PROJEKT: Jugendsozialarbeit für Neuzugewanderte

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Bild: sfz

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Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler an Grundschulen in Berlin- Mitte, die in „Temporären Lerngruppen für Neuzugewanderte mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen“ auf den Besuch der Regelklassen vorbereitet werden.
Wir unterstützen die Schülerinnen und Schüler, ihre Familien und Mitarbeitende der Schulen und von Unterkünften für Geflüchtete durch:

  • Fachliche Beratungs- und Unterstüztungsangebote für Mitarbeitende der Schulen und der Unterkünfte für Geflüchtete
  • Erstellen von Handreichungen und Informationspapieren für geflüchtete Familien und Fachpersonal
  • Beteiligung an und Aufbau von bezirklichen Netzwerken
  • Mitarbeit in verschiedenen Gremien
  • Vermittlung weiterführender Hilfs- und Beratungsangebote
  • Aufsuchende Sozialarbeit in Unterkünften für Geflüchtete
  • Im Bedarfsfall Elternarbeit und -beratung zu schulbezogenen Themen
  • Projektangebote für Klassen

Das Projekt ist eine Kooperation des SFZ Berlin Mitte mit der gss Schulpartner GmbH.
Das Projekt ist der Koordinierungsstelle der Schulaufsicht Mitte angegliedert.

Kontakt

  • Johanna Neumann
    Jugendsozialarbeit

    Telefon: (030) 403 9492 237
    Mobil: 0163 5055 855
    E-Mail: joneumann@gss-schulpartner.de

  • Sonila Tafilai
    Jugendsozialarbeit

    Telefon: (030) 403 9492 234
    Mobil: 0163 5055 846
    E-Mail: stafilai@gss-schulpartner.de

  • Tina Waaben
    Jugendsozialarbeit

    Telefon: (030) 403 9492 238
    Mobil: 0163 5055 854
    E-Mail: twaaben@gss-schulpartner.de

Veranstaltungen

Vorweihnachtliches Projekt zum Thema "Gefühle"

zur Bildergalerie

Auch in diesem Jahr, vom 9. – 11. Dezember 2019, lud das Team der Jugendsozialarbeit für Neuzugewanderte sechs Sprachlernklassen aus unterschiedlichen Grundschulen im Bezirk zu einem vorweihnachtlichen Projekt ins Sprachförderzentrum ein.

Besonderer Programmpunkt war die Mimin Selina Senti, die mit den Schüler*innen Gefühle pantomimisch darstellte. Die Kinder übten, wie sie Gefühle ganz ohne Worte ausdrücken können und zeigten dabei beeindruckendes schauspielerisches Können.
Im Anschluss wurden, passend zum Thema, gemeinsam mit den Kindern Masken gebastelt. Dabei entstanden farbenfrohe und ausdrucksstarke Kunstwerke.
Zum Abschied gab es für jedes Kind ein Buchpräsent.

Workshops zur Stärkung der Klassengemeinschaft

Workshop Schulsozialarbeit
Bild: SFZ

Nach ihrer Zeit in den „Willkommensklassen“ werden Schüler*innen in die Regelklassen einer Schule aufgenommen. Das bedeutet eine Herausforderung für die neuen Klassengemeinschaften. Um diesen Übergang zu begleiten und zu stärken, führt das Team „Jugendsozialarbeit für Neuzugewanderte“ seit diesem Schuljahr 2018/19 den Workshop „Klassenreise“ durch.
Mit Elementen des Sozialen Lernens zu den Themen Migration und Flucht gilt es, Verständnis für die Unterschiedlichkeiten der Schülerinnen und Schüler zu schaffen, Gemeinsamkeiten zu erkennen und Ideen für ein gelungenes Miteinander zu entwickeln.

Der Workshop findet an drei Terminen (á 90 Minuten) in der jeweiligen Schule statt.
Teilnehmen können Regelklassen der Stufe 3-5 mit ehemaligen Willkommenklassenschüler*innen an Grundschulen in Berlin Mitte.

