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Projekte der Partnerschaft in Pankow Nord 2017

Was uns bewegt
Projekt "Was uns bewegt"
Bild: Agata Koch

Folgende Projekte wurden 2017 umgesetzt:

    • Café ohne Grenzen – Begegnung auf Augenhöhe im Kiez und darüber hinaus

    Das Café ohne Grenzen (CoG) war eines der ersten Begegnungscafé im Bezirk Pankow. Es ist eine feste Institution geworden, mit regelmäßigem Angebot seit über zwei Jahren, und das einzige nahe liegende Angebot für die Unterkunft in der Mühlenstraße. Besonders berühmt war das CoG für seine sehr gute anwaltliche Rechtsberatung. Die Rechtsberatung wird von Besucher/innen rege in Anspruch genommen und trägt erheblich zur Attraktivität des Cafés auch über die Bewohnerschaft der GU Mühlenstraße hinaus bei. Der Fortlauf soll auch im Kalenderjahr 2017 gewährleistet werden.

    Kontakt: Unabhängiges Jugendzentrum Pankow JUP e.V.
    info@jup-ev.org
    Kooperationspartner: Unterstützungskreis Mühlenstraße, Gruppe Künstler*innen

    Förderung: 900 €

  • ** Begegnungs- und Willkommenscafé Berlin-Buch

    Im Pankower Norden, dem Ortsteil Berlin-Buch, finden demnächst ca. 1.500 Geflüchtete ihr neues Zuhause. Vor Ort gibt es zwar nachbarschaftliche Einrichtungen, aber keinen öffentlichen Ort, der offen ist für die niedrigschwellige Begegnung zwischen den Zugezogenen und den Einheimischen. Berlin-Buch zeigt Merkmale wie soziale Armut, hohe Wahlergebnisse für AfD und vorhandene Neonazi-Cliquen auf. Die NPD Pankow KV8 konnte in der Vergangenheit immer wieder vor Ort gegen Geflüchtete mobilisieren. Ziel ist es die Projektentwicklung voranzutreiben: Die Projektidee muss konzipiert und im Sozialraum verankert und beworben werden, u.a. um mindestens einen gleichberechtigte zusätzlichen Kooperationspartner*in sowie einen geeigneten Raum und weitere Unterstützer*innen des Projekts zu finden.

    Kontakt: Sozialkultur e.V. (i.G.)
    Kooperationspartner: AWO-Refugium Buch, Karuna e.V.

    Förderung: 2.000 €

    • Café International Karow

    Das Projekt möchte für Geflüchtete aus der lokalen Gemeinschaftsunterkunft in der Siverstorpstraße und aus umliegenden Wohnungen einen geschützten Raum in dem Ortsteil bieten, der durch hohe Zustimmung für asylfeindliche und rassistische Positionen bei den letzten Berliner Wahlen zum Abgeordnetenhaus gekennzeichnet ist. Mit dem Veranstaltungsort, der Stadtmission Karow, ist gleichzeitig gewährleistet, dass einheimische Bevölkerung für gemeinsame Begegnung gewonnen werden kann. Als Programm sind neben gemeinsamer Zubereitung von Speisen auch Fortbildungen und Vorträge geplant. Es soll gemeinsam gebacken und gekocht werden um somit in einen Austausch zu kommen.

    Kontakt: Albatros gGmbH
    Kooperationspartner: Karower Gemeinde der Stadtmission, EJF, Unterstützungskreis „Karow”

    Förderung: 600 €

  • ** Wanderausstellung „Was uns bewegt“ als Begegnungsort & Jahreskalender 2018

    Das Sprachcafé Polnisch ist ein Begegnungscafé, das mit und von Migrant*innen organisiert wird. Die Veranstaltungen werden sehr gut von verschiedenen Menschen besucht, nicht nur von der großen polnischen Community in Pankow. Im vergangenen Jahr wurde die Entwicklung einer Wanderausstellung eines internationalen Künstler*innenteams vorangetrieben. Die Ausstellung wandert dieses Jahr weiter. Auf kulturellen Veranstaltungen, die die Wanderausstellung begleiten und die von mehreren Künstler*innen gemeinsam vorbereitet werden, soll Raum für interkulturellen Dialog und somit Brücken in der Gesellschaft geschaffen werden.
    Der Jahreskalender soll die Aktivitäten des Sprachcafés Polnisch unter dem Gesichtspunkt der neu entstandenen Verbindungen und des gelungenen Miteinanders im Bezirk dokumentieren. Der Kalender wird von vielen Akteuren, die in den letzten Jahren das SprachCafé als Begegnungsort mitkreiert haben, mitgestaltet: in Form von kurzen Texten, die als Ergebnis von Interviews zusammengeschrieben und veröffentlicht werden.

