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Holländische Experten studieren Radverkehrspolitik und -planung in Pankow

Pressemitteilung vom 09.09.2008

Auf den ersten Blick scheint es verkehrte Welt zu sein: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des größten holländischen Verkehrsplanungsbüros Goudappel – Coffeng kommen nach Berlin, um die hiesigen Aktivitäten der Radverkehrspolitik kennen zu lernen. Bisher war ja Holland diesbezüglich eher für uns das Vorbild, die Glücks – Projektion, das gelobte Land. Doch offenbar hat sich die Dynamik des Radverkehrs in Berlin und die dadurch entstehenden Chancen und Konflikte bis nach Holland herumgesprochen. Und dann ist eins völlig klar: wenn Berlin, dann Pankow. Die geführte Radtour durch Pankow findet am Freitag, dem 12. September 2008 von 14.00 – 15.30 Uhr statt. Los geht es am Prater in der Kastanienallee über die Schönhauser Allee, Wisbyer Straße, Ostseestraße bis zur Greifswalder Straße.Mit dem Pankower Modellprojekten für ein Fahrrad-Nebenroutennetz und erweiterte Fahrrad-Abstellanlagen an Verkehrsknotenpunkten im Rahmen des von der EU geförderten Projektes SPICYCLES (Nachhaltige Planung und Innovation für Radfahrer) haben die Projektteilnehmer (Bezirksamt Pankow, Abteilung Öffentliche Ordnung, Technische Universität und Senatsverwaltung für Stadtentwicklung) gezeigt, dass die enorme Zunahme des Radverkehrs keine Bedrohung darstellen muss, sondern Herausforderung für Planer und Kommunalpolitik ist, um Fahrrad fahren in der Stadt schneller, sicherer und komfortabler zu machen. Dazu der Bezirksstadtrat für Öffentliche Ordnung, Jens – Holger Kirchner (Bündnis 90 / Die Grünen): „Ich freue mich, dass die holländischen Kollegen nach Pankow kommen, um sich vor Ort anzuschauen, was unserer Probleme, Lösungen und Antworten sind. Ich glaube, Sie kommen auch nach Pankow, weil hier die Interessen der verschiedenen Verkehrsteilnehmer so unmittelbar aufeinanderprallen und eine alle berücksichtigende Verkehrspolitik so anspruchsvoll ist. Vor allem aber freue ich mich auf den Austausch mit den Kollegen über die Zukunft innerstädtischer Mobilität – zu denen das Privat – Kfz. mit Sicherheit nicht, das Fahrrad in Kombination mit einem dichten ÖPNV – Netz aber umso mehr gehören wird.“