Nein zu Häuslicher Gewalt - Mut zum Gespräch am Arbeitsplatz

Pressemitteilung vom 13.11.2009

Anlässlich des Internationalen Aktionstages Nein zu Gewalt an Frauen wird im Bezirksamt Pankow am Mittwoch, dem 25. November 2009, der Auftakt für eine Initiative unter dem Motto „Nein zu Häuslicher Gewalt – Mut zum Gespräch am Arbeitsplatz“ gegeben. Häusliche Gewalt, seit 2001 mit dem Gewaltschutzgesetz als Straftatbestand definiert, wird längst nicht mehr als Kavaliersdelikt betrachtet. Nach einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von 2005 erlebt ca. jede vierte Frau Häusliche Gewalt. Auch Männer sind betroffen, jedoch nicht im gleichen Ausmaß. Darum ist es wahrscheinlich, dass auch im Bezirksamt Pankow Mitarbeiter/innen beschäftigt sind, die sich im familiären Umfeld Häuslicher Gewalt ausgesetzt sehen. Die gesundheitlichen Folgen sind häufig gravierend und reichen von Verletzungen, Schlafstörungen, Angstzuständen, Depressionen bis zu Suchterkrankungen. Im Rahmen seiner Fürsorgepflicht als Arbeitgeber hat das Bezirksamt Pankow ein erhebliches Interesse daran, die Gesundheit der Mitarbeiter/innen zu erhalten und zu schützen. In Zusammenarbeit mit der Frauenmenschenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES e.V. werden in nächster Zeit zahlreiche Aktivitäten, wie Sensibilisierung aller Beschäftigten für das Thema Häusliche Gewalt, Fortbildungsveranstaltungen für Leitungskräfte, Schulung von Ansprechpartner/innen sowie Veröffentlichung von professionellen Beratungs- und Unterstützungsangeboten gestartet. Mit dieser Initiative positioniert sich das Bezirksamt Pankow klar und deutlich gegen Häusliche Gewalt. Weitere Informationen bei der Gleichstellungsbeauftragten des BA Pankow, E-Mail heike.gerstenberger@ba-pankow.verwalt-berlin.de , Tel.: 030 902952305.