Drucksache - 1549/XIX  

 
 
Betreff: Unhaltbare Zustände in der Rettungsstelle des Klinikum Neukölln
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:GesundheitBA/JugGes
  Liecke, Falko
Drucksache-Art:Beschlussempfehlung - 1. LesungVorlage zur Kenntnisnahme - SB
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Vorberatung
13.04.2016 
49. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Entscheidung
07.12.2016 
2. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin vertagt   
25.01.2017 
3. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin vertagt   
22.02.2017 
4. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin mit Abschlussbericht zur Kenntnis genommen   

Beschlussvorschlag
Anlagen:
BE Gesundheit
Beschlussempfehlung
Beschluss
VzK SB
VzK SB vertagt
VzK SB vertagt 2
Schlussbericht

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wir gebeten, sich bei der Geschäftsführung der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH dafür einzusetzen, dass dringend wirksame Maßnahmen ergriffen werden, die die äußerst angespannte Situation in der Rettungssetelle für Erwachsene spürbar entlasten. Vor allem soll sichergestellt werden, dass der Service durchgängig für die Patientinnen und Patienten gewährleistet ist, insbesondere die Versorgung mit Getränken oder der Gang zur Toilette. Darüber hinaus soll ermöglicht werden, dass eine Person des Vertrauens den Patienten innerhalb der Rettungsstelle begleiten darf, auch in die Behandlungsräume.

Zur Entlastung des Pflegepersonals soll zusätzliches Personal in der Rettungsstelle eingesetzt werden, um die Patientinnen und Patienten zu betreuen, die nicht von Angehörigen begeleitet werden. Der Gesamtkonzern soll der örtlichen Krankenhausleitung für diesen Zweck zusätzliche Ressourcen zur Verfügung stellen.

 

 

 

 

 

- Schlussbericht -

Mit Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung vom 13. April 2016 wurde das Bezirksamt gebeten, sich bei der Geschäftsführung der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH dafür einzusetzen, dass dringend wirksame Maßnahmen ergriffen werden, die die äußerst angespannte Situation in der Rettungssetelle für Erwachsene spürbar entlasten. Vor allem soll sichergestellt werden, dass der Service durchgängig für die Patientinnen und Patienten gewährleistet ist, insbesondere die Versorgung mit Getränken oder der Gang zur Toilette. Darüber hinaus soll ermöglicht werden, dass eine Person des Vertrauens den Patienten innerhalb der Rettungsstelle begleiten darf, auch in die Behandlungsräume. Zur Entlastung des Pflegepersonals soll zusätzliches Personal in der Rettungsstelle eingesetzt werden, um die Patientinnen und Patienten zu betreuen, die nicht von Angehörigen begeleitet werden. Der Gesamtkonzern soll der örtlichen Krankenhausleitung für diesen Zweck zusätzliche Ressourcen zur Verfügung stellen.

 

Auf Nachfrage teilte der Geschäftsführende Direktor des Vivantes Klinikums Neukölln mit, dass in den vergangenen zwei Jahren bereits intensive Bemühungen zur Verbesserung der Situation in der Rettungsstelle vorgenommen wurden. Von 2013 bis 2015 wurde zum Beispiel das Stellenbudget der Rettungsstelle um 5,5 Arztstellen, 2 Stellen im medizinischen-technischen Dienst und um 12 Krankenpflegestellen erhöht.

 

Des Weiteren wurde Ende 2015 die Anzahl der Serviceassistenten in der Rettungsstelle für die Versorgung mit Getränken und ähnlichem von bis dahin 4 Vollkräften um 3 Stellen auf 7 Vollkräfte erhöht. Damit ist jetzt kontinuierlich im Drei-Schicht-Betrieb eine Servicekraft in der Rettungsstelle.

 

Darüber hinaus erfolgte Anfang 2016 eine Umschichtung des Personaleinsatzes hin zu einer stärkeren Orientierung am tatsächlich gemessenen Patientenstrom. Dies hat nach Aussage der pflegerischen Rettungsstellenleitung zu einer Reduzierung der Belastung des Personals in den Kernzeiten und damit zu einer optimierten Patientenbetreuung geführt.

 

Zum 01.07.2016 wurden folgende weitere Personalaufstockungen beschlossen: 1 Vollzeitkraft ärztlicher Dienst, 1 Vollzeitkraft Arzthelferin.

 

Bezüglich der Begleitung von Patienten durch eine Person ihres Vertrauens teilte der Geschäftsführende Direktor mit, dass hierzu Gespräche mit der ärztlichen und pflegerischen Rettungsstellenleitung geführt wurden. Es wurde darum gebeten, eine Begleitung, wenn irgend möglich, zu gewährleisten. Die beengten räumlichen Verhältnisse und die hohe Anzahl an zu behandelnden Personen sowie gelegentlich auch die Umgangsformen der Personen des Vertrauens, ermöglichen dies jedoch nicht immer für alle Patientinnen und Patienten gleichermaßen. Dieser Punkt wird auch regelmäßig im Direktorium, das sich wiederkehrend vor Ort einen Eindruck von der Situation verschafft, thematisiert. Bei diesen Stichproben wurde regelmäßig eine hohe Anzahl an Vertrauenspersonen im Bereich der Rettungsstelle neben den Patientinnen und Patienten angetroffen.

 

Der Geschäftsführende Direktor machte deutlich, dass das Vivantes Klinikum Neukölln große Unterstützung seitens der Geschäftsführung hinsichtlich des dringend erforderlichen Anbaus auf dem Gelände des Klinikums Neukölln erfährt. Diese Unterstützung besteht zum einen aus der intensiven Gremienarbeit - auch auf politischer Ebene - und zum anderen aus konkreten Zusagen für eine Co-Finanzierung des Anbaus durch das Unternehmen in signifikanter Höhe.

 

Gleichwohl wird der Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln seitens der Klinikleitung zum Anlass genommen, noch einmal das Gespräch mit der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH zu suchen, um das Anliegen der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln zu diskutieren und mögliche weitere Maßnahmen, die zur Verbesserung der Situation in der Rettungsstelle führen könnten, zu erörtern.

 

Das Bezirksamt sieht den BVV-Beschluss damit als erledigt an.

 

 

Berlin-Neukölln, den

 

 

 

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Dr. Franziska GiffeyFalko Liecke

 

 

 
 

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