen verschiedener Herkunft kochen internationale Speisen für ca. 50-80 Personen, hierbei wird interkulturelle Kommunikation – auch über Sprachbarrieren hinweg – einfach gemacht. Die gemeinsame Arbeit jedoch beginnt schon im Vorfeld der eigentlichen Veranstaltung: das Planen der Speisen (Zutaten, Mengen, Budget) ist der erste Schritt. Die Einkäufe werden getätigt, die Räume werden gemeinsam dekoriert und die Snackbar wird für die eintreffenden Gäste vorbereitet und während des Events betreut. Hierbei arbeiten Menschen mit und ohne Fluchterfahrung eng zusammen, jede*r kann eigene Rezepte, Fähigkeiten und Erfahrung einbringen und so einen wertvollen Beitrag zur gelungenen Veranstaltung leisten. Jede*r ist Gast und zugleich Gastgeber*in.
    Ziel des Projektes Meet ‘n Eat Sparks ist es, eben dieses zusätzliche Angebot aktiver zu gestalten und regelmäßig besondere Events – die Meet ‘n Eat Sparks – zu veranstalten.
    Das Ungleichgewicht, welches häufig entsteht, weil Neuankömmlinge in einer neuen Umgebung zunächst einmal scheinbar weniger wissen als Alteingesessene, soll abgebaut werden, indem die Referent*innen die Möglichkeit bekommen ihre mitgebrachten Fähigkeiten und Interessen zu präsentieren. Inhalt und Format des Sparks wird von den Referent*innen selbst gewählt, bei der Planung, Konzeption und Umsetzung erhalten sie Unterstützung in Form von Beratung, ggf. benötigtem Veranstaltungsmaterial und einer Aufwandsentschädigung.

    Kontakt: Meet n Eat
    Kooperationspartner: Immanuel Gemeinde Prenzlauer Berg

    Förderung: 2.000 €

  • ** Pop Up Events und gemeinschaftliche Renovierung der KulturMarktHalle-Berlin

    In einer gemeinsamen Initiative von Geflüchteten und Pankower Bürgern soll eine ehemalige Kaufhalle, bzw. leerstehende Gebäudeflächen in der Nähe der Storkower Str., zu einem kulturellen Veranstaltungs- und Begegnungsort, einem Markt mit typischen Lebensmitteln aus den Herkunftsländern der Geflüchteten sowie zu einer offenen Küche ausgebaut werden. Perspektivisch soll diese zu einem ein selbstverwalteten Restaurant mit Speisen aus verschiedenen Regionen der Welt weiterentwickelt werden. Mit der Kulturmarkthalle wird Kunst und Kultur mit Essen und Begegnung verbunden, um Geflüchteten die Möglichkeit zu geben, ihre Fähigkeiten sinnvoll einzusetzen und weiterzuentwickeln, und eine eigene Existenz aufzubauen.
    Einkaufen, Essen, dabei vielleicht Musik lauschen oder einem Tanz zusehen sind niederschwellige Möglichkeiten, einer anderen Kultur zu begegnen und mit dieser in Austausch zu treten. Das gilt sowohl für langjährige oder hier geborene Bewohner Pankows, als auch für die kulturell keineswegs uniformen Geflüchteten mit ihren diversen Hintergründen.
    Bevor die KulturMarktHalle eröffnet werden kann, muss die ehemalige Kaufhalle gemeinsam mit den Anwohner*innen renoviert werden und mit öffentlichen Projekten für die Idee geworben werden.

    Kontakt: Kulturmarkthalle e.V. (i.G.) c/o Ludger Lemper
    Kooperationspartner: Gemeinschaftsunterkünfte Storkower Str.

    Förderung: 2.500 €

  • ** Begegnungscafé im Freizeithaus Weißensee

    Begegnung, Austausch und Kennenlernen – das sind die Ziele dieses Orts des Austauschs im Freizeithaus Weißensee. Ein offenes und niedrigschwelliges Angebot für Geflüchtete und Nachbarschaft fehlt im Herzen Weißensees, obwohl in naher Umgebung drei Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete liegen. Auch die Ressentiments gegenüber Geflüchteten in der Nachbarschaft sind groß. Umso wichtiger ist es, die Gelegenheit zu bieten, sich kennenzulernen und sich zu begegnen, auch um Vorurteile abzubauen.
    Ziel ist es auch, ein festes ehrenamtliches Café-Team aufzubauen, das sich sowohl aus alteingesessenen Weißenseer*innen als auch aus neu zugezogenen Berliner*innen besteht.

    Kontakt: Frei-Zeit-Haus e.V.
    Kooperationspartner: Gemeinschaftsunterkünfte Rennbahnstr., Bühringstr. und Falkenberger Str.

    Förderung: 1.800 €

  • ** Partizipative Weiterentwicklung der Begegnungsangebote bei FreiRaum

    FreiRaum ist ein Begegnungsort für Nachbarschaft mit und ohne Fluchterfahrungen. Mit partizipativen Methoden werden die Bedarfe, Wünsche und Ideen der bisherigen Teilnehmenden, darunter viele Geflüchtete aus Gemeinschaftsunterkünften, abgefragt und ausgewertet. Ziel ist es bedarfsorientierte Angebote zu entwickeln und diese mit den Geflüchteten gemeinsam zu gestalten.

    Kontakt: Gemeinschaftswerk Berlin-Brandenburg e.V.
    Kooperationspartner: GU Treskowstr. und Ökumenischer Arbeitskreis Prenzlauer Berg

    Förderung: 1.800 €

  • ** „Gefühlte Heimat – heimatliche Gefühle – oder was?

