Coronavirus (COVID-19) - Informationen für Unternehmen und Selbstständige

Viren
Bild: Jezper – Fotolia.com

Das Land Berlin und die Bezirke erarbeiten gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK), der Investitionsbank Berlin (IBB), Visit Berlin, den Unternehmensverbänden Berlin (UVB), dem Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) und dem Handelsverband Berlin-Brandenburg (HBB) konkrete Hilfen. Hier stellen wir Ihnen die Ergebnise umgehend zur Verfügung.

Gerne beantworten wir Ihre Fragen auch telefonisch:
Montag – Freitag, 9 – 18 Uhr unter 0172 158 33 90

Stundungsantrag für gewerbliche Mieter*innen
von Immobilien des Bezirksamtes Mitte von Berlin

Einige Mieter*innen und Pächter*innen des Bezirksamts Mitte von Berlin stehen aufgrund der derzeitigen Corona-Pandemie vor erheblichen finanziellen Schwierigkeiten. Betroffenen Personen oder Unternehmen können daher beim Bezirksamt Mitte in einem vereinfachten Verfahren einen Antrag auf zinslose Stundung von Mietzahlungen stellen.

BA Mitte Stundungsantrag

Hier finden Sie die allgemeinen Informationen sowie den Stundungsantrag zum Download.

PDF-Dokument (60.8 kB)

Unternehmen helfen Unternehmen

Nahezu jedes Berliner Unternehmen ist in unterschiedlicher Intensität von den Auswirkungen der Corona-Krise und dem Herunterfahren gesellschaftlicher Aktivitäten betroffen. Damit massive Zusammenbrüche von Unternehmen vermieden werden, haben Bund und Land verschiedene Unterstützungs- und Förderprogramme aufgelegt, die Unternehmen in dieser existentiellen Situation helfen sollen, über die Zeit des Stillstands hinwegzukommen: Zuschüsse, Liquiditätsdarlehen, Bürgschaften, Kurzarbeitergeld, Stundung von Steuern
und Sozialversicherungsbeiträgen.

Nicht alle kennen sich mit den Formalitäten und den mitunter doch noch vorhandenen bürokratischen bzw. betriebswirtschaftlichen Abwicklungen aus. Um über diese Antragshürden zu kommen, haben die Wirtschaftsförderung
Mitte, das itw Institut für Aus- und Weiterbildung gGmbH und das Unternehmensnetzwerk Moabit ein „Matching-Programm“ entwickelt, in dem Unternehmen mit Erfahrungen, Kenntnissen und erfolgreicher Fördermittelumsetzung solchen helfen, die „Hilfe auf Augenhöhe“ benötigen – Unternehmen helfen Unternehmen.

Sie haben erfolgreich Zuschussprogramme bzw. ein Förderdarlehen oder Kurzarbeitergeld erhalten und sind bereit, Ihr Wissen und Ihre Erfahrung mit anderen Unternehmen zu teilen, damit auch diese an Unterstützungsmöglichkeiten gelangen? Teilen Sie uns Ihre Kontaktdaten, Branchenzugehörigkeit und Ansprechpartner mit, damit wir den Kontakt zu Unternehmen herstellen können, die Beratungsbedarf haben.

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Noch haben Sie keine öffentlichen Förderprogramm in Anspruch genommen, um Ihr Unternehmen und die Arbeitsplätze durch die Krise zu bringen. Sie brauchen Unterstützung und nennen uns die konkreten Eckwerte Ihres Hilferufs (Kontaktdaten).

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Die Wirtschaftsförderung des Bezirks Mitte und Berlin Partner sammeln die Unterstützer*innen und Hilfesuchenden und stellen im Einzelfall den direkten Kontakt zwischen den Unternehmen her. Dadurch kann der Informationstransfer direkt und ohne Umwege zwischen den Unternehmen erfolgen. Es ist immer ein individueller Weg, d.h., dass das helfende Unternehmen nicht befürchten muss, dass seine Kontaktangebote auf „einem offenen Markt“ gehandelt werden.

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Die Initiative im Bezirk Mitte wird von der bezirklichen Wirtschaftsförderung und dem Unternehmensnetzwerk Moabit e.V. koordiniert. Weitere Unterstützer sind auch: itw gGmbH, Wirtschaftskreis Mitte eV, IG Nikolaiviertel eV, MITTE eV, IG Müllerstraße, TIM/GSM Turmstraße, TPH Technologiepark Humboldthain e.V..

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Bezirksamt Mitte von Berlin – Wirtschaftsförderung
Tel.: (030) 9018-34372, (030) 9018-34374 oder (030) 9018-34375
Mo – Fr: 9.00 – 18.00 Uhr

Unternehmensnetzwerk Moabit e.V.
Tel.: (030) 7899-1137

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Maßnahmen des Bundes

  • Diese Soforthilfe ergänzt die Programme der Bundesländer. Die Anträge werden deswegen aus einer Hand in den Ländern bearbeitet. Der Berliner Senat hat beschlossen, die bisherige Programmkombination in ein einheitliches Bundesprogramm zu überführen. Ab Montag, 06.04.2020, 10 Uhr können Anträge wieder über die Website der Investitionsbank Berlin gestellt werden.
  • Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz möchte die Frist zur Antragspflicht für Insolvenzen bis zum 30.09.2020 aussetzen, um Unternehmen zu schützen, die infolge von Corona in eine finanzielle Schieflage geraten. Voraussetzung soll sein, dass durch die Beantragung öffentlicher Hilfen begründete Aussichten auf Sanierung bestehen.
  • Der Kündigungsschutz für Mieter*innen sowohl für Wohn- als auch für Gewerberaummietverträge wird neu geregelt. Dazu ist das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht überwiegend in Kraft getreten. Wegen Mietschulden aus dem Zeitraum zwischen dem 01.04.2020 und dem 30.06.2020 dürfen Vermieter*innen das Mietverhältnis nicht kündigen, sofern die Mietschulden auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruhen. Weiterführende Informationen erhalten Sie im Fragenkatalog des Bundesjustizministeriums.