Interessierte Lehrkräfte wenden sich bitte an jsa-mitte@gss-schulpartner.de

Service

Neue überarbeitete Auflage zum Download

Glossar zum Herunterladen

Migration Flucht Asyl - Glossar
Bild: gss schulpartner

Wissenswerte Begriffe für Fachkräfte an Schulen mit temporären Lerngruppen für Neuzugänge ohne Deutschkenntnisse: Das Team der Jugendsozialarbeit für "Willkommensklassen" im Bezirk Mitte hat eine Handreichung in Form eines Glossars zum Thema MIGRATION - FLUCHT - ASYL zusammengestellt.

MIGRATION FLUCHT ASYL - Glossar für Schulen mit Willkommensklassen

3. Auflage 2017

PDF-Dokument (4.6 MB) - Stand: 11/2017

Hinweise zur Beschulung von Kindern ohne Papiere:

verschiedene Reisepässe
Bild: Zlatan Durakovic - Fotolia.com

Das Recht auf Bildung für alle Kinder!

Im Zuge unserer Arbeit mit Grundschulen in Berlin Mitte, die Schüler*innen in Willkommensklassen beschulen, kamen in den vergangenen Monaten häufiger Fragen zur Anmeldung von Kindern ohne gültige Meldeadresse auf.
In der Praxis sind Schulsekretariate seit 2015 häufiger mit dem Zuzug geflüchteter und anderer zugewanderter Familien konfrontiert. Diese können jedoch Dokumente, die routinemäßig abgefragt werden, aus verschiedensten Gründen nicht vorlegen.
Zumeist ist es die fehlende Meldeadresse, die eine Anmeldung an einer Grundschule in Berlin erschwert, da diese die zuständige Grundschule bestimmt.
Ein Personenkreis, der in diesem Zusammenhang in den Fokus rückt, sind Familien, die ohne gültigen Aufenthaltstitel in Deutschland leben. Das betrifft sowohl EU-Zugewanderte, als auch Menschen, die ein Asylverfahren ohne positiven Bescheid durchlaufen haben. Es ist davon auszugehen, dass diese Bevölkerungsgruppe aufgrund verschiedener politischer Entscheidungen und Gesetzesänderungen wachsen wird (vgl. GEW, Vogel 16). Trotzdem wird die Zahl betroffener Kinder im Verhältnis zur Gesamtschülerschaft sehr gering bleiben und auch zukünftig wird es sich um Einzelfälle handeln.

Fest steht:

Alle Kinder, die in Berlin leben, haben ein Schulzugangsrecht.
Hierbei spielt keine Rolle, ob sie aufenthalts- oder melderechtlich registriert sind. Laut Schulgesetz können sie die Schulen des Landes Berlin freiwillig und unter den gleichen Bedingungen wie schulpflichtige Kinder und Jugendliche besuchen.

Icon Paragrafenzeichen auf einem Pfeil
Bild: reeel - Fotolia.com

Lange Zeit waren Mitarbeitende an Schulen wie auch andere öffentliche Stellen dazu verpflichtet, Schülerinnen und Schüler an die Ausländerbehörde zu melden, sobald sie Kenntnis über einen nicht rechtmäßigen Aufenthalt erlangten.

Bereits seit 2011 sind Schulen und andere Erziehungseinrichtungen von der Übermittlungspflicht nach § 87 explizit ausgenommen,

um Kindern und Jugendlichen formal einen Schulbesuch ohne Angst vor Entdeckung und Abschiebung zu ermöglichen.

Auch wenn der rechtliche Grundstein für einen unentdeckten Schulbesuch gelegt ist, gibt es nach einer Studie von Funck, Karakaşoğlu und Vogel zur Theorie und Praxis der Einschulung von papierlosen Kindern in Grundschulen auch weiterhin Handlungsbedarf, um das Recht auf Bildung für betroffene Kinder in der Praxis umzusetzen.

Die Koordinierungsstelle für Willkommensklassen möchte Familien ohne gültige Aufenthaltspapiere sowie Schulen bei der Umsetzung des Rechts auf Bildung für betroffene Kinder unterstützen. Um Unsicherheiten im Umgang mit einer fehlenden Meldeadresse zu begegnen, gab es bereits eine Informationsveranstaltung für die Schulsekretariate zur aktuellen Rechtslage. Auch die Schulleitungen wurden auf der Schulleitersitzung entsprechend informiert.
Die Koordinierungsstelle bietet an, dass Eltern im SFZ direkt zur Schulplatzsuche beraten werden. Auch besteht die Möglichkeit einer sozialpädagogischen Erstberatung und Weiterleitung an spezialisierte Beratungsstellen.
Um Eltern hierüber zu informieren, soll zukünftig ein mehrsprachiges Schreiben in den Sekretariaten ausliegen.