    Kontakt: SprachCafé Polnisch e.V.
    Kooperationspartner: Frei-Zeit-Haus Weißensee, Apotheke Heinersdorf, Galerie Kunstkreuz

    Förderung: 2.000 €

  • ** Kinderrechte-Filmfestival Pankow

    Im Jahr 2017 sind wieder alle Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, Grundschulen, migrantische Selbstorganisationen und insbesondere auch Unterkünfte für Geflüchtete aufgerufen, sich mit dem Thema Kinderrechte mit Hilfe des Mediums Films auseinanderzusetzen und ihre Projekte/ Produkte beim KRFF Pankow einzureichen. Zur Aktivierung sollen sowohl Multiplikator*innenworkshops für pädagogische Fachkräfte (z.B. Lehrer*innen) und Angebote zur Unterstützung beim Videodreh und/oder der Postproduktion (medienpädagogische Workshops zur filmische Unterweisung und Begleitung) für Kinder und Jugendliche angeboten werden. Allerdings sind diese Unterstützungsangebote begrenzt, denn vorrangiges Ziel ist es das Thema Kinderrechte auf breiter Ebene in allen Freizeit- und Bildungseinrichtungen in Pankow zu verankern und dazu alle engagierten Pädagog*innen zu motivieren, sich ganz selbstverständlich für die Rechte der Kinder in ihrem Handlungsumfeld einzusetzen. Die Multiplikator*innen sollen das Prinzip BYOD (bring your own device) berücksichtigen und Kinder motivieren, ihre eigenen technischen Geräte zum Ausdruck ihrer Meinung zu nutzen. Des Weiteren möchten wir durch eine aktive Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendjury Pankow den beteiligten Kindern eine Möglichkeit zur Umsetzung ihrer Projektideen und ein finanzielles Unterstützungsangebot aufzeigen.

    Kontakt: Mezen
    Kooperationspartner: kijufi – LV Kinder- & Jugendfilm Berlin e.V.,
    Jugendamt Pankow

    Förderung: 5.450 €

  • ** Information für geflüchtete Eltern über die ergänzenden Betreuungsangebote an Grundschulen

    Geflüchtete Eltern bringen unterschiedliche Vorstellungen von Bildung aus ihren jeweiligen Herkunftsländern mit. Mit einer Informationsveranstaltung in Gemeinschaftsunterkünften soll das Bildungssystem verständlich gemacht auch die Rolle und Aufgaben, die Eltern hierbei haben, soll erläutert werden. Ein Baustein hierbei ist der Hort im Grundschulbereich. Aktuell gibt es bisher keine mehrsprachige Information darüber. Für die Übersetzung und den Druck wurden Gelder beantragt.

    Kontakt: Einzelperson
    Kooperationspartner: Unterstützungskreis Mühlenstraße

    Förderung: 750 €

  • ** AG Erinnern und Gedenken in Pankow – Nazis und Widerstand in deiner Nachbarschaft

    Das Projekt initiiert, etabliert und begleitet eine regelmäßige „Arbeitsgruppe Erinnern und Gedenken in Pankow“. In dieser AG sollen Jugendliche und junge Erwachsene in der Altersspanne von 15 bis 21 Jahren (im Folgenden Teilnehmer*innen) methodisch und inhaltlich in der individuellen Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte unterstützt werden. Es wird das Ziel verfolgt, die Teilnehmer*innen für Diskriminierung im Alltag zu sensibilisieren. Hierbei wird bei den Interessen und den Alltagserfahrungen der jungen Menschen angeknüpft und ihr kritisches Geschichtsbewusstsein in Bezug auf die Verbrechen des Nationalsozialismus mittels außerschulischer Bildungsarbeit gefördert. Es soll gemeinsame Schlussfolgerungen für ein gegenwärtiges und zukünftiges demokratisches Handeln gezogen werden. Die Teilnehmer*innen werden in der aktiven Auseinandersetzung mit konkreten Biographien von TäterInnen oder Widerstandskämpfer*innen aus ihrer Nachbarschaft und darüber hinaus von zwei Teamer*innen unterstützt. Zu Beginn der AG werden unterschiedliche Formate der Auseinandersetzung mit den Jugendlichen besprochen – dabei setzen wir selbstverständlich am bereits existierenden Wissen der Teilnehmer*innen an.

