Tempohome auf der Elisabeth-Aue

Die temporäre Gemeinschaftsunterkunft (Tempohome) auf der Elisabeth-Aue wird voraussichtlich im Oktober eröffnen. Am 26.9.2017 von 17-19 Uhr organisiert der Betreiber der Unterkunft, die Apardo GmbH, einen Tag der offenen Tür. In diesem Rahmen findet auch die Anwohner-Information statt: Das Bezirksamt ist am Tag der Offenen Tür vor Ort und beantwortet die Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Darüber hinaus hat das Bezirksamt weitere Ansprechpersonen eingeladen, die zu Fragen rund um die Flüchtlingsunterkunft Auskunft geben können. Die Einladung finden Sie hier.

Dokumentation des zweiten Fachaustauschs zur geplanten Gemeinschaftsunterkunft auf der Elisabeth-Aue

  • Am 12. Juni 2017 lud das Bezirksamt Vertreter*innen aus Kitas, Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Sportvereinen, Kirchen, des Amtshauses Buchholz etc. zu einem Fachaustausch ein.
  • Ziel des Treffens ist, den Austausch zwischen dem künftigen Betreiber der Gemeinschaftsunterkunft und den lokalen Akteuren in Französisch Buchholz im Vorfeld der Eröffnung zu ermöglichen und Fragen zum ehrenamtlichen Engagement abzustimmen.
  • Zudem soll die Planung für den Tag der Offenen Tür und die Anwohner-Informationsveranstaltung besprochen werden.

Moderiert und dokumentiert wurde der Fachaustausch von dem Mobilen Beratungsteam Berlin – für Demokratieentwicklung (MBT).

Die Dokumentation gliedert sich in folgende Teile:

  1. Was steht fest?
  2. Welche Fragen gibt es seitens der Teilnehmenden?
  3. Weitere Anmerkungen der teilnehmenden Akteure

Was steht fest?

Gesamtsituation in Berlin:

  • Derzeit leben noch ca. 12.000 Flüchtlinge in Notunterkünften, die über die ge-samte Stadt verteilt sind. Die Unterbringung dieser Menschen in reguläre Un-terkünfte hat höchste Priorität.

Situation in der Elisabeth-Aue:

  • Auf der Elisabeth-Aue (Buchholzer Str./westlich Blankenfelder Straße) entsteht befristet für drei Jahre eine temporäre Flüchtlingsunterkunft.
  • In der Unterkunft können ca. 560 Menschen wohnen.
  • Die Anlange besteht aus Wohncontainern, sogenannten Tempohomes.
  • Die Unterkunft ist eine Übergangslösung, bis andere Standorte mit dauerhaften und qualifizierten Einrichtungen entstanden sind.
  • Die Interimsvergabe für den Betrieb der Unterkunft (6+3 Monate) ist abgeschlossen. Der Senat hat die Apardo GmbH als Betreiber ausgewählt. Die reguläre Europa weite Ausschreibung des Betriebs der Elisabeth-Aue steht noch aus.
  • Bevor Apardo mit dem Betrieb der Unterkunft starten kann, müssen weiterhin bestehende Baumängel beseitigt werden. Erst dann erfolgt die Übergabe der Anlage von der BIM (Berliner Immobilienmanagement GmbH) an das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) und die Einrichtung der Container.
  • Derzeit wird mit einer Inbetriebnahme im August gerechnet.
  • Die Gestaltung der Außenanlagen soll bis Ende 2017 fertiggestellt werden.
  • Der Personalschlüssel von Apardo umfasst 20 Vollzeitstellen (Heimleitung (Herr Julian Pilot), stellv. Heimleitung, Verwaltungskräfte, Sozialarbeiter, Sozi-albetreuer, Kinderbetreuer, Ehrenamtskoordinatorin (Frau Reitel), Hausmeister und Hauswirtschaftskraft). Von diesen 20 Stellen sind nach aktuellem Stand noch drei unbesetzt.
  • Der Sicherheitsdienst City Schutz GmbH wird vom Land Berlin eingestellt und rund um die Uhr anwesend sein.
  • Im Vorfeld der Eröffnung organisieren das Bezirksamt in Kooperation mit Apardo einen Tag der Offenen Tür verbunden mit einer Anwohner-Informationsveranstaltung.
  • Bürgerdialoge kleineren Formats werden weiterhin vom Amtshaus Buchholz mit Unterstützung des Bezirksamts durchgeführt.

