Nichtoffener Wettbewerb Erweiterungsbauten für die Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli – CR² entschieden

Pressemitteilung vom 14.09.2011

Einladung zur Ausstellungseröffnung der eingereichten Architektenentwürfe

Berlin, 14.09.2011 – Der im Juni dieses Jahres vom Bezirksamt Neukölln in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ausgelobte nichtoffene Wettbewerb „Erweiterungsbauten für die Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli – CR²“ wurde nach eintägiger Sitzung des Preisgerichts am 1. September 2011 entschieden.

Der Campus Rütli liegt im Norden des Berliner Bezirks Neukölln und hat eine Gesamtfläche von ca. 47.900 m². Das Projekt Campus Rütli – CR² will mit seinem integrierten Ansatz die herkömmlichen Strukturen verändern und Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche, schulische Angebote sowie Berufsbildungs-, Freizeit und Sportangebote an einem Ort vereinen. Es soll ein Campus als Lebensort entstehen, der einheitliche Bildungsbiographien unter Einbeziehung der Eltern von der Kindertagesstätte bis zum Eintritt in die Berufsausbildung ermöglicht und dessen Gemeinschaftsschule alle schulischen Abschlüsse bietet.

Bereits Anfang 2009 wurde ein Realisierungswettbewerb für eine Quartierssporthalle mit einem städtebaulichen und freiraumplanerischen Ideenteil durchgeführt. Der Spatenstich für den Neubau der Quartierssporthalle ist im Mai 2011 erfolgt, die Fertigstellung ist für 2012 geplant.

Gegenstand des Wettbewerbs für die Erweiterungsbauten der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli – CR² war die Planung von Neubauten für die Schulerweiterung, für den Wirtschaft-Arbeit-Technik-Unterricht, ein Elternzentrum, eine Pädagogische Werkstatt, Beratende Dienste sowie die notwendigen Umbauten im Schulaltbau mit einer Nutzfläche von insgesamt ca. 5.640 m².

Ziel des Wettbewerbs war es, gestalterisch und funktional anspruchsvolle Entwürfe für die unterschiedlichen Neubauten zu erhalten, die in überzeugender Weise den Campus-Gedanken weiterentwickeln und hohe Nutzungsqualitäten bei gleichzeitiger Kosten- und Energieoptimierung aufweisen.

Für die Baumaßnahmen stehen insgesamt 25,5 Mio. Euro zur Verfügung.

Geplant ist ein Baubeginn 2012 und die Fertigstellung für 2016.

Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden 25 Architekten aufgefordert, die in einem vorangegangenen europaweiten Auswahlverfahren aus insgesamt 162 Bewerbern ausgewählt wurden.

Die Preissumme beträgt 77.000 €.

Unter dem Vorsitz des Berliner Architekten Torsten Krüger entschied das Preisgericht nach ausführlicher Diskussion wie folgt:

1. Preis 25.000 €
schulz & schulz architekten GmbH, Leipzig

2. Preis 17.000 €
Léon Wohlhage Wernik, Gesellschaft von Architekten mbH Berlin

3. Preis 12.000 €
Hentschel – Oestreich Architekten BDA, Berlin

4. Preis 8.000 €
hausmann architekten GmbH, Aachen

Anerkennung 5.000 €
kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH, Köln

Anerkennung 5.000 €
mvm architekt starke architektur, Köln

Anerkennung 5.000 €
Numrich Albrecht Klumpp Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Die Jury empfahl die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit zur weiteren Ausarbeitung und Realisierung.

Aus der Beurteilung des Preisgerichts:

Städtebaulich besticht die Arbeit durch den zentralen Campusplatz, der durch die beiden winkelförmigen Bauten gebildet wird und dabei die bestehende Kita geschickt einbezieht.

Dem Campusgedanken wird dadurch im besonderen Maße Rechnung getragen. Die teilende Wirkung der baumbestandenen Rütlistraße wird gemindert. Im Übrigen wird ein Höchstmaß an Freiflächen bewahrt.

Bei der Schulerweiterung handelt es sich um einen L-förmigen Baukörper, der sehr pragmatisch und flächensparend als Zweibund organisiert ist. Gleichzeitig wird die Brandwand über vier Geschosse vollständig abgedeckt.

Ausstellung
Die Wettbewerbsarbeiten werden vom 21. September bis zum 4. Oktober 2011 in der Nikodemus Kirche, Nansenstraße 12-13, 12047 Berlin-Neukölln ausgestellt.
Die Ausstellung wird am Dienstag, dem 20. September 2011, um 18.30 Uhr durch die Bezirksstadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport Dr. Franziska Giffey und den Preisgerichtsvorsitzenden Torsten Krüger eröffnet.