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Pankower Delegation zu Besuch in Kolberg vom 6.-8.09.2012

Pressemitteilung vom 14.09.2012

Auf Einladung von Frau Dr. Ewa Giza, Chefärztin der Psychiatrischen Klinik im Krankenhaus von Kolobrzeg, fuhr eine Delegation des Gesundheitsamtes unter Beteiligung von drei VertreterInnen aus der psychiatrischen Versorgungslandschaft des Bezirkes zu einem zweitägigen Besuch in die Partnerstadt von Pankow. Dr. Giza hatte dem Bezirk anlässlich der Einladung der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft bereits 2010 einen Besuch abgestattet und bei einem Vortrag die psychosoziale Versorgung in Kolobrzeg mit seinen ca. 45.000 Einwohnern präsentiert. Daher war die Neugierde der achtköpfigen Reisegruppe um Annette Berg, Psychiatriekoordinatorin, und Dr. Detlev E. Gagel, Leiter des sozialpsychiatrischen Dienstes Pankow groß, sich einen Eindruck von den Einrichtungen vor Ort zu verschaffen. Dank der Unterstützung des Vorsitzenden der „Freunde Kolbergs e.V.“, Alex Lubawinski, und der Unterstützung durch das Bezirksamt, insbesondere Bezirksstadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz, verliefen die Vorbereitungen für die im Jahresprogramm der Städtepartnerschaft Pankow-Kolobrzeg geplante Reise reibungslos.

Beim ersten Empfang vor Ort berichtete der Klinikdirektor, Janusz Olszewski, über die Veränderungen beim Umbau des 400-Bettenhauses in eine moderne Klinik mit ihren verschiedenen Abteilungen der allgemeinen Gesundheitsversorgung und zog eine positive Bilanz des Krankenhauses. Im weiteren Verlauf präsentierten Dr. Giza und ihr Team die Psychiatrische Klinik mit 50 Betten sowie die angeschlossene Tagesklinik mit 30 Plätzen. Eine Besonderheit ihres Versorgungskonzeptes stellt der angegliederte gemeinnützige Verein „Feniks“ dar, der durch seine Unterbringung in Räumen der Klinik seine Angebote den Patienten unmittelbar zur Verfügung stellen kann. Weiter ging die Exkursion zum neuesten Projekt von „Feniks“, einem Gutshaus 25 km außerhalb von Kolobrzeg, das zusammen mit den betreuten Patienten und unter Einbeziehung der Bevölkerung zu einem Multifunktionsgebäude für kulturelle und therapeutische Zwecke genutzt werden soll.
Nach der Rückkehr gab es in den Räumen von „Feniks“ ein Arbeitsessen, zu dem die Leiterin des Amts für familiäre Hilfen, Frau Marcanna Pamkut, Auskünfte über die Unterstützung seitens der Stadt- und Bezirksverwaltung von Kolobrzeg gab.

Zum Abschluss nahm die Delegation aus Pankow bei einer großen Veranstaltung von gemeinnützigen Vereinen aus Gesundheit, Kultur und Sport auf dem Freigelände des Kolberger Freizeitzentrums „Millenium“ teil, zu deren Eröffnung sie als Gäste aus Pankow eigens erwähnt wurde. Dank des reichhaltigen Erfahrungsaustausches und des überwiegend sonnigen Wetters wird der Besuch auf beiden Seiten in lebhafter Erinnerung bleiben und damit die Städtepartnerschaft mit weiterem Leben erfüllen.