Fünf Persönlichkeiten erhalten Neuköllner Ehrennadel als Anerkennung ihres Engagements für den Bezirk

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Alle Trägerinnen und Träger der Ehrennadel des Bezirks sind im Rathausfoyer in der 2. Etage auf Messingtafeln verewigt.
Bild: BA Neukölln
Pressemitteilung vom 05.12.2016

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Fünf Persönlichkeiten, die sich um den Bezirk Neukölln verdient gemacht haben, werden mit der Neuköllner Ehrennadel ausgezeichnet. Die Auszeichnungen empfangen in diesem Jahr Sigrid Zeuner, Gutrun Timm, Michael Zeise, Ekkehard Streletzki und Benno Wischer. Bei der Ehrennadel handelt es sich um die höchste Ehrung des Bezirks an seine Bürgerinnen und Bürger.

Das neue Bezirksamt knüpft damit an eine seit 32 Jahren gepflegte Tradition in Neukölln an. Seit 1984 wurden 161 Bürgerinnen und Bürger für ihr ehrenamtliches Engagement für den Bezirk geehrt – sie alle sind im Rathausfoyer in der 2. Etage auf Messingtafeln verewigt. Unter den Preisträgern sind viele bekannte Namen wie der von Schauspielerin Uschi Glas, Filmemacherin Güner Balci und der Neuköllner Judoka und Olympionikin Laura Vargas Koch.

Die Verleihung erfolgt in feierlichem Rahmen durch Bezirksverordnetenvorsteher Lars Oeverdieck und Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey am Samstag, 10. Dezember 2016, auf Schloss Britz.

Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen, sich unter 030/ 90239-2305 für die Veranstaltung anzumelden.

Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey:
„Mein aufrichtiger und tiefer Dank gebührt allen Trägerinnen und Trägern der Ehrennadel. Sie alle haben in den vergangenen Jahren vorbildliches Engagement gezeigt. Sie haben ihre Fähigkeiten und Kompetenzen anderen zur Verfügung gestellt und so die Gemeinschaft gestärkt. Diesen Einsatz möchten wir in Neukölln ganz ausdrücklich anerkennen und würdigen.“

Sigrid Zeuner ist seit März 1977 Mitglied des Erkschen Gemischten Chores 1852 e.V. Berlin, der heute seinen Standort in Neukölln in der Albrecht-Dürer-Schule hat. Im Februar 1990 wurde Sigrid Zeuner als 1. Schatzmeisterin in den Chorvorstand gewählt, 1995 wechselte sie in das Amt der 2. Vorsitzenden und seit 2007 nimmt sie das Amt der 1. Vorsitzenden wahr. In den 25 Jahren ihrer Vorstandstätigkeit führte sie ihre Ämter nicht nur mit Leidenschaft und hohem Einsatz aus, sondern übernahm auch zeitweise kommissarisch weitere Vorstandsämter. Eine besondere Herausforderung war die Leitung des Festkomitees zur Vorbereitung und Durchführung der Feierlichkeiten und Konzerte anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Erkschen Gemischten Chores.

Gutrun Timm ist ehrenamtlich im Vorstand des Berliner Imkervereins Neukölln (Arnikaweg), Treptow sowie als Beisitzerin im Deutschen Imkerverein Berlin tätig. Vor 50 Jahren erwarb sie erstmalig zwei Bienenvölker und eignete sich umfangreiches Wissen über Bienen an. Seither züchtet Gutrun Timm kontinuierlich neue Bienenvölker heran. Timm fing als einzige Frau in Berlin mit der Königinnen-Zucht an und ist seit 1995 Zuchtobmann des Landesverbandes Berlin im Imkerverband für die Zucht von Bienenköniginnen in Berlin. Zudem ist die Imkerin für den Bereich der Bienengesundheit in Neukölln und Treptow zuständig und koordiniert Termine für die Zählung der Varroamilben und die Abgabe von Futterproben für den Gesundheitscheck.

