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Bezirk verurteilt rassistische Angriffe auf griechische MitbürgerInnen auf das Schärfste und zeigt seine Solidarität

Pressemitteilung vom 05.10.2007

In der Nacht vom 28. zum 29.September 2007 sind drei griechische Angestellte in Pankow bei einem rassistischen Überfall zum Teil schwer verletzt worden. Die Opfer, zwei junge Männer von 27 und 28 Jahren sowie ein junge Frau von 25 Jahren, wurden an einer Tankstelle im Pankower Ortsteil Blankenburg von einer Gruppe junger Männer rassistisch beschimpft und geschlagen. Die Opfer mussten nach dem Über-fall im Krankenhaus ambulant behandelt werden. Zudem wurde einem der Männer die Brieftasche gestohlen. Die drei jungen Griechen waren nach Feierabend im griechischen Restaurant „Syr-taki“ in eine nahe gelegene Tankstelle am Karower Damm gefahren. Dort wurden sie von einer größeren Gruppe junger Männer rassistisch beleidigt. Nach einem Wort-wechsel gingen die Männer auf ihre Opfer los, schlugen und traten auf sie ein. Eines der Opfer erlitt einen Armbruch. Dem anderen Mann wurden mehrere Zähne ausge-schlagen. Die junge Frau wurde ebenfalls beschimpft und auf den Boden geworfen.
Nach dem feigen Angriff flüchteten die Schläger. Die Polizei konnte in der Nacht und am folgenden Tag neun Männer festnehmen.

Dieser rassistische Überfall ist nicht nur wegen seiner Schwere besorgniserregend sondern auch aufgrund der Tatsache, dass rassistische Überfälle auf Tankstellen bislang in Berlin selten vorkamen.
Das Bezirksamt Pankow solidarisiert sich mit den Opfern dieses rassistischen Über-falls und verurteil die Tat auf das Schärfste. Am 4.Oktober 2007 überbrachte die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin, Christine Keil (Die Linke), mit einem großen Blumenstrauß die Grüße des Bezirksamtes.

Dazu die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin, Christine Keil (Die Linke):
„Diese Angriffe richten sich nicht nur gegen die konkreten griechischen MitbürgerIn-nen, sondern gegen das demokratische Leben in Pankow allgemein. Ich rufe alle Bürgerinnen und Bürger aus Pankow auf, sich mit den Opfern rassistischer und rechtsextremer Gewalt zu solidarisieren und weiterhin für ein demokratisches, re-spektvolles Miteinander in Pankow einzutreten. Der Bezirk Pankow wird auch weiter-hin Flagge zeigen für Demokratie, Weltoffenheit und Respekt.“