Ausstellungseröffnung "Die Weiße Linie" am 11.08.2011

Pressemitteilung vom 02.08.2011

Die Ausstellung „DIE WEISSE LINIE, Mauer und Flucht im Berliner Nordosten“ wird am Donnerstag, dem 11. August 2011 um 19 Uhr im Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner, Prenzlauer Allee 227/228, 10405 Berlin, in Anwesenheit des Bezirksbürgermeisters Matthias Köhne, des Bezirksstadtrates für Kultur, Wirtschaft und Stadtentwicklung, Dr. Michail Nelken und des Museumsleiters, Bernt Roder, eröffnet.
Eine weiße Linie, von Grenzpolizisten auf das Pflaster gemalt, war das erste sichtbare Anzeichen der Teilung Berlins. Mit dem Bau der Mauer am 13. August 1961 wurde diese Spaltung endgültig und blieb es die folgenden 28 Jahre. Die Berliner Mauer, die im Laufe der Zeit zu einem schwer gesicherten Grenzbefestigungssystem ausgebaut wurde, durchschnitt Straßen und Plätze, durchteilte Häuser und Friedhöfe, verödete Landschaften und hinterließ Wunden, deren Narben bis heute sichtbar sind.
Die Ausstellung des Museumsverbundes Pankow zeigt die Geschichte von Mauerbau und Flucht entlang der ehemaligen Sektorengrenze zwischen Prenzlauer Berg und Pankow im Osten und den angrenzenden Bezirken Wedding und Reinickendorf im Westen. In elf Stationen folgt die Ausstellung dem Mauerverlauf von der Straßenkreuzung Bernauer – Eberswalder – Oderberger – Schwedter Straße im Zentrum Berlins bis zur Grenze im Umland zwischen den Dörfern Blankenfelde (Ost) und Lübars (West). Für jede Station hat die Fotografin Christine Kisorsy, die gemeinsam mit dem Politologen Jorge Scholz die Ausstellung kuratiert hat, eine Installation geschaffen, die sich auf Spurensuche begibt. Die Veränderungen, denen ein historischer Ort unterworfen war, werden Schicht für Schicht freigelegt und durch Überlagerung sichtbar gemacht. Zu jedem der elf gezeigten Orte wurde zudem ein konkretes Ereignis und dessen Hintergründe recherchiert, illustriert durch zeitgeschichtliche Dokumente und Kartenmaterial. Neben den tragischen Fluchtversuchen die einen tödlichen Ausgang nahmen, werden weitere „ungesetzliche Grenzübertritte“ vorgestellt.
Eine für diese Ausstellung konzipierte Fahrradtour führt den Besucher auf eine Entdeckungsfahrt an die elf Orte entlang des ehemaligen Grenzstreifens im Berliner Nordosten und zeigt noch erhaltene Spuren der 28 Jahre währenden Geschichte der Berliner Mauer. Geöffnet ist Sa – Do 10 – 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

Fahrradtour während der Ausstellungslaufzeit
am 03.09., 17.09., 08.10., 22.10.2011 | Start jeweils um 11 Uhr im Hof des Kultur- und Bildungszentrums Sebastian Haffner in der Prenzlauer Allee 227/228.
Um Anmeldung wird gebeten. Unkostenbeitrag 5,- Euro
Sondertour am 13.08.2011, Start um 11 Uhr Bernauer, Ecke Schwedter Strasse
Rückfragen zum Projekt beantworten gerne die Kuratoren Christine Kisorsy, Tel.: 0173 8022912, Mail: chk@kisorsy-photo.de und Jorge Scholz, Tel.: 01577 2026686, Mail: jorge-scholz@hotmail.com.