Auftakt für Forschungsprojekt Mobilitätsberichterstattung

Pressemitteilung vom 20.12.2017

Der Bezirk Pankow geht neue Wege zur Bestimmung der Mobilen Zukunft und startet heute mit einem Treffen der Partner das Forschungsprojekt Mobilitätsberichterstattung. Erstmalig wird in Berlin die Umweltgerechtigkeitsanalyse in die integrierte Verkehrsplanung als Beitrag für mehr Gerechtigkeit und eine bessere Wahrnehmung von Umweltbelastungen integriert. Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Initiative Zukunftsstadt geförderten Projekts ist die sozial-ökologische und -gerechte Transformation der urbanen Mobilität. Beteiligt sind die Abteilung Stadtentwicklung und Bürgerdienste des Bezirksamtes Pankow, das Fachgebiet Integrierte Verkehrsplanung der Technischen Universität (TU) Berlin sowie die Professur für Verkehrsökologie der TU Dresden. Es sollen ein neues Verkehrsplanungsinstrument geschaffen und bis 2020 ein „MobilBericht“ auf Bezirksebene entwickelt und publiziert werden. Dabei soll das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung stärker in den Fokus gerückt und ebenso soziale Unterschiede berücksichtigt werden, um gleiche Mobilitäts- und Lebenschancen herzustellen. Wesentliche Grundlage des Planungsinstruments ist daher die Integration der Informationen von Pankowerinnen und Pankowern zur Wahrnehmung des Verkehrs und eigener Bedürfnisse an Mobilität für die Entwicklung einer neuen Verkehrspolitik. Dafür wird in der Erhebung nach dem System repräsentativer Verkehrsbefragungen (SrV) im Jahr 2018 eine Zusatzbefragung im Bezirk durchgeführt und das Bezirksamt Pankow bittet bereits jetzt um rege Beteiligung. Um Gefahrenquellen zu analysieren und Ideen für neue Verkehrslösungen mit den Betroffenen zu diskutieren, werden in den kommenden zwei Jahren Verkehrsbeobachtungen durchgeführt. Auch sollen mit der Lokalbevölkerung Karten erstellt werden, um positive und negative Verkehrs- und Aufenthaltsräume im Bezirk partizipativ zu erfassen und gegebenenfalls bereits Verbesserungen zu entwickeln. Die Anliegen von Vereinen und Interessensgruppen werden in die Erarbeitung des „MobilBerichts“ durch regelmäßige und in allen Projektphasen stattfindende Fokusgruppendiskussionen einfließen. Durch Erreichbarkeitsanalysen soll zur Förderung der Nahmobilität und nachhaltigeren Verkehrsentwicklung im Bezirk beigetragen werden, um durch Verkehrsvermeidung und Verringerung des umweltgefährdenden Verkehrs bessere Leben- und Umweltbedingungen zu schaffen. Für die Mobilitätsberichterstattung wird der Bezirk einen Mobilitätsbeauftragten einsetzen, der die Umsetzung aktiv unterstützt und begleitet. Der „MobilBericht“ soll der Öffentlichkeit zur weiteren Zusammenarbeit zugänglich und nach der Pilotphase durch eine regelmäßige Fortschreibung weiter verstetigt werden. Weitere Informationen über das Büro des Bezirksstadtrates Vollrad Kuhn, Tel.: 030 90295-8588, E-Mail: vollrad.kuhn@ba-pankow.berlin.de.