    Kontakt: Unabhängiges Jugendzentrum Pankow JUP e.V.
    Kooperationspartner: AK Historisch-politische Bildungsarbeit (HipoBil),
    Carl-von-Ossietzky-Gymnasium, Rosa-Luxemburg Gymnasium Pankow

    Förderung: 3.750 €

  • ** Sprach – Formen ohne Grenzen

    Das Projekt beinhaltet die Erstellung eines Denkmals zur Deutsch-Polnischen Freundschaft unter Beteiligung von Ausstellungen und Lesungen durch den Verein SprachCafe Polnisch e.V. und Steine ohne Grenzen, in Anlehnung an die Idee des in Stolpe (heutiges Polen) geborenen und im deutschen Vernichtungslager Sobibor von den Nationalsozialisten ermordeten Bildhauers , Malers und Verfassers philosophischer Schriften Otto Freundlich. An mehreren aneinander folgenden Wochenenden (alternativ auch zusammenhangende Wochen) wird dazu ein mit Schülern und Bürgern gemeinschaftlich erarbeitetes Denkmal von den Bildhauern Rudolf J. Kaltenbach und Silvia Föhrer angeleitet. Worte und Kommunikation stehen dabei im Mittelpunkt. Das SprachCafe wird Lesungen und weitere Aktivitäten durchfuhren, die sich mit dem Thema Verfolgung und Deutsch-Polnische Geschichte befassen.

    Kontakt: SprachCafé Polnisch e.V.
    Kooperationspartner: Bildhauersymposium „Steine ohne Grenzen“

    Förderung: 5.000 €

  • ** Aktionsfonds zum Thema „Gedenken und Erinnern an die Opfer der Shoa und Überlebenden des Nationalsozialismus“

    Für kleine Projekte wurde ein thematischer Aktionsfond für die Vernetzungsrunde “Gedenken und Erinnern Pankow” errichtet. Hier sollen Mini-Projekte mit geringen Beträgen die Möglichkeit haben, einen kleinen finanziellen Betrag zu bekommen.

    Kontakt: Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH
    Kooperationspartner: Vernetzungsrunde Gedenken und Erinnern Pankow

    Förderung: 5.000 €

  • ** Orientierungshilfe von und mit geflüchteten Menschen

    In 2016 konnte ein Team mit Bewohner*innen aus dem Refugium Buch gebildet werden, die wie geplant aus den verschiedenen Fluchtländern kamen. Das Team wurde zu Lots*innen weitergebildet und konnte somit eigene Landsleute bei Fragen zu Behördengängen, Asylverfahren und anderen rechtlichen oder existenziellen Notwendigkeiten beraten. Das Team der Lots*innen soll auch dieses Jahr weiter arbeiten und weitere Lots*innen finden, ausbilden und sich selber weiterentwickeln.

    Kontakt: Albatros gGmbH
    Kooperationspartner: AWO Refugium Buch, neue Unterkunft in der Wolfgang-Heinz-Straße, Unterkunft in Karow

    Förderung: 4.400 €

  • ** TAHADDI – Stärkung und Vernetzung von geflüchteten Frauen in der Einwanderungsgesellschaft

    Das Projekt zielt auf die Stärkung und Vernetzung von Frauen* aller Altersgruppen mit Flucht- und Migrationshintergrund in ihren in der Regel derzeit prekären Lebenssituationen, sowie einen Austausch und Wissensvermittlung zu Themen wie geschlechtsspezifische Gewalt, Sexualität und Gleichstellung und Frauen*gesundheitsfragen.
    Durch Workshops, (Selbst-)Empowerment und offene Gruppentreffen werden wir:
    • einen Möglichkeitsrahmen schaffen, in dem Vertrauen zwischen den Trainer*innen und den Teilnehmerinnen aufgebaut werden kann.
    • Zugeschnitten auf den konkreten Bedarf der Frauen* erfolgt die Vermittlung von Wissen über Gewaltschutzkonzepte, Frauen*gesundheit, Sexualität, rechtliche Gleichstellung von Frauen* in Deutschland, von Informationen zu entsprechenden Fachstellen, sowie von Handlungsstrategien zur Durchsetzung individueller Rechte.
    • Einen wichtigen Stellenwert nimmt der Austausch zu eigenen Erfahrungen der Frauen* mit den genannten Themen ein, auch mithilfe von gestalterischen Mitteln und Körperarbeit.
    • Es werden gemeinsam Materialien erarbeitet, um das erlernte Wissen auch weiteren Frauen* mit Fluchthintergrund zugänglich zu machen (besonders durch transkulturell und sprachunabhängig verständliche Materialien, u. a. unter Verwendung künstlerischer Formate).
    • Ergänzt wird das Projekt durch Sensibilisierungs-Workshops für Multiplikator*innen in den Unterkünften, um deren Verständnis für die Situation und Bedürfnisse geflüchteter Frauen* zu verbessern.