Welche Fragen gibt es seitens der Teilnehmenden?

  • Werden Ausflüge für Kinder geplant?
    Ausflüge sind vorgesehen. Die Planungen werden konkretisiert, sobald der Eröffnungstermin feststeht und die Zusammensetzung der Bewohnerschaft bekannt ist (Alter der Kinder etc.). Nachbar*innen, die Lust haben, sich zu engagieren, können sich gern an die Ehrenamtskoordinatorin von Apardo Frau Reitel wenden. ehrenamt@apardo.berlin
    Für Ehrenamtliche besteht die Möglichkeit Fördermittel zur Finanzierung von Ausflügen beim Stadtteilzentrum Pankow zu beantragen. Mehr Infos finden Sie hier.
  • Wie lässt sich die Versorgung der Kinder mit Kita- und Schulplätzen sicherstellen?
    Die Kita- und Schulsituation ist im gesamten Bezirk angespannt. Der Ausbau ist eine zentrale Herausforderung. In der Unterkunft wird es eine Kinderbetreuung geben. Bei schulpflichtigen Kindern wird geprüft, ob sie weiter auf die zuvor besuchte Schule gehen können.
  • Ist die Einrichtung von Werkräumen vorgesehen?
    Es gibt die Möglichkeit in der Unterkunft Werkräume (z.B. Näh- oder Fahrradwerkstatt) einzurichten.
  • Wird es in der Unterkunft WLAN geben?
    Von Seiten des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten gibt es eine Vorgabe WLAN in Unterkünften zur Verfügung zu stellen.
  • Ist die Einrichtung eines zweiten Eingangs in Richtung der Straßenbahn vor-gesehen?
    Die Rahmenplanung für den Bau des Tempohomes sieht nur einen zentralen Eingang für die Anlage vor. Ein zweiter Eingang zur besseren Erreichbarkeit des ÖPNVs (südlich des Geländes) ist nicht um-setzbar (geschützte Grünanlage).
  • Wie gestaltet sich der Alltag der Anwohner*innen?
    In der Gemeinschaftsunterkunft erhalten die Bewohner*innen bei Bedarf Unterstützung durch das Personal, gestalten ihr Leben aber an-sonsten selbstbestimmt und versorgen sich selbst (Deutschkurse, Ar-beitssuche, Schulbesuch, Kitabesuch etc.).
  • Ist die Einrichtung eines Heimbeirates vorgesehen?
    Dieser Vorschlag und die verbundenen positiven Erfahrungswerte werden von Seiten des Betreibers zur Kenntnis genommen und im laufenden Betrieb überprüft.
  • Wie kann die Zusammenarbeit mit dem Betreiber und dessen Team in der Flüchtlingsunterkunft und den verschiedenen lokalen Akteuren vor Ort gestaltet werden?
    Dem Betreiber ist es ein Anliegen mit den Akteuren vor Ort ins Gespräch zu kommen. Geplant ist, dass regelmäßig Austauschrunden durchgeführt werden. Ideen, Anregungen und Angebote zur Zusammenarbeit mit Apardo können bereits im Vorfeld an die Ehrenamtsko-ordinatorin Frau Reitel (ehrenamt@apardo.berlin) gesandt werden.
    Das Stadtteilzentrum spricht die Einladung ins Amtshaus Buchholz aus, um Begegnungsorte für Bewohner*innen und Akteuren vor Ort zu schaffen. Die Integration ins Umfeld wird vom Betreiber als äußerst wichtig wahrgenommen.