Zur weiterführenden Lektüre zum Thema empfehlen wir:

Bei Fragen wenden Sie sich gern an das Team Mobile Jugendsozialarbeit in Willkommensklassen.

Corinna Speri
© SFZ, Mobile Jugendsozialarbeit in Willkommensklassen

Klarstellung des Berliner Senators für Inneres und Sport, Andreas Geisel

bezüglich vereinzelter Unsicherheiten bei Schulleitungen und -sekretariaten darüber, dass im Land Berlin definitiv KEINE Abschiebungsumsetzungen von Schüler*innen aus Schulgebäuden heraus stattfinden dürfen.

Lesen Sie dazu das Schreiben des Senators und die Verfahrenshinweise der Ausländerbehörde im Download.

Abschiebung

Klarstellung zur Abschiebepraxis

PDF-Dokument (4.4 MB) - Stand: 9/2017 Dokument: SenInn

Wie gehe ich mit traumatisierten Kindern um?

Logo Stiftung Kinderseele

Die Veranstaltung findet am 13. Juli 2017 um 15 – 17 Uhr mit dem leitenden Psychologen der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Vivantes Klinikum Friedrichshain,Clemens Povel, im SFZ statt,

Neben einem fachlichen Überblick gibt der Referent Hinweise auf Fachliteratur und Links im Internet:

  • Rosner, Rita; Steil, Regina: Posttraumatische Belastungsstörung. Informationen für Betroffene, Eltern, Lehrer und Erzieher. Hogrefe Verlag, Göttingen 2009.
    ISBN 978-3-84441819-4

Regionale Ansprechpartner in Berlin-Mitte

Bezirkliche Beratungsstellen

Überregionale Ansprechstellen

  • Vivantes Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
    Landsberger Allee 49, 10249 Berlin
    Telefon (030) 13023 8011

Eine Veranstaltung des SFZ in Kooperation mit der Stiftung Achtung! Kinderseele und gss Schulpartner GmbH.

Zuständigkeiten

Sonila Tafilai, Mobil: 0163 505 5846

  • Rudolf-Wissell -Grundschule

    Ellerbeker Str. 7-8, 13357 Berlin

  • Gesundbrunnen -Grundschule

    Prinzenallee 8, 13357 Berlin

  • Carl-Kraemer -Grundschule

    Zechliner Str. 4, 13359 Berlin

  • Humboldthain -Grundschule

    Grenzstr. 8, 13355 Berlin

  • Heinrich-Seidel -Grundschule

    Ramlerstr. 9-10, 13355 Berlin

  • Möwensee -Grundschule

    Afrikanische Str. 123-125, 13351 Berlin

  • 48. Grundschule

    Chausseestr. 82/ Ecke Boyenstraße

  • Allegro -Grundschule

    Lützowstr. 83-85, 10785 Berlin

Johanna Neumann, Mobil: 0163 505 5855

  • Anna-Lindh -Grundschule

    Guineastr. 17-18, 13351 Berlin

  • Anne-Frank -Grundschule

    Paulstr. 20b, 10557 Berlin

  • City Grundschule

    Sebastianstr. 57, 10179 Berlin
  • Evangelische Schule Berlin Mitte

    Rochstr. 7, 10178 Berlin

  • Miriam-Makeba -Grundschule

    Zinzendorfstr. 15-16, 10553 Berlin

Tina Waaben, Mobil: 0163 505 5854

  • Kurt-Tucholsky -Grundschule

    Rathenower Str. 18, 10559 Berlin

  • Carl-Bolle -Grundschule

    Waldenserstr. 21, 10551 Berlin

  • Wedding -Grundschule

    Antonstr. 10-17, 13347 Berlin

  • Leo-Lionni -Grundschule

    Müllerstr. 158, 13353 Berlin