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Ausstellung "Amazonien - eine indianische Kulturlandschaft..."

Pressemitteilung vom 06.11.2012

Die Ausstellung „Amazonien – eine indianische Kulturlandschaft / Konzepte indigener Völker und Gegenwehr“ wird am Dienstag, dem 13. November 2012, um 18 Uhr im Rathaus Pankow, Breite Straße 24A-26, 13187 Berlin, eröffnet. Die Schau zeigt auf 60 Tafeln, wie Indigene Völker, Kautschukzapfer und Flussanwohner die tropischen Regenwälder erhalten, wenn ihre Territorien anerkannt und ihre Kulturen geschützt werden. Gezeigt wird die Vielfalt der Natur, die auch die Apotheke der Menschheit genannt wird. Amazonien ist nicht nur eine Schatzkammer der Natur, sondern auch Kulturraum der dort lebenden Völker. Ihre ethischen Überzeugungen und ihr wertvolles Wissen über Flora, Fauna und jahreszeitliche Abläufe sind über Jahrtausende gewachsen und garantierten den Weiterbestand der Wälder, den Schutz der Böden und die Reinhaltung der Gewässer. Ihnen ist die Ausstellung gewidmet. Wenn Ölförderung, Holzhandel, große Bergbauprojekte, gigantische Staudammbauten ohne Beachtung der Umweltverträglichkeit getätigt und große Flächen von Monokulturen sei es Soja oder Pflanzen für Biosprit angelegt werden, gefährden Konzerne die Rechte der Bevölkerung. Ein derart rücksichtsloses Handeln führt zu irreversiblen Schäden an Mensch, Natur und Klima und kann schließlich über Klimaveränderungen wie ein tödlicher Bumerang auf uns alle zurückschlagen. Die Ausstellung wurde in der Universität Kassel erarbeitet und wird von „Klimagerechtigkeit Jetzt!“, einem Zusammenschluss mehrerer Organisationen, in Berlin gezeigt. Sie kann vom 13. November 2012 bis 4. Januar 2013, montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr, im Rathaus Pankow, Breite Straße 24a-26 besichtigt werden, der Eintritt ist frei. Führungen von Schulklassen sind möglich mit Anmeldung bei Frau Dr. Müller-Plantenberg unter muellerp@uni-kassel.de . Weitere Informationen bei Dr. Ute Waschkowitz, Lokale Agenda 21, Bezirksamt Pankow, Tel.: 90295-2633; Email: ute.waschkowitz@ba-pankow.berlin.de und unter www.klimabuendnis.org .
Vor 20 Jahren hat sich Berlin im Klimabündnis der Europäischen Städte verpflichtet, die Stadt ökologisch umzubauen, Energie einzusparen und umweltfreundliche Verkehrsmittel zu nutzen. Aus Verantwortung für unsere Erde. Und Berlin hat sich verpflichtet, die indigenen Völker, die mit und in den Regenwäldern leben, die wesentlich zum Erhalt der Erdatmosphäre beitragen (eine Kohlendioxid-Senke darstellen) leben, dabei zu unterstützen, diese zu erhalten.