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Infoveranstaltung zur Umgestaltung der Kastanienallee in Prenzlauer Berg am 20.01.2009

Pressemitteilung vom 09.01.2009

Völlig marode Gehwege, Verkehrsgefährdungen für Fußgänger und Radfahrer sowie unhaltbare Zustände in den Haltestellenbereichen der Straßenbahn belegen auf den ersten Blick – die Sanierung der Kastanienallee in Prenzlauer Berg ist dringend notwendig. Finanziert aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ mit Schwerpunkt auf die Wiederverwendung historischer Materialien und Beibehaltung der Straßenraumaufteilung spannt die vom Bezirksamt Pankow mit BVG, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Verkehrslenkung Berlin abgestimmte vorgelegte Entwurfsplanung den Bogen zwischen städtebaulichem Denkmalschutz, Verkehrssicherheit für Fußgänger, Radfahrer und Mobilitätsbehinderte sowie den sehr unterschiedlichen – teils konträr zueinanderstehenden – Interessen der Anwohner, Touristen und Gewerbetreibenden. Die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern bei Planungsprozessen ist ein unverzichtbarer Bestandteil Pankower Kommunalpolitik. Dabei kommt es darauf an, die Interessen aller angemessen zu berücksichtigen und einen nachvollziehbaren Abwägungs- und Entscheidungsprozess mit ausführlicher Information zu initiieren. Daher findet am Dienstag, dem 20. Januar 2009, 19 Uhr in der GLS Sprachenschule, Kastanienallee 82 eine Infoveranstaltung zu dem anstehenden Beteiligungsverfahren und der Entwurfsplanung zur Sanierung der Straße statt, veranstaltet von Bezirksamt Pankow und Sanierungsgesellschaft S.T.E.R.N.. Dies ist der Auftakt für ein Beteiligungsverfahren, welches über eine fünfwöchige Auslegung der Planungsunterlagen die Möglichkeit eröffnet, Hinweise, Anregungen und Einwendungen darzulegen. Diese werden Anfang April in einer Erörterungsveranstaltung behandelt, deren Ergebnis in die Überarbeitung der Entwurfsplanung eingeht. Zuvor findet eine öffentliche Begehung / Berollung der Kastanienallee statt, am Montag, dem 19. Januar 2009, 15 Uhr – Treffpunkt ist das Skladanowsky – Dreieck an der Ecke Schönhauser Allee / Kastanienallee. Mit dabei sind Vertreter des Landesverbandes Selbsthilfe, der Seniorenvertretung und des Behindertenbeirats Pankow, um die Belange von älteren Menschen und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen stärker als bisher in die Überlegungen bei der Planung öffentlichen Raums zu berücksichtigen. Das ist kein Widerspruch zu den jetzigen hauptsächlichen Nutzergruppen der Kastanienallee, sondern ein notwendiges Korrektiv.
Dazu der Bezirksstadtrat für Öffentliche Ordnung, Jens – Holger Kirchner (Bündnis 90 / Die Grünen) : „Ich halte es für geboten, bei der Planung der Kastanienallee nicht nur die Belange der Gastronomen und ihrer Gäste, nicht nur die Belange der in der Tat lebendigen jungen Szene zu berücksichtigen, sondern bei der Abwägung über die künftige Gestaltung der Kastanienallee ganz besonders auch einen Schwerpunkt auf Aufenthaltsqualität, Verkehrssicherheit und Mobilitätskomfort für Anwohner, Kinder, Ältere und Menschen mit Behinderungen zu legen. Daher bin ich auf die Anregungen und Hinweise gespannt und kann alle nur ermuntern, sich genauso einzumischen wie die Seniorenvertretung oder der Behindertenbeirat Pankow. Mitdenken ist ausdrücklich erwünscht.“