Auszug - Vorstellung des TSV Rudow, Leichtathletik und Fußball   

 
 
9. öffentliche Sitzung des Sportausschusses
TOP: Ö 3
Gremium: Sportausschuss Beschlussart: erledigt
Datum: Mi, 09.05.2018 Status: öffentlich
Zeit: 17:00 - 19:25 Anlass: ordentliche Sitzung
Raum: TSV Rudow
Ort: Neuköllner Straße 277, 12357 Berlin
 
Beschluss


Herr Zelmer informiert den Sportausschuss insbesondere über den schlechten Zustand der elektrischen Lautsprecheranlage (Bericht gem. Anlage). Im Anschluss wird der Verein durch das Gremium gebeten, sich erst einmal den Sportausschussmitgliedern vorzustellen.

Herr Zelmer berichtet, dass der TSV Rudow aus dem TSV Jahn Rudow (Gründung im Jahr 1888) hervorging und seit 1924 auf dem Gelände an der Stubenrauchstraße beheimatet ist. Der Sportplatz wurde 1980 zu einem Kunstrasenspielfeld umgebaut. Der Verein hat an das Sportgebäude eigenständig zwei zusätzliche Kabinen angebaut und durch Eigenleistungen das Vereinshaus schuldenfrei errichtet. Im TSV Rudow sind zurzeit rund 4.600 Mitglieder in 21 Abteilungen aktiv, davon ca. 800 Mitglieder in der Fußballabteilung. Die Fußballabteilung ist finanziell und sportlich unabhängig vom Gesamtvorstand tätig.

Bis 1964 war der Verein neben dem Sportplatz in der Stubenrauchstraße auch auf dem Gelände des heutigen Heizkraftwerkes am Flurweg beheimatet. Für den Wegfall dieses Geländes sollte ein Ersatz geschaffen werden. Einen direkten Ersatzstandort hat man jedoch nicht erhalten. Vielmehr werden dem TSV Rudow heute zusätzliche Zeiten auf dem Sportplatz Wutzkyallee und in der Lieselotte-Berger-Straße für den Spiel- und Wettkampfbetrieb für insgesamt 36 Fußballmannschaften (davon 9 Erwachsenenmannschaften, 2 Mädchenmannschaften und eine Damenmannschaft in Aussicht) bereitgestellt. Herr Zelmer weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es auf der Lieselotte-Berger-Straße aufgrund fehlender eigenständiger Kabinen und des laufenden Schulbetriebes immer wieder zu Problemen in der Nutzung kommt.

Einmal im Jahr findet das Sportfest des Gesamtvereins auf dem Sportplatz Stubenrauchstraße statt, in diesem Jahr am 1.7.2018. Die Leichtathletikabteilung ist im Jahr 1972 aus der Turnabteilung des Vereins hervorgegangen. Die Abteilung hat derzeit 234 Mitglieder, Sportlerinnen bilden die Mehrheit. Der Schwerpunkt in der Leichtathletikabteilung liegt in der Jugendarbeit, Mitglieder 50+ sind vorhanden. Es werden 14 Trainer*innen und Übungsleiter*innen beschäftigt. Viele stammen aus den Elternhäusern der Sportler*innen. Die gezahlten Aufwandsentschädigungen decken bei weitem nicht die Ausgaben der ehrenamtlich Tätigen. Im Bezirk Neukölln bieten die Vereine NSF und TSC ebenfalls Leichtathletik an. Die Zusammenarbeit mit den NSF war in der Vergangenheit wenig erfolgreich, weshalb man sich im Verein dafür entschieden hat, zukünftig wieder alleine zu arbeiten.

Der Mitgliederbeitrag liegt derzeit bei 8 Euro für Kinder und Jugendliche. Da der Verein keine Gehälter zahlen kann, ist es für den TSV Rudow schwer, Spitzensportler*innen im Verein zu halten, da diese in der Regel abwandern“. Trotzdem ist der TSV Rudow bei Deutschen Meisterschaften sehr erfolgreich.