    Kontakt: Trixiewiz e.V.
    Kooperationspartner: Women in Exile and Friends e.V., International Womens Space Berlin, DaMigra e.V.

    Förderung: 6.300 €

  • ** Alltagsrassismus in Berlin-Buch

    In Berlin-Buch vermehren sich die Berichte von alltagsrassistischen Erfahrungen von Menschen, die als Nicht-Deutsch gelesen werden. Gerade Geflüchtete aus dem AWO-Refugium kommen immer in Situationen, wo ihnen rassistische Begegnungen, jenseits der Strafbarkeitsgrenze, geschehen. Sei es im Einzelhandelskaufhaus oder auf der Straße: immer wieder kommt es zu Erlebnissen, die sie als unangenehm bis feindlich beschreiben. Die Straßensozialarbeit von Gangway e.V. und das AWO-Refugium versuchen sich diesem Phänomen zu nähern. Erste Ideen sind ein Straßentheater oder ähnliches um Bucher Bürger*innen zum couragierten Handeln zu bewegen.

    Kontakt: Gangway e.V.
    Kooperationspartner: noch offen

    Förderung: 400 €

  • ** Frauen schreiben Geschichte – Erfahrungen für die Zukunft nutzen

    Frauenorganisationen beobachten eine verstärkte Legitimierung patriarchaler Machtstrukturen, die sich mit Diskriminierungen aufgrund von Migrationsgeschichte verbinden und gegenseitig verstärken. Es werden jedoch nicht nur in rechtspopulistischen Diskursen stereotype Vorstellungen von beispielsweise nicht-emanzipierten, unterdrückten Frauen aus dem arabischen Raum, die an unsere Vorstellungen von Emanzipation herangeführt werden müssten. Es wird für dringend geboten gesehen, Reflexionsräume zu schaffen, um einen gleichberechtigten Dialog und die Möglichkeit einer Solidarisierung auf Augenhöhe zu ermöglichen. Erst wenn Frauen als selbstbestimmte Menschen mit eigener Stimme wahrgenommen werden, ist echte gesellschaftliche Teilhabe möglich. Dieser gleichberechtigte Dialog soll angeregt werden.
    Es werden drei Workshops (jeweils 4 Stunden) angeboten. Im ersten Workshop wird ein gemeinsames Rahmenthema festgelegt, zu dem die Teilnehmenden in einen Dialog kommen wollen. Mit Hilfe einer Zeitleiste wird die Entwicklung des Engagements und damit verbundene Veränderungsprozesse oder auch das Scheitern der Bemühungen, sichtbar gemacht. Dabei wird auch der Kontext, wie zum Beispiel politische Veränderungen oder Veränderungen der Lebensumstande der Frauen berücksichtigt.

    Kontakt: Xochicuicatl e.V.
    Kooperationspartner: OWEN e.V.

    Förderung: 3.500 €

  • ** Fundraising „Rechtsberatung und Aufbau“

    Dieses Projekt ist ein Gemeinschaftsprojekt aller Nachbarschaftsbegegnungsprojekte im Bezirk Pankow. Ziel des Projekts ist eine mittelfristige Finanzierung einer Mobilen Rechtsberatung, die in verschiedenen Begegnungscafés stattfindet. Nach wie vor ist Rechtsberatung für viele Menschen notwendig, die in Deutschland ein Asylverfahren durchlaufen müssen, denn viele Bescheide sind fehlerhaft. Eine angestrebte anwaltliche Beratung während der Öffnungszeit eines Begegnungscafés hat gleichzeitig die Funktion, dass sie Geflüchtete anzieht und diese somit auch den Begegnungsort kennenlernen und nutzen. Mit den Fördermitteln soll ein Honorar für das Fundraising finanziert werden.

    Kontakt: noch offen
    Kooperationspartner: Vernetzungsrunde Begegnungsprojekte

    Förderung: 600 €

Projekte der Partnerschaft in Pankow Nord 2016

Welche Themen bestimmen die Arbeit 2016? Welche Projekte werden umgesetzt? Wer ist beteiligt? Hier erfahren Sie mehr über die Ausrichtung der Partnerschaft Pankow Süd und die konkrete Arbeit vor Ort. Weitere Informationen

Projekte der Partnerschaft in Pankow Nord 2015

Welche Themen bestimmen die Arbeit 2015? Welche Projekte werden umgesetzt? Wer ist beteiligt? Hier erfahren Sie mehr über die Ausrichtung der Partnerschaft Pankow Süd und die konkrete Arbeit vor Ort. Weitere Informationen