Fahnenhissung in Gedenken an die 2005 ermordete Deutsch-Türkin Hatun Sürücü

Pressemitteilung vom 30.01.2017

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Im Gedenken an die am 7. Februar 2005 ermordete Deutsch-Türkin Hatun Sürücü setzen die Neuköllner Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey und die bezirkliche Gleichstellungsbeauftragte Sylvia Edler gemeinsam mit dem Arbeitskreis Mädchenarbeit in Neukölln ein Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen.

Fahnenhissung auf dem Rathausvorplatz
Datum: 7. Februar 2017, 16.15 Uhr
Ort: Vorplatz des Rathauses Neukölln, Karl-Marx-Str. 83

Gehisst wird eine Fahne, die von der Gleichstellungsbeauftragten und dem Arbeitskreis Mädchenarbeit in Neukölln „Selbstbestimmt leben – Gegen Gewalt an Frauen“ entwickelt wurde. Bis zum weltweiten Aktionstag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen “One Billion Rising” am 14. Februar 2017 weht die Fahne auf dem Rathausvorplatz.

Der Mord an Hatun Sürücü sorgte Deutschlandweit für Entsetzen. Die 23-jährige Deutsche mit kurdischen Wurzeln hatte in Berlin ein selbstbestimmtes Leben geführt. Kurz vor dem Abschluss ihrer Gesellinnenprüfung zur Elektroinstallateurin wurde die junge Mutter von einem ihrer Brüder durch drei Kopfschüsse getötet, weil sie sich nicht den strengen Regeln der Familie unterordnete.

„Das Grundgesetz gilt für alle, die in unserem Land leben“, sagt Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey. „Unabhängig von der Herkunft oder Religion haben alle jungen Menschen in Deutschland das Recht der freien Berufs- und Partnerwahl und das Recht, gewaltfrei aufzuwachsen. Das müssen wir mit der Stärke des Rechtsstaats und mit Beratungs- und Hilfsangeboten für betroffene junge Frauen durchsetzen.“