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Vera Friedländer "Die Kinder von La Hille"- Lesung und Gespräch am 9.11.2007

Pressemitteilung vom 30.10.2007

Eine Buchlesung mit Vera Friedländer “Die Kinder von La Hille” findet am Freitag, dem 9. November 2007 um 19.30 Uhr in der Wolfdietrich-Schnurre Bibliothek, 13088 Berlin, Bizetstraße 41 statt.
Nach der Machtergreifung der Nazis in Deutschland und Österreich gelingt es, 100 jüdische Kinder ins noch unbesetzte Belgien zu bringen. Dort werden sie in Kinderheimen untergebracht. Doch bald schon wird Belgien besetzt. Den Kindern und ihren Betreuern gelingt die Flucht nach Südfrankreich, sie finden Zuflucht im verlassenen Schloss La Hille. Die Bauern der Umgebung, Schweizer Lehrer sowie das Schweizer Rote Kreuz unterstützen die ‚Kinderrepublik’, die von 1939 -1944 existierte und fast allen Kindern das Überleben sicherte. Vera Friedländer erzählt die bewegende Geschichte dieser Kinder anhand von Fotos, Briefen und Gesprächen.Originalausgabe im Aufbauverlag.
Vera Friedländer musste in der Nazizeit als “Halbjüdin” Zwangsarbeit leisten. Nach dem Abitur an der Arbeiter- und Bauernfakultät studierte sie Germanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin, arbeitete als Verlagslektorin und Dozentin an der Humboldt-Universität und in Warschau. Dort entstanden ihre Autobiographie “Man kann nicht eine halbe Jüdin sein”, “Mein polnischer Nachbar” und andere Bücher. 1981 bis zur Emeritierung im Jahr 1986 hatte sie eine Professur für Deutsche Sprache an der Humboldt-Universität inne. 1990 gründete sie eine Sprachschule, an der u. a. jüdische Einwanderer aus Osteuropa unterrichtet werden. Begrüßung und Gesprächsleitung: Wilfried Platzek. Der Eintritt beträgt 3,50 / 2,50 Euro. Weitere Informationen unter Tel.: 030 92 09 0975