Maßnahmen des Landes Berlin

  • ACHTUNG Soforthilfe I: Die Nachfrage nach den Darlehen im Rahmen der Soforthilfe I übersteigt die Erwartung bei weitem. Deshalb ist die Annahme weiterer Anträge durch die IBB bis auf Weiteres ausgesetzt. Die eingegangenen Anträge werden alle bearbeitet. Lesen Sie hierzu auch die Pressemitteilung Update Corona-Hilfen vom 28.03.2020.
  • ACHTUNG Soforthilfe II: Nachdem im Rahmen der Soforthilfe II für Kleinunternehmen und Selbstständige bereits rund 1,3 Mrd. Euro an etwa 150.000 Betroffene überwiesen wurden, ist die Warteschlange der IBB inzwischen nahezu abgearbeitet. Der Berliner Senat hat beschlossen, die bisherige Programmkombination in ein einheitliches Bundesprogramm zu überführen. Anträge können wieder ab Montag, 06.04.2020, 10 Uhr gestellt werden. Lesen Sie hier zu auch die Information der IBB: Umstellung auf einheitliches Bundesprogramm – Antragspause bis Montag, 06.04.2020, 10 Uhr!
  • Die Investitionsbank Berlin (IBB) hat eine Liste mit häufig gestellten Fragen rund um die Corona-Programme veröffentlicht: FAQ Coronahilfe in Berlin
  • Die Anträge für die Sofortprogramme stehen zunächst in deutscher Sprache zur Verfügung und müssen online ausgefüllt werden. Viele Berliner Kleinunternehmen werden von Menschen mit Migrationsgeschichte geführt. Damit auch sie über das Sofortprogramm gezielt informiert werden, hat die Integrationsbeauftragte des Berliner Senats eine Informationsinitiative gestartet: In Kooperation mit Unternehmensverbänden und Vereinen informiert sie in verschiedenen Sprachen über das Programm Soforthilfe II. Zudem bieten die Organisationen Unterstützung beim Übersetzen und Ausfüllen der Formulare an. Weitere Informationen und E-Mail Adressen finden Sie in der Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales.
  • Für gastronomische Einrichtungen besteht die Möglichkeit, ihren Abhol- und/oder Lieferservice auch auf www.berlin.de einzustellen. Kund*innen können auf der Website sehen, welche Restaurants in ihrer Gegend Essen ausliefern oder zur Abholung bereitstellen. Über einen Klick wird man auf die Seite der jeweiligen gastronomischen Einrichtungen geleitet, wo dann die Bestellung getätigt werden kann. Hier geht’s zum Anmelde-Formular.

Agentur für Arbeit Berlin-Mitte

  • Die Dienststelle der Agentur für Arbeit Berlin-Mitte ist derzeit nicht für den Publikumsverkehr geöffnet. Sie ist aber weiterhin für Privatpersonen, Unternehmen und Institutionen erreichbar – telefonisch, postalisch, per E-Mail oder über ihre Online-Services.
  • Die Agentur für Arbeit warnt vor betrügerischen E-Mails. Die Absender wollen an persönliche Kundendaten gelangen. Aktuell erhalten Arbeitgeber und Unternehmen bundesweit unseriöse Mails, die unter der Mailadresse kurzarbeitergeld@arbeitsagentur-service.de versandt werden. In der Mail wird der Arbeitgeber unter anderem aufgefordert, konkrete Angaben zur Person, zum Unternehmen und zu den Beschäftigten zu machen, um Kurzarbeitergeld zu erhalten. Im Absender ist keine Telefonnummer für Rückfragen angegeben. Arbeitgeber sollen auf keinen Fall auf die Mail antworten, sondern diese umgehend löschen. Die Agentur für Arbeit ist nicht Absender dieser Mail und fordert Arbeitgeber auch nicht per Mail auf, Kurzarbeitergeld zu beantragen.

Jobcenter Berlin-Mitte

  • Persönliche Vorsprachen im Jobcenter Berlin-Mitte sind derzeit nur sehr eingeschränkt möglich. Um auch jetzt eine durchgehende und rechtzeitige Leistungsgewährung sicherzustellen, ist das Jobcenter Berlin-Mitte jedoch weiterhin erreichbar. Aktuelle Informationen dazu finden Sie auf der Website des Jobcenters Berlin-Mitte sowie unter der zusätzlich eingerichteten Servicenummer: 030 555545 7777

Weitere Informationen und Beratung

Investitionsbank Berlin
Hotline: 030 2125 4747
E-Mail: wirtschaft@ibb.de

Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie
Hotline: 030 46302-440
Servicezeiten 9 – 18 Uhr

Visit Berlin
Hotline: 030 264748 – 886
Montag – Freitag, 9 – 18 Uhr

Industrie- und Handelskammer Berlin
Hotline für Berliner Mitgliedsunternehmen: 030 31510 919
Montag – Donnerstag, 8 – 17 Uhr und Freitag 8 – 16 Uhr

Handwerkskammer Berlin
Betriebsberatung: 030 25903-467 / -459
E-Mail: betriebsberatung@hwk-berlin.de

Deutscher Hotel- und Gaststättenverband Berlin e.V. (DEHOGA Berlin)
Handelsverband Berlin-Brandenburg e.V.