Vor 10 Jahren startete Gutrun Timm ein Projekt, in dem sie gemeinsam mit Probeimkern einmal im Jahr zeigt, wie aus einem Ableger ein Bienenvolk entsteht, was zu beachten ist und welche Bedeutung Bienen im Leben der Menschen haben. Auf diese Weise gibt sie ihr umfassendes Wissen über die Biene an interessierte Neuköllnerinnen und Neuköllner weiter und erklärt regelmäßig Gruppen aus Kindertagesstätten, Grundschulen und Oberschulen, wie die Welt der Biene funktioniert.

Michael Zeise engagiert sich als Geschäftsführer des mittelständischen Unternehmens BrauCo GmbH seit Jahren vorbildhaft für die Schule am Regenweiher. Viele Maßnahmen hätten ohne seinen Einsatz und seine Zuwendung nicht umgesetzt werden können. Zeise vertritt die Auffassung, dass ein Wirtschaftsunternehmen auch gesellschaftliche Verantwortung übernehmen sollte. Sein Engagement kommt deshalb nicht nur den Schüler/innen zu Gute. Er hat es auch vermocht, bei seinen Beschäftigten ein größeres Bewusstsein für soziale Belange zu wecken und bei den Maßnahmen an der Schule am Regenweiher regelmäßig mit einzubeziehen. Die Freude der Schüler/innen über die Neuerungen sind sein alleiniger Motor und Ansporn.

Ekkehard Streletzki ist Unternehmer und Hotelier. 1994 eröffnete er das Estrel Hotel an der Sonnenallee in Berlin-Neukölln. Dieses entwickelte sich rapide zu einem zentralen Punkt im Bezirk und wurde 1996 als größtes Hotel Deutschlands ins „Guinnessbuch der Rekorde“ aufgenommen. Mittlerweile zählt das Estrel nicht nur als eines der umsatzstärksten Hotels in Berlin, sondern gilt auch als renommiertes Congress und Entertainment Center. Ekkehard Streletzki zeigt zudem soziales Engagement in hohem Maße. Die Unterstützung von sozialen Einrichtungen und Projekten ist für ihn eine Herzensangelegenheit und reicht weit über die eigenen Geschäftsziele hinaus. Er unterstützt Benefiz-Veranstaltungen wie die Gala „Kinder in Gefahr“ und setzt sich dafür ein, dass Hilfebedürftige die Hilfe erhalten, die sie benötigen. „Nestwärme“ und das „Ricam Hospiz“ sind Projekte, für die sich Streletzki einsetzt. Zudem gehören die Obdachlosen-Weihnachtsfeier im Estrel Berlin und der Weihnachtswunschbaum zur jährlichen Tradition des Unternehmers, die immer wieder aufs Neue Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Benno Wischer ist ehemaliger Beamter der Senatsfinanzverwaltung und seit über 55 Jahren ehrenamtlich in der Sozialkommission („Soko 59“) für Seniorinnen und Senioren im Gebiet nördlich des Britzer Gartens aktiv. Mit Herzblut und Tatkraft engagiert er sich für die Belange von Seniorinnen und Senioren in Neukölln. In seiner langjährigen Tätigkeit als Sozialkommissionsmitglied erlebte er die Veränderungen der Aufgabenschwerpunkte: Weg von den Ermittlungen im Zusammenhang mit Hilfsbedürftigkeit hin zur Herstellung persönlicher Kontakte. Es entwickelte sich ein Miteinander auf Augenhöhe. Er besucht seine Klienten zum 80., 85., 90. und danach zu jedem Geburtstag. Bei intensiven Gesprächen schenkt Wischer der Jubilarin oder dem Jubilar, den Angehörigen oder Gästen seine Aufmerksamkeit und hat stets ein offenes Ohr für große und kleine Sorgen und Nöte.