Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer eröffnet gemeinsam mit dem Neuköllner Bezirksbürgermeister, Heinz Buschkowsky, den Erweiterungs-Neubau der Zürich-Grundschule

Pressemitteilung vom 02.11.2010

Berlin fördert die Sanierung und Erweiterung der zweizügigen Zürich-Schule als Quartiersschule und schafft damit gute Bildungsbedingungen für die Kinder in Neubritz.

Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer, der Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky, die Schulstadträtin Dr. Franziska Giffey und Baustadtrat Thomas Blesing eröffnen am Mittwoch, dem 03.11.2010 um 11.30 Uhr gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern sowie weiteren Gästen den Erweiterungs-Neubau der Zürich-Schule (Grundschule) in der Wederstraße 49.

Senatorin Ingeborg Junge-Reyer: „Durch die gute Zusammenarbeit zwischen dem Senat und dem Bezirk Neukölln können wir mit der erneuerten und erweiterten Zürich-Schule den Kindern im Bezirk gute Bedingungen zum Lernen und Spielen bietet. Und wir haben gleichzeitig einen Treffpunkt für die Familien und für Schul- und Stadtteilengagement geschaffen. Hier zeigt sich, wie wichtig und erfolgreich der Einsatz von Städtebauförderungsmitteln im ehemaligen Sanierungsgebiet Wederstraße ist. Das Engagement vieler Beteiligter zeigt Erfolg und wird weiteres Engagement nach sich ziehen. Das ist die Art Aufwertung, die ich in den Innenstadtkiezen erreichen will. Ausbildung und sozialer Zusammenhalt. Das braucht Berlin und deshalb brauchen wir auch die Mittel der Städtebauförderung.“

Im Zentrum des ehemaligen Sanierungsgebiets Wederstraße versorgt die erweiterte 2-zügige Zürich-Grundschule gut 300 Kinder mit einem offenen Ganztagsangebot. Die Verbesserung der sozialen Infrastruktur war im Sanierungsgebiet Wederstraße ein wichtiges Erneuerungsziel. Dabei stand die Zürich-Schule gleich zu Beginn im Blickpunkt, als kleinste Grundschule des Bezirks Neukölln, deren Toiletten sich noch bis zum Jahre 2004 auf dem Schulhof befanden.

Es bestand ein erheblicher, zusätzlicher Schulraum- und Freiflächenbedarf. Die Zürich-Schule musste um mehrere Grundstücke erweitert werden, die sich zum Teil in Privatbesitz befanden.
Seit 1999 wurde in mehreren Etappen zunächst der Bestand saniert, ein Toilettenstrang angebaut und ab 2008 die Schule um einen Neubau erweitert. Hierfür wurde ein Architekturwettbewerb durchgeführt. Mit dem realisierten Entwurf des Preisträgers Büro petersen pörksen partner aus Lübeck verfügt die Zürich-Schule jetzt über die notwendigen Flächen für eine 2-zügige Grundschule und kann mit Mensa und Hort in dem sozial benachteiligten Stadtteil als Quartiersschule mit einem qualifizierten Angebot aufwarten.

Die nach dem Bezug des Erweiterungsbaus noch notwendigen baulichen Anpassungen im alten Schulhaus und auf den Freiflächen sind bereits finanziell in Höhe von 730.000 € abgesichert.

Die Erneuerung und Entwicklung des Schulstandortes unterstützte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung maßgeblich durch eine Bündelung von Fördermitteln aus verschiedenen Programmteilen der Städtebauförderung sowie aus Mitteln der Europäischen Union (EU).
So wurde das Schulprojekt aus dem Programmteil „Infrastruktur in Sanierungsgebieten“ mit 2,8 Mio. € finanziert.
Des Weiteren wurden mit einem Mittelanteil der EU im Rahmen des Programms „Zukunftsinitiative Stadtteil“ aus dem Programmteil „Stadterneuerung“ 1,2 Mio. € und aus dem Programmteil „Bildung im Quartier“ 365.000 € investiert.
Der Bezirk Neukölln brachte weitere ca. 1,2 Mio. € Städtebaufördermittel und 1,2 Mio. € Eigenmittel (bezirkliche Investitionsplanung) ein.