Drucksache - 0977/XIX  

 
 
Betreff: Sehbehinderten Menschen im Rathaus den Weg weisen
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:CDUBzBm/FinWi
  Buschkowsky, Heinz
Drucksache-Art:AntragVorlage zur Kenntnisnahme - SB
   Beteiligt:LINKE
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Entscheidung
09.07.2014 
30. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Entscheidung
17.09.2014 
32. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin mit Abschlussbericht zur Kenntnis genommen   

Beschlussvorschlag
Anlagen:
Antrag
Schlussbericht

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Wir bitten zur Kenntnis zu nehmen:

Mit der Zielsetzung der barrierefreien Gestaltung des Rathauses hat die Bezirksbeauftragte für Menschen mit Behinderungen auf Vorschlag des Facility Managements gemeinsam mit Mitgliedern des bezirklichen Behindertenbeirates eine Begehung des Rathauses Neukölln durchgeführt. Hier wurden Maßnahmen erarbeitet, die sowohl mit dem bezirklichen Brandschutzbeauftragten, ggf. mit der Feuerwehr und Polizei sowie der Unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden müssen.

Bereits umgesetzt worden ist die Kennzeichnung der Treppenstufen im Altbau des Rathauses Neukölln (jeweils die erste und letzte Stufe). Es handelt sich um taktile Bodenleitsysteme. Blinde können die Leitstreifen und Aufmerksamkeitsfelder mittels eines Blindenstocks ertasten und sich so orientieren. Die Treppenstufen im Neubau werden sukzessive entsprechend ausgestattet. Die Eingangsstufen am Behinderteneingang werden noch in diesem Jahr mit einem witterungsbeständigen Leitsystem ausgestattet.

In der Jahresplanung für die bauliche Unterhaltung ab 2014 ist die Erneuerung der Aufzüge (in Jahresraten) enthalten. Es ist Bestandteil der Ausschreibung, sowohl die Tasten auch mit Brailleschrift auszustatten als auch eine Sprachausgabe zu installieren.

Ein Ergebnis der Begehung mit dem bezirklichen Behindertenbeirat war auch, dass es wenig zielführend ist, weitere Informationen (Hinweisschilder, Türschilder etc.) in Brailleschrift auszustatten, da lediglich 2% der blinden Menschen diese Schrift beherrschen.

Insoweit wird im Zusammenhang mit der Entwicklung eines Leit- und Beschilderungssystems, dass den zeitgemäßen Ansprüchen genügt, sowohl die Farbgebung der Schilder optimiert (Verstärkung des Kontrastes) als auch Lage, Größe und Diversität der Schilder verändert. Ziel ist eine einheitliche Beschilderung im Dienstgebäude. Neben der Klärung des erforderlichen finanziellen Budgets ist auch eine Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde erforderlich, da es sich beim Rathaus Neukölln um ein Baudenkmal handelt.

 

 

 

 
 

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