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Ausstellung "...auf dem Dienstweg. Die Verfolgung von Beamten, Angestellten und Arbeitern der Stadt Berlin 1933 bis 1945"

Pressemitteilung vom 28.10.2010

Die Stadt Berlin war im Jahr 1933 mit etwa 100.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber in der damaligen Reichshauptstadt. Gleich nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten und in den Folgejahren wurden unerwünschte Bedienstete, vor allem Juden, Sozialdemokraten und Kommunisten, in der Haupt- sowie den Bezirksverwaltungen und den zahlreichen städtischen Betrieben versetzt, zwangspensioniert oder entlassen; oft hatte dies fatale Folgen für die Betroffenen und ihre Familien. Im NS-Jargon hieß das „Aufräumarbeiten“; die frei gemachten Stellen übernahmen in der Regel „alte Kämpfer“ der NSDAP. Die im Auftrag der Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin durch die Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum und die Agentur BERGZWO erarbeitete Ausstellung „…auf dem Dienstweg – Die Verfolgung von Beamten, Angestellten und Arbeitern der Stadt Berlin 1933 bis 1945“ dokumentiert exemplarische Einzelschicksale und beschreibt die Personalpolitik der Berliner Stadtverwaltung im nationalsozialistischem Kontext. Die Schau ist vom 10. – 30. November 2010 im Rathaus Pankow, Breite Str. 24A-26, 13187 Berlin, zu sehen. Geöffnet ist Mo. – Fr. 8 – 18 Uhr, Eintritt frei. Die Eröffnung der Ausstellung findet am Dienstag, dem 9. November 2010 um 17 Uhr in Anwesenheit des Bezirksbürgermeisters Matthias Köhne, des BVV-Vorstehers Burkhard Kleinert und des Kurators, Dr. Christian Dirks, statt.