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Das Schülerforschungszentrum Berlin (SFZ Berlin) in der Lise-Meitner-Schule öffnet seine Pforten

Pressemitteilung vom 08.08.2013

Am Mittwoch, dem 14. August 2013 von 10 bis 11 Uhr findet die Pressekonferenz mit anschließender feierlicher Eröffnung des SFZ Berlin in der Mensa der Lise-Meitner-Schule, Rudower Str. 184, 12351 Berlin statt.

Der Staatssekretär für Bildung Mark Rackles, die Schulleiterin Petra Christiansen, die Initiatorin des SFZ Berlin, Dr. Babette Pribbenow (stellvertretende Leiterin des beruflichen Gymnasiums) sowie weitere Förderer stellen das Schülerforschungszentrum Berlin vor. Die Neuköllner Bildungsstadträtin Dr. Franziska Giffey gratuliert zur Eröffnung.

Das Schülerforschungszentrum Berlin wird ein wichtiger Bestandteil des entstehenden Campus Efeuweg – ein Bildungsleuchtturm im Süden Neuköllns – der zur Verbesserung der Bildungs-, Wohn- und Lebensqualität in der Großsiedlung beiträgt.

Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen aus ganz Berlin erhalten in ihrer Freizeit im Schülerforschungszentrum Berlin die Möglichkeit zur eigenständigen Forschung in den mathematischen, naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen. Außerdem können sie ihre Forschungsarbeiten auf regionaler und nationaler Ebene bei naturwissenschaftlichen Wettbewerben wie „Jugend forscht“ vorstellen. Das Schülerforschungszentrum Berlin soll sowohl Spitzen- als auch Breitenförderung ermöglichen. Bundesweit gibt es mehrere Forschungszentren dieser Art, in Berlin ist diese Einrichtung einzigartig.

Durch eine enge Anbindung an forschende Institute und Unternehmen sollen die Schülerinnen und Schüler auch Einblicke in die Berufswelt und dadurch schon frühzeitig eine berufliche Orientierung erhalten. Das Schülerforschungszentrum dient damit ausdrücklich der Nachwuchsförderung für MINT- Berufe (Fachkräftenachwuchs).

Die Lise-Meitner-Schule bietet mit ihrer einzigartigen Ausstattung (vom Elektronenmikroskop bis zum Atomabsorptionsspektrometer) den perfekten Ort, um den Forscherdrang auszuleben. Unterstützt werden die jungen Forscherinnen und Forscher dabei von den erfahrenen Lehrkräften der Lise-Meitner-Schule, von denen viele „Quereinsteiger “ aus Wissenschaft und Industrie ein praxisbezogenes Know-how beisteuern können. Außerdem haben sich die Technische Universität Berlin, dessen Präsident Prof. Dr.-.Ing. Jörg Steinbach die Schirmherrschaft für das Schülerforschungszentrum übernommen hat, die Beuth Hochschule für Technik Berlin und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin bereit erklärt, den Schülerinnen und Schülern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Der Eröffnung ging eine beispielgebende Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft, Hochschulen und Schule voraus. Auf der konstituierenden Sitzung des Trägervereins einigten sich die Partner auf eine fruchtbare Zusammenarbeit zur Förderung von Schülerinnen und Schülern Berlins.

Die Gründungsmitglieder des Schülerforschungszentrums Berlin sind:
Lise-Meitner-Schule, Technische Universität Berlin, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin-Chemie AG, Arbeitgeberverband Nordostchemie e.V., Beuth Hochschule für Technik Berlin, Bezirksamt Neukölln von Berlin, Abteilung Bildung, Schule, Kultur und Sport, degewo, Ferdinand-Braun-Institut | Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik, Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP) e.V., Hermann-von-Helmholtz-Schule, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie. Stiftung Jugend forscht e.V., procado Consulting IT & Medienservice, Zukunftsakademie Gropiusstadt.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft wird die Personalmittel (eine Lehrerstelle) zur Verfügung stellen.

Die Durchführung der Forschungsarbeiten wird ermöglicht durch Spenden aus der Wirtschaft. So erklärte sich die Berlin-Chemie AG bereit, die Verbrauchsmittel der nächsten drei Jahre zu finanzieren.
Die Bayer Science & Education Foundation beteiligt sich am Aufbau des Schülerforschungszentrums mit der Fördersumme von 25.000€ für das Jahr 2013, davon werden u.a. ein Fluoreszenzmikroskop für biologische Forschung sowie Messgeräte und Funktionsgeneratoren für physikalische Experimente angeschafft.
Der Arbeitgeberverband Nordostchemie e.V. hat ebenso eine finanzielle Unterstützung zugesagt.

Weitere Förderer des SFZ Berlin sind neben den Gründungsmitgliedern: die Berliner Stadtreinigung, das Helmholtz Zentrum Berlin, das Berufsbildungszentrum Chemie, die Optischen Technologien aus Berlin und Brandenburg (OpTecBB), das Zentrum für Mikro- systemtechnik Berlin (ZEMI), der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg (VME), die IHK Berlin und der Verein MINT-EC.

Mit seiner Lokalisation in Berlin Neukölln möchte das Schülerforschungszentrum Berlin zu einer Erweiterung des Bildungsangebots beitragen und Schülerinnen und Schülern aus verschiedensten Bürgerschichten ein interessantes und förderndes Freizeitangebot anbieten.

Grußworte:

Die Neuköllner Bildungsstadträtin Dr. Franziska Giffey begrüßt die Gründung des Schülerforschungszentrums ausdrücklich:
“Für unsere Bemühungen auf dem Campus Efeuweg eine ganzheitliche Bildungs- und Freizeitlandschaft in der südlichen Gropiusstadt zu schaffen, und von der Kita bis zur Oberschule eine naturwissenschaftliche Profilbildung zu befördern, bietet das Schülerforschungszentrum glänzende Möglichkeiten – ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt.”

Stiftungsvorstand Timo V. Schmitt-Lord der Bayer-Stiftung: „Die Bayer-Stiftung fördert seit 1923 neue Ideen an der Schnittstelle von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Im Mittelpunkt stehen Pioniere, die im Bildungsbereich, im Gesundheitswesen oder im Sozialsektor Besonderes für die Gesellschaft leisten… und eben Talente, von denen wir solche Pionierleistungen noch erwarten. Technikbegeisterung in Schulen ist für uns dabei ein Schlüsselelement für die frühe Förderung von Talent und Forschergeist.”

degewo-Vorstandsmitglied Frank Bielka: „Das Schülerforschungszentrum ist die Konsequenz einer längeren Entwicklung und stellt einen neuen Leuchtturm in der Bildungslandschaft der Gropiusstadt dar. Entdeckerfreude, Forschungsdrang und die Lust am Lernen – das steht im Schülerforschungszentrum im Vordergrund. Alle, die sich hier engagieren wissen: Investitionen in die Bildung von heute sind Investitionen in die Zukunft von morgen.“