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Flucht aus dem Kino „Freiheit” - Zeitgenössische Kunst aus Polen

Foto
Bild: Karolina Breguła
Pressemitteilung vom 15.11.2016

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Herzliche Einladung zur Vernissage am Freitag, 18. November 2016, 18 Uhr
Einführung: Agnieszka Rayzacher und Dorothee Bienert

GALERIE IM SAALBAU
Karl-Marx-Str. 141, 12043 Berlin, Di–So 10–20 Uhr, U7 Karl-Marx-Straße

Künstlerinnen und Künstler
Paweł Althamer, Filip Berendt, Karolina Breguła, Olaf Brzeski, Zuzanna Janin, Justyna Górowska, C.T. Jasper und Joanna Malinowska, Roman Stańczak, Konrad Smoleński

„Ich weiß nicht ob Ihnen, meine Herrschaften, bewusst ist, dass mit der Aufhebung der institutionellen Zensur Sie selber nun die Pflicht der Zensur übernehmen.” Mit diesen Worten beginnt der Film von Wojciech Marczewski „Die Flucht aus dem Kino ‚Freiheit’“ aus dem Jahr 1990, der den gesellschaftspolitischen Umbruch in Polen reflektiert. Der Film stellt die Frage nach dem Umgang mit Freiheit und nach dem Maßstab, mit dem ein Erfolg gemessen wird: Reicht Freiheitsgewinn allein aus oder muss man noch lernen, mit ihm umzugehen? Diese Überlegungen sind nach einem Vierteljahrhundert immer noch aktuell.

Im Jahr 1990 konnte der Filmautor Wojciech Marczewski nur vermuten, wie schwierig die Herausforderung der Transformation und des Aufbaus einer Zivilgesellschaft für die Polen sein wird. Der Regisseur argumentierte mit Erich Fromms „Furcht vor der Freiheit” und ging davon aus, dass die frühkapitalistische Realität Ängste und Einsamkeit auslösen würde.

Die Ausstellung stellt Skulpturen, Objekte und (Video)Installationen polnischer Künstler*innen vor, die einen kritischen Blick auf das letzte Vierteljahrhundert der „Freiheit“ im eigenen Land werfen. Die Werke beschäftigen sich mit gesellschaftliche Problemen, Politik und Geschichte sowie mit dem Wechselspiel von Kunst und Wirklichkeit. Die Flucht aus dem Kino „Freiheit” verhandelt Begriffe, die in der gegenwärtigen Kultur präsent sind: Emanzipation, Humanistik, Partizipation, Gemeinschaft.

Ein Projekt der Stiftung Lokal Sztuki/ lokal_30, Kuratorin: Agnieszka Rayzacher. Gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Kultur und nationales Kulturerbe der Republik Polen.

Mehr Informationen von: Dorothee Bienert, E-Mail: dorothee.bienert@bezirksamt-neukoelln.de, Tel. 030-90239-4085