Der Abteilungsvorstand erklärt, dass der Sportplatz Lipschitzallee nicht mehr für die Leichtathletikabteilung zur Verfügung steht. American Footballer und Fußballer nutzen den Sportplatz nun für sich. Die Verwaltung entgegnet, dass es Wunsch des TSV Rudow war, die Leichtathletiknutzung im degewo-Stadion aufzugeben und die sportlichen Aktivitäten in das Stadion Britz-Süd zu verlegen. Auf den Hinweis, dass im Stadion Britz-Süd keine Stabhochsprunganlage mehr vorhanden sei, verweist die Verwaltung auf den Sportplatz Buschkrugallee. Die dort befindliche Stabhochsprunganlage kann von den (wenigen) Sportler*innen aus allen Neuköllner Vereinen genutzt werden. Auf den Hinweis des TSV Rudow, dass das Bezirksamt erst jetzt neue Startblöcke für die Leichtathleten beschaffen konnte, fragt Herr Hertzberg nach, warum der Verein die Startblöcke nicht selber erwerben konnte. In diesem Zusammenhang seien die sehr geringen Mitgliederbeiträge der Abteilung scheinbar nicht mehr zeitgemäß. Man sse dann durchaus auch einmal über eine Beitragserhung nachdenken. Er selber kenne diese Thematik aus seiner Vorstandsarbeit in diversen American Footballvereinen. Der Leichtathletikvorstand erwidert, dass es nicht einfach sei, die Mitglieder im Verein zu halten. Hierzu zähle auch, niedrige Mitgliederbeiträge anbieten zu können. Außerdem sei die Abteilung finanziell sehr belastet, weil sich der Hauptverein nicht an den Abteilungsausgaben beteiligen würde.

Abschließend wird noch einmal auf den Sportplatz Stubenrauchstraße eingegangen. Die Verwaltung kann derzeit keine Dringlichkeit erkennen, die Lautsprecheranlage zu sanieren. Eine Beschallung für Musik und Veranstaltungen (wie der Verein es wünscht) ist zu keinem Zeitpunkt vorgesehen gewesen und wird von der Verwaltung in diesem Einzugsgebiet aufgrund möglicher Anwohnerbeschwerden auch als problematisch gesehen. Es handele sich nicht um eine Beschallungsanlage für Sportfeste, sondern um eine elektroakustische Anlage für wichtige Durchsagen. Andere Sportstandorte weisen einen dringlicheren Sanierungsbedarf auf. Außerdem wurden auf dem Sportplatz Stubenrauchstraße in den vergangenen Jahren diverse Sanierungsarbeiten umgesetzt: Der Kunstrasen und die Beregnungsanlage wurden bereits in das Kalenderjahr 2014 vorgezogen. Der verlegte Kunstrasen der ersten Generation wurde dann im Jahr 2017 im Rahmen der Gewährleistung ausgetauscht. Die Außenuhr wurde auf Wunsch des Vereins repariert. Der Kunststoffbelag des Kleinspielfeldes am Mohnweg wurde im Kalenderjahr 2016 ebenfalls im Rahmen des Sportanlagensanierungsprogramms saniert.

Die SE FM wurde vorab zu Herrn Zelmers Schreiben befragt, welcher Mitarbeiter des Bezirksamtes einen „Fachmann“r die Lautsprecheranlage auf den Sportplatz beauftragt hat. Der Vorgang sei dort jedoch nicht bekannt. Es ist seitens der SE FM keine Baumaßnahme geplant, sodass hierfür auch erst einmal keine Gelder festgelegt wurden. Um eine Preisvorstellung von den Sanierungskosten der Lautsprecheranlage erhalten zu können, wird zugesagt, dass die SE FM um eine Kostenschätzung gebeten wird. Der Verein wird einbezogen und der Sportausschuss zu gegebener Zeit informiert. Dem Hinweis von Herrn Zelmer zur „Verwechselung der Dämpfungseinheit mit dem Stadion Windmühle“ werde man nachgehen.


 
 

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