Bekanntgabe der Förderungen 2017 Dezentrale Kulturarbeit in Neukölln

Pressemitteilung vom 13.04.2017

Kultur –und Bildungsstadtrat Jan-Christopher Rämer gibt bekannt:

„Der Fachbereich Kultur des Bezirksamtes Neukölln unterstützt Kultur- und Kunstschaffende, um die kulturelle Vielfalt Neuköllns zu erhalten und weiterzuentwickeln. Gefördert werden Projekte von Einzelpersonen, kulturellen Gruppen, Vereinen und Initiativen, die ihren Schwerpunkt in Neukölln haben bzw. deren Projektergebnisse in Neukölln gezeigt werden.“

Folgende Projekte werden dieses Jahr gefördert:

  • Chöre in Neuköllner Höfen
    Am 16.09.2017 findet ein Chorfestival in den Hinterhöfen der Karl-Marx-Str. statt. Angedacht sind die Höfe der Häuser 152, 181 & 199. Bei diesem Festival singen ausschließlich Berliner Chöre.
  • 20 Jahre dritter Frühling – temporär und dislokal
    Der „dritte Frühling“ feiert sein 20-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass wird es eine Wanderausstellung an verschiedenen Orten in Neukölln geben, die sich an die jetzt 50 bis 60-jährigen richtet, um das Projekt auch in dieser Altersstufe bekannt zu machen.
  • Aufführung der Weihnachtshistorie von H. Schütz
    In der evangelischen Brüdergemeine Berlin wird in der Weihnachtszeit die Weihnachtshistorie von Heinrich Schütz aufgeführt. Dieses Projekt richtet sich nicht nur an Gläubige, sondern an alle Bevölkerungsgruppen, die in Neukölln leben.
  • Einszueins – Kunst in der königlichen Backstube
    Der Bäckermeister Michael Köster möchte gerne in seiner königlichen Backstube den Zusammenhang zwischen Kunst und Brot darstellen. Dreimal jährlich werden in der königlichen Backstube neue künstlerische Arbeiten gezeigt.
  • Doppellesung: Neukölln- Texte von und mit Tanja Dückers und Jörg Sundermeier
    Anlässlich der 70-Jahr-Feier des Nachbarschaftsheim Neukölln e.V. werden zwei Autor*innen Kurioses, Trauriges und Witziges aus dem Neuköllner Alltag erzählen.
  • Komisches Tier versus kosmisches Tier
    Der Installationskünstler Reinhold Gottwald wird in einer Ausstellung verschiedenste Kunstformen miteinander verbinden und dazu einen Katalog erstellen.
  • Stärkung Initiative Kunsträume Neukölln
    In Neukölln haben sich 20 Kunsträume zusammengeschlossen. Sie
    organisieren gemeinsam Führungen, Veröffentlichungen und eine
    gemeinsame Internetseite.
  • Britzer WeinKultur – Erfahrungsraum Kultur und Natur
    In Britz gibt es eine Anbaufläche mit rund 1.500 Weinreben. Dieser Ort soll nun auch kulturell erschlossen werden. Hierfür wird eine einmalige „Anschubsfinanzierung“ zur Verfügung gestellt.
  • Flood/ Flut
    Im Spektrum wird das Projekt eine elektroakustische Live-Performance realisiert. Die hörbaren Klangereignisse werden visuell durch ein Raumkonzept unterstützt.
  • Kosmo-Kultur
    Im „Kapital“ am Karl-Marx-Platz finden immer um 22:22 Uhr Künstler-gespräche des Projektes Kosmo Kultur-Kiosks statt.
  • Konzert „Wär ich nicht arm, wärst Du nicht reich“
    Der seit vielen Jahren in Neukölln existierende „Hans-Beimler-Chor“ wird in der Werkstatt der Kulturen ein Jahreskonzert geben.
  • Poet’s Corner
    Poet’s Corner gibt jedes Jahr in unterschiedlichen Bezirken Autor*+innen aus Berlin die Möglichkeit, ihre Werke vorzustellen. Die Veranstaltung findet am 17.06.2017 statt.

Im Rahmen der Künstlerförderung 48 Stunden Neukölln erhalten folgende Künstlerinnen und Künstler eine Förderung:

  • Bridge Markland – Ratten im Schatten der Popmusik
    Bridge Markland beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit dem prekären Verhältnis in einem Mietshaus von 1885. Der starke Berliner Dialekt erinnert in vielen Punkten an die heutige Jugendsprache.
  • Jara López Ballonga – Hör mir zu!
    Zwei Räume, zwei verschiedene Sinneserfahrungen. Raum 1 ist in
    totale Dunkelheit gehüllt. Raum 2 ist lichtdurchflutet. In diesen Räumen werden den Zuhörer*innen auditive Erlebnisse geboten.
  • Eva Am Winnersbach – Schattendasein
    Der Richardplatz wird zum Ort der Suche. Die Künstler*innen suchen im Unbeachteten nach Möglichkeitsräumen und Rückzugsgebieten als Chance jenseits der sogenannten Sonnenseite des Lebens.
  • Klaus Eichner – FREMDSCHATTEN
    Ausgehend vom Höhlengleichnis Platons werden dessen verschiedene Stationen künstlerisch und darstellerisch ausgelotet.
  • Jonas Engelmann – Sonic Noir/ The sonic Others
    Studenten des Masterstudiums „Soundstudies“ stellen ihre Ideen zum Thema Schatten vor.
  • Simone Schmidt – ZEIGE / SCHATTEN / ZEICHEN
    Ein deutsch-arabisches Lernschattenspiel wird entwickelt, Sprache zum Ansehen und Spiele zum Anfassen werden entwickelt.
  • Rebekka Uhlig / PerformanceChor für Experimentellen Gesang Berlin – LICHTKLANGSCHATTEN
    Die Performerin eines Chors erstellt Choreografien und akustische
    Gebilde. Es entstehen Schatten an den Wänden in unterschiedlichen Farben.
  • Ilker Abay – SHADOW SOCIETY
    Es wird ein anonymer Raum für Kommunikation geschaffen in dem sich Menschen aus Neukölln begegnen können. Diese Kabinen werden entweder in der Passage oder auf dem Tempelhofer Feld aufgebaut.
  • Selda Asal / Apartment Projekt e.V – Witnesses of the shadows
    Die Ausstellung Witnesses of the shadows soll das alltägliche Trauma von türkischen Künstler*innen thematisieren: Die Ratlosigkeit, die Unfähigkeit, unsere Gefühle zu zeigen.