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Ausstellung "Das hat`s bei uns nicht gegeben!" Antisemitismus in der DDR

Pressemitteilung vom 12.10.2007

Nach verschiedenen Stationen innerhalb wie außerhalb Berlins wird die Ausstellung “Das hat’s bei uns nicht gegeben!” Antisemitismus in der DDR nun auch im Bezirk Pankow zu sehen sein. Der provokante Titel ist Programm, gehört zu seinem nachdenklichen Ausgangspunkt doch die Frage, woher der Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern kommt und ob politische und wissenschaftliche Erklärungsversuche, die vorrangig in sozialen Kontexten suchen, zu kurz greifen könnten. “War der Osten Deutschlands nicht auch Teil des nationalsozialistischen Täterlandes? Hat sich die DDR damit auseinandergesetzt oder mehr den Freispruch erklärt? Blieb der Bodensatz des Antisemitismus unangetastet und machte so den Weg für einen Mythos frei, Antisemitismus in der DDR hätte es nicht gegeben?” Die Amadeu Antonio Stiftung, die sich mit engagierten Projekten und Publikationen gegen den Antisemitismus in Deutschland, für Zivilgesellschaft und demokratische Kultur einsetzt, konzipierte und realisierte dieses thematisch aktuelle Projekt, an dem sich vor allem Schulen beteiligten, unterstützt durch Stiftungen und viele andere Förderer.

Die Ausstellung präsentiert die Forschungsergebnisse von 76 Jugendlichen, die Fragen stellten und Fakten recherchierten. Gegliedert in sechs Themenfelder ergeben sich Einblicke und Anregungen, die die Auseinandersetzungen mit Antisemitismus nicht der kurzlebigen Medienaktualität überlassen, sondern versuchen, die gegensätzlichen Auffassungen und Erinnerungen differenziert und tief darzustellen. Zu sehen ist die Schau vom 18.10. – 08.11.2007, Montag – Freitag, 10.00 Uhr – 16.00 Uhr und zu den Veranstaltungszeiten im Kulturhaus “Peter Edel”, Berliner Allee 125, 13088 Berlin, Tel.: 030 9250193, Fax 030 9253660. Zur Eröffnung der Ausstellung laden Bezirksstadtrat Dr. Michail Nelken und die Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, Anetta Kahane, die Medienvertreter zu einem Pressegespräch am 18.10.2007 um 12 Uhr in das Kulturhaus ein. www.kulturamt-pankow.de