Inhaltsspalte

Wiedereröffnung der Jahn-Sporthalle nach Nutzung als Flüchtlingsunterkunft

Pressemitteilung vom 16.12.2016

———————————————
19. Dezember 2016, um 11 Uhr
Columbiadamm 192, 10965 Berlin

Die Jahn-Sporthalle war die erste wettkampftaugliche Neuköllner Sporthalle, die der Bezirk für die Unterkunft von Geflüchteten zur Verfügung stellen musste. Vom 8. September 2015 an bis zum 9. Juli 2016 stand sie als Notunterkunft für 150 Menschen zur Verfügung. Die Halle wurde damit dem Vereinssport, (z.B. ISS Basketball und TUS Neukölln) sowie dem Schulsport (Nutzung durch die Karl-Weise-Grundschule, das Ernst-Abbe-Gymnasium, die Evangelische Schule und die Carl-Legien-Berufsschule) entzogen.

Am 9. Juli 2016 erfolgte der Freizug der Halle im Rahmen des Freizugskonzepts des Senats. Am 2. August 2016 wurden die durch die Fremdnutzung entstandenen Schäden im Einvernehmen mit dem Landesamt für Flüchtlinge, der Berliner Immobilienmanagement GmbH und dem Bezirk Neukölln begutachtet. Für die Beseitigung der Mängel wurde eine Summe von 174.000 Euro veranschlagt. Die Gewerke umfassten Bodenbelags- und Fliesenarbeiten, Maler-, Trockenbau- und Mauerarbeiten, Tischler- Schlosser-, und Verglasungsarbeiten, Gas-Wasser-Heizung, Sanitär- sowie Elektroarbeiten und wurden vom Fachbereich Hochbau des Bezirks geleitet.

Jetzt kann die Sporthalle nach viermonatigen intensiven Instandsetzungsmaßnahmen wieder in Betrieb genommen werden. Dazu möchten wir Sie herzlich einladen. Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse der Karl-Weise-Schule werden im Rahmen der Wiederinbetriebnahme eine erste Sportstunde in der Halle abhalten.

In Neukölln dienen noch zwei weitere Sporthallenstandorte als Notunterkünfte für Geflüchtete: die Doppel-Sporthalle am Buckower Damm 282 ist seit 3. November 2015 Flüchtlingsunterkunft; hier sind wie in der am 26. November 2015 sichergestellten Doppel-Sporthalle am Efeuweg 28 bis zu 200 Menschen untergebracht.

Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey:
„Nach der Jahn-Sporthalle müssen wir nun alles daran setzen, auch die anderen beiden mit Flüchtlingen belegten Sporthallen im Bezirk wieder an den Schul- und Vereinssport zurückgeben zu können. Dazu gehört, dass der Umzug der Flüchtlinge in die Tempohome-Unterkunft in der Gerlinger Straße so schnell wie möglich realisiert wird.“

Schul- und Sportstadtrat Jan-Christopher Rämer:
„Die Geflüchteten müssen endlich raus aus den Berliner Sporthallen! Sowohl die Wohnsituation der Geflüchteten, als auch die Situation für den Sport ist nicht länger tragbar. Für alle Beteiligten ist die Wiederinbetriebnahme der Jahn-Sporthalle eine Rückkehr in die Normalität. Dem Fachbereich Hochbau und dem Fachbereich Sport danke ich für den Kraftakt, innerhalb von nur vier Monaten die Halle für den Schul- und Vereinsbetrieb wieder herzustellen.“