Drucksache - 0807/XIX  

 
 
Betreff: Internationale Woche gegen Rassismus
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:GrüneBA/Soz
  Szczepanski, Bernd
Drucksache-Art:AntragVorlage zur Kenntnisnahme - SB
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Entscheidung
29.01.2014 
25. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Entscheidung
10.06.2015 
41. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin mit Abschlussbericht zur Kenntnis genommen   

Beschlussvorschlag
Anlagen:
Antrag
Beschluss
Schlussbericht

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Mit Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung vom 29. Januar 2014 ist das Bezirksamt gebeten worden, sich im Jahr 2015 an der „Internationalen Woche gegen Rassismus“ zu beteiligen. Die Art und Weise der Partizipation soll in den entsprechenden Gremien diskutiert werden.

 

Das Bezirksamt führte zur Umsetzung des o. a. Beschlusses am 18.03.2015 eine öffentliche Diskussionsveranstaltung im Rathaus Neukölln durch. Unter dem Motto "Wer gehört dazu? Andersdeutsch in Deutschland" lud das Bezirksamt in den Neuköllner BVV-Saal.

 

Nach eröffnenden Grußworten des Bezirksstadtrats für Soziales, Herrn Szczepanski, führte Herr Carl Chung, Dipl.-Politologe und seit 2002 Leiter des mobilen Beratungsteams »Ostkreuz« für Demokratieentwicklung, Menschenrechte und Integration mit seinen Vortrag zum titelgebenden Thema "Wer gehört dazu? Andersdeutsch in Deutschland" in die anschließende Podiumsdiskussion mit Repräsentant_innen verschiedener Institutionen und Richtungen ein.

 

Neukölln ist ein Bezirk mit einer kulturellen und bunten Vielfalt, in der Menschen aus vielen Nationen seit Jahren verankert und beheimatet sind. Die Pluralität der Neuköllner Bürger_innen spiegelte sich auch in der Frage wider, wie man dieses „Andersdeutsch“ beschreiben kann. In der Veranstaltung wurde deutlich, dass es sich bei Rassismus und Ausgrenzung um Themen handelt, zu denen es die unterschiedlichsten Sicht- und Herangehensweisen gibt. Dementsprechend entwickelte sich eine vielschichtige Diskussion, die auch zu neuen Erkenntnissen führte. Auf dem anschließenden Abschlussempfang wurde viele der Gespräche weitergeführt und Kontakte geknüpft.

 

Die Teilnehmer_innen waren sich einig, dass es eine wichtige Aufgabe des Bezirksamts Neukölln ist, sich der Thematik der Zugehörigkeit zur Gesellschaft anzunehmen und diese Veranstaltung folgerichtig im Rathaus Neukölln durchzuführen. Mit der Veranstaltung bekräftigt das Bezirksamt, dass die Notwendigkeit zur Einbeziehung aller Neuköllner Bürger_innen auch von offizieller Seite gesehen und unterstützt wird, um allen im Bezirk lebenden Menschen nicht nur eine materielle sondern auch eine emotionale Heimat zu bieten.

 

Die Veranstaltung fand mit rd. 80 Teilnehmer_innen eine gute Resonanz.

 

Das Bezirksamt sieht den BVV-Beschluss damit als erledigt an.

 

 

 

Antrag vom 21.01.2014

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

 

Internationale Woche gegen Rassismus

 

Das Bezirksamt wird gebeten, sich im Jahr 2015 an der „Internationalen Woche gegen Rassismus“ zu beteiligen. Die Art und Weise der Partizipation soll in den entsprechenden Gremien diskutiert werden.

 

Begründung:

Bundesweit beteiligen sich Vereine, Träger, auch Bezirksämter und andere Organisationen an der „Internationalen Woche gegen Rassismus“, die ein wichtiges Symbol gegen Rassismus und Benachteiligung ist. Eine Auseinandersetzung ist aufgrund der Vielfalt an Ethnien und Kulturen in Neukölln von Bedeutung für unseren Bezirk. Alltagsrassismus, Antimuslimischer Rassismus, Antiziganismus, Antisemitismus, Flucht und Asylpolitik, Rechtsextremismus, Sport, Fortbildung, Arbeitswelt, Bildung und Schule sind Kategorien, in denen bundesweit Veranstaltungen stattfinden. Die Möglichkeiten sind vielfältig, so wie der Bezirks Neukölln.

"Das Massaker von Sharpeville", bei dem am 21.03.1960 in Südafrika 180 bis 300 Menschen verletzt werden, die gegen die Passgesetze demonstrierten, ist der Auslöser für den Gedenktag und die folgenden Solidarisierungen und Aktionswochen, auch in Deutschland. Unter Nelson Mandela tritt 1996 die neue Verfassung in Kraft. Seither ist der 21. März in Südafrika "South African Human Rights Day".

 

 

 

 
 

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