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Mehr Toleranz bei Sportstätten gefordert

Pressemitteilung vom 06.08.2008

In Ergänzung zum Appell des Innen- und Sportsenators Dr. Erhart Körting für mehr Toleranz gegenüber Kindern und Jugendlichen auf Sport- und Bolzplätzen teilt die Stadträtin für Gesundheit, Soziales, Schule und Sport, Lioba Zürn-Kasztantowicz, mit, dass es auch in Pankow zunehmend schwieriger wird, Sport und Spiel für Kinder und Jugendliche und auch Erwachsene zu realisieren. Insbesondere in den immer dichter besiedelten innerstädtischen Bereichen der Ortsteile Prenzlauer Berg und Pankow sinkt die Toleranz stetig – ganz im Gegensatz zu der Flut an Anträgen zur Nutzung der Sportplätzen und Sporthallen gerade auch in diesen Gebieten. „Wir haben eine Riesennachfrage nach Sportstätten im innerstädtischen Bereich. Immer mehr Menschen aller Alterstufen wollen sich bewegen und Sport treiben, verstärkt wird dies durch die steigenden Einwohner- und die Kinderzahlen. Im krassen Gegensatz dazu steht eine steigende Welle von Nachbarschaftsklagen, die letztlich alle auf eine Einschränkung der Sportnutzung vorhandener Flächen ausgerichtet sind, was bis zur gänzlichen Schließung von Sportanlagen führen kann.“
Pankow mit seinen innerstädtischen Baby-Boom-Gebieten ist stolz auf seine Kinderfreundlichkeit – aber Sport und Spiel mit den entsprechenden Geräuschkulissen sind elementarere Bestandteile der kindlichen Entwicklung. Und selbstverständlich werden aus allen Kindern auch Jugendliche mit den entsprechenden Bedürfnissen, so die Stadträtin weiter: „Wir wollen es doch gerade nicht, dass die Familien mit Kindern und Jugendlichen an den Rand der Stadt oder nach Brandenburg ziehen, weil der Nachwuchs dort mehr Freiraum hat. Andererseits gibt es in der Innenstadt keine Plätze, die fernab jeder Wohnbebauung liegen – insofern muss jeder, der neben eine Schule, einen Spielplatz oder eine Sportanlage zieht, wissen, dass es dort laut ist. Und dass die Menschen, ob klein oder groß, jede Sportfläche brauchen, um überhaupt noch ein wohnortnahes Sportangebot zur Verfügung gestellt zu bekommen. Und mal ganz ehrlich: Jeder der sich beispielweise schon mal ein Fußballspiel oder Training von Herren- oder Frauenmannschaften angesehen hat, weiß, dass auch dort nicht geflüstert wird!“