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BEZIRKSAMT NEUKÖLLN STELLT EHEMALIGE SCHULRÄUME FÜR FLÜCHTLINGE ZUR VERFÜGUNG

Pressemitteilung vom 12.01.2015

Wie alle anderen Berliner Bezirke erhielt auch das Bezirksamt Neukölln am 6. Januar 2015 ein Schreiben vom Landesamt für Gesundheit und Soziales mit der Aufforderung, Turnhallen im Bezirk zu benennen, um kurzfristig die große Zahl der Flüchtlinge, die nach Berlin kommen, unterzubringen. Deshalb unterstützt das Bezirksamt Neukölln jetzt das LaGeSo mit der Freigabe der ehemaligen mobilen Unterrichtsräume der Hermann-Sander-Schule im Mariendorfer Weg.

Bezirksstadträtin Giffey dazu: „ Wir wollen nicht, dass die Flüchtlinge in Turnhallen auf engstem Raum ohne jede Privatsphäre hausen müssen und werden deshalb alles daran setzen, andere Alternativen zu suchen. Mit den ehemaligen mobilen Unterrichtsräumen der Hermann-Sander-Schule ist uns das jetzt gelungen. Die Schule hat gerade erst im Dezember ihre neuen Räume in der frisch renovierten und umgebauten benachbarten ehemaligen Thomas-Morus-Hauptschule am Mariendorfer Weg 69 bezogen. Damit werden die bisher durch die Schule genutzten Mobilen Unterrichtsräume gegenüber dem Schulgelände nicht mehr benötigt und können anderweitig verwendet werden. In der jetzigen Notsituation stellen wir das Gebäude zunächst für die Flüchtlingsunterbringung zur Verfügung.“

Es handelt sich um ein abgeschlossenes Gebäude neben dem Sportplatz am Mariendorfer Weg mit einer Nutzfläche von ca. 500 m². Acht ehemalige Klassenräume mit einer Fläche von jeweils 60 m² können auf 2 Etagen mit entsprechenden Toilettenanlagen genutzt werden. Im Außenbereich des Geländes werden Duschcontainer errichtet. Da es sich um die Erstversorgung von Flüchtlingen kurz nach ihrer Ankunft in Berlin handelt, wird das Essen angeliefert. Auf dem Gelände wird es rund um die Uhr einen Wachschutz geben, für die Betreuung durch Sozialarbeiter/innen vor Ort wird gesorgt. Das LaGeSo wird vorwiegend Familien mit Kindern dort unterbringen, da von der schulischen Nutzung auch noch Spielgeräte und Freiflächen zur Verfügung stehen. Etwa 80 – 100 Personen sollen hier eine Erstaufnahme finden, bevor sie in dauerhafte Unterkünfte an einem anderen Ort vermittelt werden.