Weitere Anmerkungen der teilnehmenden Akteure:

  • Die Inbetriebnahme der Unterkunft und die Anwohner-Informationsveranstaltung sollte möglichst frühzeitig kommuniziert werden.
  • Weitergehende Entwicklungen sollten für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ebenfalls frühzeitig kommuniziert werden, dies betrifft z.B. die Vorstellung des Teams, Heimleiter, etc.
  • Die Qualifikation des Sicherheitspersonals sollte sichergestellt werden.
  • Die Akteure vor Ort wünschen sich, in Planungen einbezogen zu werden.
  • Die Selbstverwaltung der Bewohner*innen sollte gefördert werden, um das Potenzial der Geflüchteten zu nutzen.
  • Der Shaolin Kulturverein bietet an, am Tag der Eröffnung eine Show mit Geflüchteten durchzuführen.
  • Hinweise auf starke Hitze und fehlende Klimatisierung werden gegeben. Fehlende Beschattung könnte zu großer Hitze in den Containern führen.
  • Gesprächskreise mit dem Umfeld, dem Bezirk und dem Betreiber sollten weitergeführt werden.
  • Sport- und Kulturangebote des Umfelds sollten sondiert und frühzeitig eingebunden werden.
  • Begegnungen zwischen Betreiber und lokalen Akteuren im Amtshaus werden angeregt.
  • Der Unterstützungskreis wird sich vor Inbetriebnahme treffen, um sich zum Engagement absprechen.
  • Zur Gestaltung der Außenanlagen gibt es Ideen und Anregungen aus der Nachbarschaft.

Teilnehmer*innen:

  • Frau Gust, Koordinatorin für Flüchtlingsfragen im Büro der Integrationsbeauftragten Bezirksamt Pankow
  • Frau Damba, Integrationsmanagerin im Büro der Integrationsbeauftragten Bezirksamt Pankow
  • Herr Kothe, Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF)
  • Frau Wohlrabe, Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF)
  • Herr Mertens, Geschäftsführer Apardo GmbH
  • Frau Reitel, Ehrenamtskoordinatorin Apardo GmbH
  • Amtshaus Buchholz
  • Aurora Berlin e.V.
  • Bürgerverein Französisch Buchholz e.V.
  • Elisabeth-Aue e.V.
  • Ev. Kirchengemeinde Französisch Buchholz
  • Evangelische Kita Französisch Buchholz
  • GSG Einigkeit
  • HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH
  • Kindergarten Matthieustraße
  • Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung Oktopus
  • Kindererde gGmbH
  • Pankow Hilft!
  • Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH
  • Shaolin Kulturverein e.V.
  • SV Buchholz e.V.
  • Volkssolidarität Pankow
  • Wirtschaftskreis Pankow e.V.

Ansprechpersonen:

  • Bezirksamt Pankow

Katarina Niewiedzial
Integrationsbeauftragte des Bezirksamts Pankow in Berlin
Breite Str. 24a-26
13187 Berlin
Tel. 030-90295 2524
Katarina.Niewiedzial@ba-pankow.berlin.de

Birgit Gust
Koordinatorin für Flüchtlingsfragen im Büro der Integrationsbeauftragten
Breite Straße 24a-26
13187 Berlin
Tel. 030-90295 2431
Birgit.Gust@ba-pankow.berlin.de

Astou Damba
Integrationsmanagerin im Büro der Integrationsbeauftragten
Breite Str. 24a-26
13187 Berlin
Tel. 030/90295-2448
Astou.Damba@ba-pankow.berlin.de

  • Apardo GmbH

Felipe Mertens
Geschäftsführer Apardo GmbH
Uhlandstr. 137
10717 Berlin
Tel. 030-85400741
mertens@apardo.berlin

Meryem Reitel
Ehrenamtskoordinatorin Apardo GmbH
Uhlandstr. 137
10717 Berlin
ehrenamt@apardo.berlin

  • Mobiles Beratungsteam Berlin für Demokratieentwicklung (MBT)
    Stiftung SPI

Geschäftsbereich Lebenslagen, Vielfalt & Stadtentwicklung
Mobiles Beratungsteam Berlin – für Demokratieentwicklung
Samariterstr. 19-20
10247 Berlin
Tel. 030-41 72 56 28 / 44 23 718
mbtberlin@stiftung-spi.de
www.stiftung-spi.de
www.mbt-berlin.de