    Die Idee für “gefühlte Heimat – heimatliche Gefühl- oder was?” kommt aus der Netzwerkrunde für Unbegleitete Minderjährige Geflüchtete und wird gemeinsam mit dem Jugendamt Pankow durchgeführt. Ziel ist es einen Austausch zwischen Minderjährigen Geflüchteten und jungen Pankower*innen, die schon länger hier leben, zu initiieren und Fragen zu diskutieren wie beispielsweise „Welche Rechte habe ich hier, die ich z.B. in meinem Heimatland nicht habe oder kenne? Was würde ich vermissen, wenn ich Deutschland nächste Woche verlassen müsste? Was würde ich mit in meine (alte) Heimat nehmen wenn ich zurückkehre?“. In den Veranstaltungen sollen in fünf Workshops kreativ mit Methoden des Theaters, der Musik, des Graffities, mit Gedichten usw. gearbeitet werden. Die Ergebnisse werden der Verwaltung und der Politik des Bezirkes sowie in Vorbereitung auf die Bundestagswahl für Pankower Kandidat*innen zum Bundestag zusammengefasst und präsentiert. Folgeveranstaltungen bzw. Projekte oder Prozesse der jungen Menschen selbst sind ausdrücklich erwünscht und werden stark gefördert.
    Es ist beabsichtigt die Ergebnisse in die Vorbereitungen zu U 18 Pankow einfließen zu lassen.

    Kontakt: Stützrad gGmbH
    Kooperationspartner: Jugendamt Pankow, Casablanca gGmbH

    Förderung: 5.000 €

  • ** Cultural Forum for the arts – Kulturwoche Syrien

    Junge Kulturaktivist*innen aus Syrien treffen auf junge Berliner*innen und tauschen sich über Film, Medien und Kunst aus. In Inputs werden zunächst syrische Künste vorgestellt und dann diskutiert und zu den Ansätzen in Berlin in Beziehung gesetzt. Organisiert wird die Veranstaltung von jungen Syrer*innen und anderen kunst- und kulturinteressierten Menschen.

    Kontakt: Eed Be Eed e.V.
    Kooperationspartner: Nachbarschaftshaus am Teutoburger Platz, Kulturmarkthalle e.V. in Gründung

    Förderung: 2.400 €

  • ** Frauenrat in der Gemeinschaftsunterkunft Treskowstr.

    Unter den 540 Menschen, die in der GU Treskowstr. Wohnen, liegt der Anteil der weiblichen Bewohner*innen bei ca. 60 Prozent. Darunter sind Schwangere, Alleinreisende Frauen sowie minderjährige Mädchen. Als Folgeprojekt eines Frauenraumes und eines gewählten Bewohnerbeirates innerhalb einer anderen Notunterkunft des Bezirks Pankow gründeten die Bewohnerinnen der Treskowstr. einen Frauenrat. Die Partnerschaften für Demokratie unterstützen dieses Gremium durch das Bereitstellen von Geldern für Sprachmittlung. Ziel des Frauenrats ist es eine Kommunikationsstruktur unter den Frauen aufzubauen und Bedarfe und Wünsche an den Bezirk und an die Betreibenden der Unterkunft zu kommunizieren.

    Kontakt: Zukunftswerkstatt Heinersdorf e.V.
    Kooperationspartner: Bewohnerinnen der Gemeinschaftsunterkunft Treskowstr.

    Förderung: 2.000 €

  • ** Fortbildung für die Vernetzungsrunde „female refugees“

    Die Projektzusammenarbeit mit Geflüchteten wirft immer wieder Fragen auf. Auch unter Projektemacher*innen, Migrantenvereinen und anderen Zusammenschlüssen, die mit geflüchteten Frauen arbeiten, gab es den Bedarf sich thematisch vertiefend miteinander auszutauschen. Aus diesem Grund wurde begleitend zu der Vernetzungsrunde „female refugees“ eine vierteilige Fortbildungsreihe entworfen, die u.a. von Margaux Richet geleitet wird. So werden Fragen nach einer kritischen Reflektion des westeuropäisch geprägten Emanzipationsverständnissen vertieft, Kommunikationsbarrieren besprochen, um diese zu überwinden, Zivilcourage trainiert und zum Thema Macht der Sprache gearbeitet. Diese Fortbildungsangebote richten sich speziell an Mitgestalter*innen der sich monatlich treffenden Vernetzungsrunde „female refugees“.

    Kontakt: Margaux Richet, Interkulturelle Trainerin und Geschichtenerzählerin
    Kooperationspartner: Trixiewiz e.V., [moskito]

    Förderung: 1.800 €

  • ** Kommunikationsplattform für Begegnungsprojekte mit Geflüchteten

    Es wird eine virtuelle Kommunikations- bzw. Informationsplattform aufgebaut, um Akteure aus Begegnungsprojekten darin zu unterstützen sich gegenseitig Informationen auszutauschen. Wenn es wichtige Informationen gibt, die auch andere Begegnungsprojekte in Pankow interessieren könnten, dann können diese virtuell verfügbar gemacht werden.

    Kontakt: Unabhängiges Jugendzentrum Pankow (JUP) e.V.
    Kooperationspartner:

    Förderung: 600 €

Projekte der Partnerschaft in Pankow Süd 2016

Welche Themen bestimmen die Arbeit 2016? Welche Projekte werden umgesetzt? Wer ist beteiligt? Hier erfahren Sie mehr über die Ausrichtung der Partnerschaft Pankow Süd und die konkrete Arbeit vor Ort. Interessieren Sie sich für eines der Projekte, dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf! Weitere Informationen

Projekte der Partnerschaft in Pankow Süd 2015

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