Auszug - Einschulung 2015/16  

 
 
33. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung, Schule und Kultur
TOP: Ö 3
Gremium: Ausschuss für Bildung, Schule und Kultur Beschlussart: im Ausschuss abgelehnt
Datum: Mi, 03.09.2014 Status: öffentlich
Zeit: 17:00 - 18:50 Anlass: ordentliche Sitzung
Raum: Gemeinschaftshaus Gropiusstadt
Ort:
0985/XIX Einschulung 2015/16
   
 
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:GrüneBildung, Schule und Kultur
  Schulze, Karsten
Drucksache-Art:AntragBeschlussempfehlung - 2. Lesung
 
Beschluss

Frau BV Christians-Roshanai begründet ihren Antrag damit, dass ein „Tag der Schulbegegnung“, an dem sich alle Neuköllner Schulen unter Beteiligung der Bildungsverbünde und der QMs der Elternschaft vorstellen, zu mehr Transparenz und einem besseren Image

Frau BV Christians-Roshanai begründet ihren Antrag damit, dass ein „Tag der Schulbegegnung“, an dem sich alle Neuköllner Schulen unter Beteiligung der Bildungsverbünde und der QMs der Elternschaft vorstellen, zu mehr Transparenz und einem besseren Image der Neuköllner Schulen beitragen und einer weiteren Abwanderung in die Nachbarbezirke entgegenwirken würde.

 

Frau BzStRin Dr. Giffey verweist auf die aktuelle Grundschulbroschüre für das Schuljahr 2015/2016, in der sich Eltern ausführlich über das Profil der einzelnen Neuköllner Grundschulen informieren können. Die Broschüre geht diese Woche in den Druck und wird rechtzeitig vor dem Anmeldezeitraum (6.-17.10.2014) für die Jahre 2015/2016 in den Kitas, den Regionalen Fachdiensten des Jugendamtes, den QMs, in den Bildungsverbünden, der Verwaltung und an alle BVV-Mitglieder verteilt. Sie ist dann auch online verfügbar. Die Grundschulen bieten für Eltern im Vorfeld der Schulanmeldung einen „Tag der offenen Tür“ oder Termine nach Vereinbarung an. Des Weiteren werben bereits auch einige Bildungsverbünde für Schulen. In der Gropiusstadt findet jedes Jahr eine regionale Schulmesse statt, an der sich 11 Grundschulen und 6 Oberschulen beteiligen und die Elternschaft über ihre Lernangebote informieren. Die Messe ist in diesem Jahr am 4. September 2014.

Die angesprochene Abwanderungstendenz in andere Bezirke erachtet Frau BzStRin Dr. Giffey auch als problematisch, jedoch sei dieser nicht mit einer bezirksweiten Schulmesse zu begegnen. Der Wegzug bildungsorientierter Familien mit Kindern, insbesondere im Norden des Bezirkes, liegt vor allem an der dortigen Sozialstruktur. Zudem sind für Eltern vor allem wohnortnahe Schulen interessant, so dass gute Schulen im Süden kaum von Erstklässler/innen im Norden besucht werden. Eine bezirksweite Schulmesse läuft ins Leere, die Orientierung ist regional. Eine weitere Problematik sieht Frau BzStRin Dr. Giffey in der Organisation und Koordination einer solchen Schulmesse. Der Schulträger hat dafür keine personellen Ressourcen.

 

Frau BV Caglar ergänzt, dass jene Eltern, die sich nicht über die Grundschulbroschüre informieren, auch kaum eine Großveranstaltung der Neuköllner Schulen besuchen werden.

 

Herr BV Koglin unterstreicht, dass Eltern in erster Linie kurze Wege bevorzugen und damit eine wohnortnahe Beschulung. Er lehnt den Antrag ab.

 

Frau BV Helm wünscht sich eine offenere Debatte. Der ndH-Anteil der Nordneuköllner Schulen spiegelt nicht den ndH-Anteil der umliegenden Bewohner/innen wider. Dieser ist niedriger, jedoch kommen diese Kinder nicht in den Nordneuköllner Schulen an, sondern wandern ab. Um dem zu begegnen, sollte den Schulen eine zusätzliche Plattform zur Präsentation geboten werden. Die Einbeziehung der QMs wäre vorstellbar, da sie die Schulen und das Wohnumfeld sehr gut kennen.

 

Frau BzStRin Dr. Giffey entgegnet, dass nicht alle Schulen in QM-Gebieten liegen und damit übergangen werden könnten. Fakt ist, dass die Schulen mit dem „Tag der offenen Tür“ und individuellen Gesprächen mit den Eltern bereits stark belastet sind. Eine zusätzliche Schulmesse würde viele Schulen überfordern, zumal es sich immer wieder zeigt, dass Eltern vor Ort und bei einem persönlichen Gespräch am besten überzeugt werden können, ihr Kind an dieser Schule anzumelden.

 

Frau BV Blumenthal hat den Antrag drei Lehrkräften der Fritz-Karsen-Schule vorgelegt. Diese haben die zusätzliche Belastung einer Schulmesse ebenso bestätigt wie die höhere Erfolgsquote beim „Tag der offenen Tür.“

 

Frau BV Christians-Roshanai betont noch einmal die nicht vorhandene Durchmischung an Nordneuköllner Schulen. Sie besitzen einen schlechten Ruf. Auf einer Schulmesse könnten sie ihre Freizeit- und Bildungsangebote präsentieren und ihrem schlechten Image entgegenwirken. 

 

Der Antrag wird mit den Stimmen der SPD und CDU gegen die Stimmen der Grünen, der Piraten und der Linken abgelehnt.


 
 

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