Auszug - Vorstellung des Projekts Pallotti-Mobil e.V. und der der Gemeinde St. Christopherus  

 
 
48. öffentliche Sitzung des Sozialausschusses
TOP: Ö 3
Gremium: Sozialausschuss Beschlussart: erledigt
Datum: Di, 16.02.2016 Status: öffentlich
Zeit: 17:00 - 19:15 Anlass: ordentliche Sitzung
Raum: Katholische Kirchengemeinde - St. Christopherus -
Ort:
 
Beschluss

Frau Schoenthal leitet den Tagesordnungspunkt kurz ein und übergibt das Wort an Herrn Schneider, der den Ausschuss herzlich begrüßt

Frau Schoenthal leitet den Tagesordnungspunkt kurz ein und übergibt das Wort an Herrn Schneider, der den Ausschuss herzlich begrüßt.

 

Die katholische Kirche in Nord-Neukölln bezeichnet sich selbst als eine Kirche im sozialen Brennpunkt. Es hat sich in den vergangenen Jahren zwar einiges geändert und der Wandel ist z.B. auch in den Kitas oder den Gottesdienstbesuchen spürbar (andere Bevölkerungsstruktur – junge Menschen, Akademiker ziehen hierher, ärmere Menschen ziehen weg), gleichwohl bleiben die sozialen Probleme bestehen bzw. verschieben sich. In diesem Zusammenhang beantwortet Herr Schneider die Fragen von Herrn Hecht, Frau Hall-Freiwald, Herrn Meseberg, Herrn Kringel, Frau Schoenthal und Herrn Glücklich und Frau Glöden.

 

Herr BzStR Szczepanski fügt an, dass die sich verändernden Bevölkerungsstrukturen in den Kiezen lange in der BVV besprochen und Untersuchungen beschlossen wurden (Reuterkiez, Schillerkiez). Diese wissenschaftlich bestätigten Veränderungen werden in die Erstellung bezirklicher Milieuschutzsatzungen einfließen.

 

Herr Schneider zeigt dem Ausschuss zur besseren Erläuterung der kirchlichen Tätigkeiten und Projekte einen Kurzfilm. Wie Frau Kuhlmann ausführt, gibt dieser Film einen guten Überblick über die drei Dimensionen der Gemeinde (sozial, spirituell, kulturell).

 

Frau Kuhlmann stellt das Projekt Pallotti-Mobil e.V. vor, welches im Jahr 1998 als Beschäftigungsprojekt für Langzeitarbeitslose ins Leben gerufen wurde und verteilt einen Info-Flyer an die Ausschussmitglieder. Es gibt viel Bedarf an Wohnungshilfen, bei Umzügen oder Renovierungen, bei denen Bedürftige anderen Bedürftigen helfen können. Herr Schneider ergänzt, dass Pallotti-Mobil e.V. die Menschen mit diesem Projekt auch ganz allgemein zusammenbringen möchte, denn Armut macht einsam.

 

Die Ausschussmitglieder haben nun die Möglichkeit Fragen zu stellen, auszugsweise kurz skizziert folgendes:

 

Das Projekt verbreitet sich zumeist über Mund-zu-Mund-Propaganda (Frage Frau Schoenthal). Frau Glöden fragt, wie sich der Verein finanziert. Wie Herr Schneider daraufhin erläutert, ist dies unterschiedlich. Das Bezirksamt Neukölln hat den Verein z.B. bei der Anschaffung eines neuen Fahrzeugs durch eine Zuwendung tatkräftig unterstützt und reicht auf Antrag eine jährliche Zuwendung i.H.v. 1000,- € aus, mit der u.a. die Fahrzeugversicherung finanziert wird. Wie er weiter ausführt, ist der Verein bundesweit vernetzt und wird größtenteils über Spenden finanziert.

 

Frau Manteuffel erkundigt sich nach der Größe der Gemeinde. Die Gemeinde St. Christophorus hat rd. 4.000 Mitglieder, die katholische Kirche Nord-Neukölln etwa 20.000 Mitglieder.

 

Frau Schoenthal möchte wissen, wie das neue Projekt des Caterings bei Palotti-Mobil e.V. entstanden ist. Wie Frau Kuhlmann darlegt, schaut der Verein, welche Talente die Menschen mitbringen. Da im Projekt zwei ausgebildete Köche tätig sind und Essen die Menschen verbindet, entstand diese bisher sehr erfolgreiche Idee. Die Kosten für das Catering werden in Rechnung gestellt und finanzieren sich dadurch (Nachfrage Frau Glöden).

 

Herr Licher fragt, wie sich die Gemeinde in der Flüchtlingsarbeit engagiert (Kirchenasyl). Frau Kuhlmann berichtet, dass es eine Schutzwohnung gibt, welche momentan durch einen Geflüchteten aus Afghanistan genutzt wird. Seit 1995 wird das Kirchenasyl Menschen gewährt, die von Abschiebung bedroht sind. Die/der Bewohner/in kann solange in der Schutzwohnung verbleiben, bis der Aufenthalt gesichert ist. Eine Bewohnerin befand sich rd. 18 Monate im dortigen Kirchasyl (Nachfrage von Frau Hall-Freiwald zur Aufenthaltsdauer).

 

Abschließend stellen Frau Kuhlmann und Herr Schneider kurz das Projekt „Kunst in der Kirche“ vor, mit welchem regelmäßige Ausstellungen und Kulturprojekte in der Gemeinde stattfinden. Der Ausschuss ist herzlich zur nächsten Vernissage am 15.04.2016 um 19.00 Uhr in die Gemeinde eingeladen.

 

Die Vorsitzende bedankt sich für die Einladung und die Vorstellung der Kirchengemeinde und wünscht für die Arbeit und Projekte weiterhin viel Erfolg und alles Gute.


 
 

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